Schleizer Dreieck: Minimalkonsens als Kompromiss für 2013

Die Superbikes werden 2013 vom 2. bis 4. August zum 79. Internationalen Schleizer Dreieckrennen im Rahmen der IDM zu erleben sein. (Foto: Schwarz)
 
Landrat Thomas Fügmann: "Der Kompromiss für 2013 ist ein Minimalkonsens."
Als „Minimalkonsens für 2013“ bezeichnete Landrat Thomas Fügmann zum Neujahrsempfang des Saale-Orla-Kreises am 31. Januar den Kompromiss, dass dieses Jahr auf dem Schleizer Dreieck drei Rennveranstaltungen stattfinden können: „Das ist keine zukunftsträchtige Lösung für die Traditionsrennstrecke“, stellte der Landrat dar und sprach damit den vielen Rennsportfans aus dem Herzen. In diesen Tagen und Wochen laufen Gespräche über die weitere Zukunft des Schleizer Dreiecks.

In seinem Artikel „Traditionsrennen finden 2013 statt“ hatte der Saale-Orla-Anzeiger am 3. Februar über den Kompromiss zwischen der Betreibergesellschaft und einem Bürger, der gegen die Betreibergesellschaft des Schleizer Dreiecks geklagt hatte, informiert. Dazu stellen Vertreter der Interessengemeinschaft Oberböhmsdorf klar, dass „der Kläger die Interessen der Anwohner von Oberböhmsdorf (Ortschaftsrat), der IG Oberböhmsdorf und des Aktionsbündnisses ‚Bürger für Schleiz‘ vertritt.“ Alle Schritte im Klageverfahren werden in gemeinsamer Absprache durchgeführt. Weiter heißt es dazu: „In jedem Schleizer schlägt Herzblut in der Brust für diese wunderschöne in die Landschaft eingebettete Naturrennstrecke. Die Schleizer  – auch der Kläger und die hinter ihm stehenden Anwohner – sind mit dem Dreieck groß geworden, mit Rizinusgeruch und den Rennklängen aufgewacht, viele haben auf Autogrammjagd das Fahrerlager durchforstet und den Siegern zugejubelt.“

Es gebe deshalb keine Gegner des Dreiecks in Schleiz, sondern „es geht seit der Wende für die Schleizer um die Frage, wie wollen wir das Dreieck betreiben und entwickeln. Der Kläger und die hinter ihm stehenden Anwohner wollen, dass das Dreieckrennen in seinen Traditionen, mit neun Renntagen, die drei Top-Rennveranstaltungen entsprechen, weiter geführt wird. Die Betreibergesellschaft dagegen will und braucht eine Vielzahl an Veranstaltungstagen, minimum 18, und möchte die Erweiterung des B-Planes mit Umverlegung der B 2 , der Möglichkeit zum Bau von bis zu vier Meter hohen Fangzäunen und Werbanlagen rings um die Strecke und Nutzung des Areals als Sportstätte, was einer Dauernutzung gleich kommen würde.“ Dagegen wehre sich „eine Vielzahl von Bürgern“, vertreten durch einen Schleizer Bürger, der gegen die Betreiber der Rennstrecke geklagt hat.

In einem dem Allgemeinen Anzeiger vorliegendem Schreiben schlägt der Erfurter Rechtsanwalt Professor Martin Kupfrian, der den Kläger vertritt, dem Schleizer Bürgermeister Juergen K. Klimpke zwei Varianten für „eine gütliche Einigung“ vor, über die jetzt gesprochen wird.

Variante 1 sind die bereits erwähnten neun Veranstaltungstage für Motorradrennen mit „Prädikat Zeitvorgabe“ Freitag und Samstag 8 bis 18 Uhr und Sonntag 8.30 Uhr bis 17 Uhr und jeweils 45 Minuten Mittagspause. Wobei die Kreisstraße K 552 im Wohngebiet zwischen Abzweig Lottoweg und Rennstrecke nicht als Fahrerlager genutzt werden darf, die ehemalige Boxengasse neben der Straße inbegriffen. Pro Event soll maximal eine Abendveranstaltung stattfinden. Fahrsicherheitstrainings mit straßenzugelassenen Fahrzeugen finden auf den Teilstrecken „Kohlbach-Schikane“ und „Querspange Oberböhmsdorf“ statt.

Variante 2 schägt zwölf Veranstaltungstage mit den gesamten Prämissen aus Variante 1 vor, zusätzlich die Umverlagerung des Fahrerlagers SO1 aus dem Dorfgebiet bis 2016 auf die Gewerbeflächen GE 3 und GE 4. Außerdem müsse die Lärmschutzwand am Ortseingang Oberböhmsdorf bis 2016 in eine temporäre Lärmschutzwand umgestaltet werden, wie alle anderen an der Rennstrecke.

Professor Kupfrian empfiehlt, zunächst eine inhaltliche Klärung herbeizuführen. Anschließend könne die rechtliche Umsetzung besprochen werden.
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