Ringen, 2. Bundesliga Nord: Greiz verliert Vogtlandderby gegen Pausa/Plauen

Sebastian Wendel (rot) - Stanimir Dinev 0:3
 
Mateusz Bierzanowski - Mike Elschner 3:0
 
Prekäre Situation für den Greizer Patryk Dworczyk, der gegen seinen für Pausa ringenden Landsmann Adam Slowinski 1:3 verliert.
Denkbar knapp mit 17:18 verliert der RSV Rotation Greiz am 15. Dezember das Vogtlandderby in der 2. Ringer-Bundesliga gegen die WKG Pausa Plauen. Wobei der Ausgang des Mannschaftskampfes erst in der letzten Begegnung sieben Sekunden vor Schluss entschieden wurde.

Die Einzel-Ergebnisse:

55 kg/G-r: Mateusz Bierzanowski - Mike Elschner 3:0
60 kg/F: Patryk Dworczyk - Adam Slowinski 1:3
66 kg/G-r: Edgar Melkumow 4:0 (kampflos, da Pausa/Plauen keinen Gegner stellt)
66 kg/F: Radoslaw Kisiel - Lukasz Gorzinski 1:3
74 kg/G-r: Toni Stade - Maximilian Schwabe 0:3
74 kg/F: Konstantin Sommer - Martin Waldeck 1:3
84 kg/G-r: Edgar Babayan - Bastian Kurz 4:0
84 kg/F: Michael Dengler - Stefan Bonev 0:3
96 kg/G-r: Michael Völkel - Florian Heß 3:0
120 kg/F: Sebastian Wendel - Stanimir Dinev 0:3

Hier der Bericht des RSV-Pressesprechers Dietmar Wolf

Das Vogtlandderby zwischen dem RSV Rotation Greiz und der WKG Pausa/Plauen hielt alles was es im Vorfeld versprach. Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an, schon allein diese Tatsache zeigt, dass beide Mannschaften den Sieg wollten. Die Fans sahen in der gut gefüllten Greizer Jahnturnhalle ein hochklassiges und an Dramatik und Hochspannung kaum zu überbietendes Vogtlandderby, dass erst im letzten Kampf zu Gunsten der WKG Pausa/Plauen mit 17:18 entschieden wurde. Der RSV trat in Bestbesetzung an, dass heißt auch mit dem Langzeitverletzten Radoslaw Kisiel.

Hervorzuheben ist das sehr faire Verhalten beider Fanblöcke , die ihre Mannschaften sehr lautstark und frenetisch anfeuerten. Durch seine unauffällige, doch sehr souveräne Kampfrichterleistung hatte der Kampfrichter Joffrey Spiegel aus Niedernberg in Hessen maßgeblichen Anteil an diesem spannenden Kampfnachmittag.

Die Greizer Kämpfer verließen vier Mal die Matte in der Greizer Jahnturnhalle siegreich. Esfehlten zwei Rundengewinne am Mannschaftssieg.

In der Vorwoche noch in der Gewichtsklasse 66 kg Klassisch ringend machte Mateusz Bierzanowski in der Woche neun Kilogramm Gewicht und traf in der Gewichtsklasse 55 kg Klassisch auf den ehemaligen Deutschen Meister und mehrmaligen Medaillengewinner bei Deutschen Nachwuchsmeisterschaften Mike Elschner. Dieser begann den Kampf sehr forsch und ging in der ersten Runde mit 0:1 in Führung. Kurz vor dem Pausengong gelang dem Polen im Greizer Trikot ein Wurf un er gewann die erste Runde mit 3:1 Punkten. Auch in den beiden folgenden Runden konnte er die Angriffe seines Gegners abwehren und selbst punkten. Er gewann, unter dem stürmischen Beifall der Greizer Fans, den Kampf mit 3:0 Punkten.

Sebastian Wendel (120 kg/F) griff von Anfang an sehr beherzt an, wurde aber stets erfolgreich vom Routinier Stanimir Dinev erfolgreich durch Beinangriffe gekontert und konnte trotz aller Bemühungen eine 0:3 Rundenniederlage nicht verhindern.

Ein rein polnisches Duell gab es in der Gewichtsklasse 60 kg Freistil zwischen Patryk Dworzyk und Adam Slowinski. Der für Greiz ringende Patryk Dworzyk ging durch einen Konter mit 1:0 in Führung. Vor allem durch Beinangriffe sicherte sich der Pausaer seinen 1:3 Sieg.

Gegen den Deutschen Jugendmeister von 2002 Florian Heß sicherte sich Michael Völkel (96 kg/K) einen nie gefährdeten 3:0 Rundensieg. Er spielte dabei seine körperlichen Vorteile aus.

Der Pausaer Trainer Silvio Hoffmann ging in der Gewichtsklasse 66 kg Klassisch noch über die Waage, als er dann seinen Gegner, Edgar Melkumov, sah ließ er sich nachträglich aus der Wiegeliste streichen und so kam der Greizer kampflos zu vier Mannschaftspunkten. Zur Pause lag der RSV mit 11:6 in Führung.

In der Gewichtsklasse 84 Kilogramm Freistil spielte der Pausaer Stefan Bonev all seine Routine aus und kam mit Beinangriffen gegen Michael Dengler zu einem 0:3 Rundensieg.

Kurz vor Rundenende der ersten Runde konnte Radoslaw Kisiel (66 kg/F) ausgleichen und damit diese gewinnen. Es kam in dieser Gewichtsklasse zu einer Neuauflage des Kampfes wie in Pausa, als der Greizer sich gegen Lukasz Gorzynski schwer an der Schulter verletzte. Leider merkte man dem Greizer an, dass er diese Verletzung noch nicht ganz überwunden hat. So musste er, vor allem durch Beinangriffe seines Gegners, eine 1:3 Niederlage hinnehmen. Man hatte sich auf Greizer Seite etwas mehr erwartet. Keinen Vorwurf an Radoslaw, denn ergab in dieser sicherlich für ihn nicht befriedigenden Situation alles und die Greizer Fans honorierten dies mit starken Beifall.

Der nächste Kampf in der Gewichtsklasse 84 kg Klassisch zwischen Edgar Babayan und dem aktuellen Deutschen Vizemeister Sebastian Kurz war schon allein das Eintrittsgeld wert.

Der Greizer war in jeder Runde im Standkampf der Aktivere und wählte jeweils die Oberlage. In der ersten Runde beendete ein Wurf mit einer 5er Wertung diese, in der zweiten zwei Würfe und in der dritten fand sich der Pausaer nach einem Wurf des Greizers auf Schulter wieder. Eine Galavorstellung des Greizers, der durch die Greizer Fans frenetisch gefeiert wurde.

Toni Stade (74 kg/K) hatte mit Maximilian Schwabe, Deutscher Meister und mehrfacher Medaillengewinner im Nachwuchsbereich, einen sehr starken Gegner. In der ersten Runde war der Greizer im Standkampf der Aktivere und wählte die Oberlage. Er konnte aber trotz aller Bemühungen keine Wertung erkämpfen. Die folgenden beiden Runden gewann der Pausaer durch eine Rolle und Hinausdrängen aus der Matte und damit den Kampf mit 0:3 Runden. Toni Stade hatte alles gegeben.

So stand es vor dem letzten Kampf in der Gewichtsklasse 74 kg Freistil zwischen Konstantin Sommer und Martin Waldeck 16:15 für Greiz. In Pausa siegte der Greizer mit 3:0 Runden.

Beide Kämpfer waren bis in die Haarspitzen motiviert. Der Pausaer erwischte den besseren Start und ging mit 0:2 Runden in Führung. Konstantin gewann Runde drei und lag bis 5 Sekunden vor Ende der vierten Runde in Führung (letzte Wertung), als er noch eine Wertung abgeben musste und der Pausaer den Kampf mit 1:3 Runden gewann und dadurch die WKG Pausa/Plauen das Vogtlandderby mit 17:18 für sich entschied. Jubel im Pausaer Lager und Enttäuschung auf Greizer Seite Konstantin hatte alles gegeben. Er lag minutenlang völlig erschöpft nach dem Kampf noch auf der Matte.

Im Trubel ging die Auszeichnung der drei Besten Greizer Ringer der Saison etwas unter. Auf Platz drei kam Michael Dengler, auf Platz zwei wurde Radoslaw Kisiel gewählt und Platz eins belegte Mateusz Bierzanowski, der in der Saison in drei Gewichtsklassen und beiden Stilarten zu Siegen kam,

Vor dem letzten Kampftag, an dem der RSV Kampffrei hat und nicht mehr in das Kampfgeschehen eingreifen kann, liegt Greiz mit 16:16 Punkten weiter auf den vierten Tabellenplatz. Es gab einige interessante Ergebnisse an diesem Kampftag Werdau besiegt Markneukirchen mit 26:11, Jena unterliegt zu Hause Nürnberg II mit 15:16 und Aue besiegt ebenfalls zu Hause Unterföhring mit 17:16.

Der zweite Aufstiegsplatz wird sich zwischen dem SC Isaria Unterföhring und dem KAV Mansfelder Land entschieden.

Stimmen zum Kampf:

RSV-Trainer Falk Schlehahn war nach der knappen Niederlage zu enttäuscht und zu keinem Kommentar bereit

Denny Schulz (Mannschaftsleiter WKG Pausa/Plauen):Die Zuschauer haben schöne und spannende Kämpfe gesehen. Wir wollten in diesem Hexenkessel unbedingt gewinnen. Es war ein schöner Jahresabschluss für uns und es zeigte sich wieder einmal Derbys sind etwas besonderes. Wir freuen uns schon auf nächste Saison und die stimmungsvollen Kämpfe mit Greiz.
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