Siegesserie hält an: Greiz schlägt Gelenau 21:10

Salto rückwärts mit 96 Kilo: Halbschwergewichtler Lukasz Konera feiert seinen Sieg gegen David Vala mit einer turnerischen Zugabe.
 
Sven Cammin (oben) besiegt Erik Löser nach Punkten.
 
Thomas Leffler packt Dustin Löser nach 2:08 Minuten auf die Schultern.
Greiz: Sporthalle an der Eisbahn |

RSV Greiz weiter auf Erfolgskurs: Auch gegen den RSK Gelenau bleiben die Schützlinge von Tino Hempel und Swen Lieberamm weiter ungeschlagen und besiegen die Erzgebirgler souverän mit 21:10.

Die Gastgeber lassen in der heimischen Sporthalle an der Eisbahn vor 450 Zuschauern nichts anbrennen und gestalten sieben der zehn Kämpfe erfolgreich.

Die einzelnen Kämpfe der Begegnung RSV Rotation Greiz - RSK Gelenau:
57 kg/G-r: Sven Cammin - Erik Löser 3:0
61 kg/F: Vladimir Codreanu - Daniel Franke 4:0 (SS)
66 kg/G-r: Brian Tewes - Michal Novak 2:0
66 kg/F: Vladimir Gotisan - Stefan Saul 4:0 (TÜ)
75 kg/G-r: Toni Stade - Tomas Sobecky 0:2
75 kg/F: Daniel Sartakov - Stephan Spengler 4:0 (TÜ)
86 kg/G-r: Thomas Leffler - Gabor Dustin Löser 4:0 (SS)
86 kg/F: Konstantin Sommer - Andrzej Sokalski 0: 4 (TÜ)
98 kg/G-r: Lukasz Konera - David Vala 1:0
130 kg/F: Boris Eisenstein - Kamil Wojciechowski 0:4 (TÜ)

SS - Schultersieg; TÜ - Technische Überlegenheit

Hier der Bericht von Erhard Schmelzer:

GREIZ. Falls die Greizer Ringer am nächsten Wochenende in Thalheim gewinnen sollten, haben sie das Kunststück fertig gebracht, alle Gegner in der 2.Bundesliga Nord in Folge besiegt zu haben. Im Heimkampf vor 450 Zuschauern gelang am Samstag der achte Mannschaftserfolg in Folge. Die im Aufschwung befindlichen Erzgebirgler aus Gelenau wurden mit 21:10 in die Schranken gewiesen. In der Tabelle ist der RSV Rotation Greiz nun alleiniger Zweiter, da die bis dahin punktgleichen Teams aus Lübtheen und Thalheim überraschend gegen Markneukirchen und Pausa/Plauen unterlagen.
Mit fünf teilweise spektakulären Siegen bei fünf Einsätzen hatte Sven Cammin (57 kg/greco) in den letzten Wochen für Furore gesorgt, gegen den Vierten der A-Jugendmeisterschaften Erik Löser traute man ihm einen klaren Erfolg zu. Der Erzgebirgler, der schon gegen Pausa gewonnen hatte, zeigte aber einen beherzten Kampf, blieb immer gefährlich und unterlag nur 11:4. (Gesamtstand: 2:0) Die Greizer Trainer Tino Hempel und Swen Lieberamm mussten den nicht einsatzfähigen Sebastian Wendel durch Boris Eisenstein (130 kg/frei) ersetzen. Gegen den polnischen Freistilspezialisten Kamil Wojciechowski, der auch bald die Achillesferse des Greizers erkannte und mit Beinangriffen punktete, unterlag er noch in der ersten Runde mit 0:16. (2:4) Vladimir Codreanu (61 kg/frei) traf auf Routinier Daniel Franke. Der Kampf dauerte nur 79 Sekunden. Als der Gelenauer zu Boden gebracht war, gelang es Codreanu zur Zange zu fassen und seinen Gegner zu schultern. (6:4) Mit Lukasz Konera (98 kg/greco) und dem dreimaligen tschechischen Olympiateilnehmer David Vala standen sich zwei im Stand- wie im Bodenkampf gleichwertige Kämpfer gegenüber. Keiner ließ eine Aktion des Gegners zu. Der Sieg des Greizers resultierte aus einer Verwarnung durch den unauffällig und gut leitenden Kampfrichter Thomas Hausmann aus Luckenwalde Der Gelenauer kam am Ende allerdings noch etwas auf. (7:4) Beim Hinkampf im Erzgebirge musste Brian Tewes (66 kg/greco) gegen den tschechischen Auswahlringer Michal Novak eine 0:4 Niederlage einstecken. Mit einer ungeheuer dynamischen Anfangsphase erarbeitete sich der Greizer einen 11:4 Vorsprung, den er geschickt über die ganze Kampfzeit von sechs Minuten verteidigte. Der Tscheche blieb mit Schwüngen am linken Arm bis zuletzt gefährlich, kam aber nicht zur Resultatsverbesserung. (9:4) Konstantin Sommer (86 kg/frei) hatte, eine Klasse höher startend, den erwartet schweren Stand gegen den sehr schnellen Polen Andrzej Sokalski, der auch Adam Sobieraj deutlich bezwungen hatte. In der vierten Minute stand der 16:0 Sieg des Gelenauers durch Beinangriffe fest. (9:8) Vladimir Gotisan (66 kg/frei) wurde seiner Favoritenrolle gegen Stefan Saul voll gerecht. Bereits nach zehn Sekunden stand der ehemalige Zöblitzer in der Brücke. Dann setzte der Moldawier zu seiner unnachahmlichen Rollenserie an und hatte schon nach 62 Sekunden mit 16:0 gewonnen. (13:8) Auch Thomas Leffler (86 kg/greco) hatte in der Vorwoche den starken Ungarn Gabor Madarasi „weggerollt.“ Als es diesmal nach 90 Sekunden gegen Dustin Löser zum angeordneten Bodenkampf kam, rief ein begeisterter Zuschauer: „Wie letzte Woche!“ Und so kam es auch, nur mit dem Unterschied, dass diesmal der Gegner nach der fünften Rolle geschultert wurde. Die Stimmung erreichte mit dem vorzeitig erreichten Mannschaftssieg (17:8) einen Höhepunkt, es standen aber noch zwei interessante Kämpfe aus. Toni Stade (75 kg/greco) traf dabei wieder einmal auf den Prager Tomas Sobecky, dessen größte Erfolge zwei fünfte Plätze bei Europameisterschaften waren. Der Gelenauer dominierte, der Greizer gab zwar zwei Punkte am Boden ab, befreite sich aber geschickt aus den Bodenkampf. Der Gelenauer kam auf insgesamt sechs Punkte. Als er am Ende nachließ, konnte das der Greizer nicht zur Resultatsverbesserung nutzen. (17:10) Auch Daniel Sartakov (75 kg/frei) traf wie im Vorkampf auf den ehemaligen Luckenwalder Stephan Spengler, der schon die gesamte Saison den verletzten Norman Mahmudov ersetzt. Wie im Hinkampf konnte der Greizer seine Schnelligkeitsvorteile bei Beinangriffen ausspielen, sammelte Punkt für Punkt und kam mit seinem dynamischen Stil in der sechsten Minute zum 15:0 Sieg.
Nach dem zehnten Saisonsieg der Greizer liegt nur noch Aue vor den Vogtländern. Nächste Woche beim Dreifachvergleich mit Jugend-, Regionalliga- und Zweitbundesligamannschaft in Thalheim steht auswärts schon ein weiterer Höhepunkt bevor.
Die Ringkampfsaison dieses Jahres endet allerdings auch noch mit zwei Highlights in Greiz. Die beiden Vogtlandderbys stehen noch ins Haus. Am 28. November reist die WKG Pausa/Plauen an, zum Saisonhalali am 19. Dezember – Kampfbeginn dann bereits 18 Uhr – empfängt man in der Sporthalle an der Eisbahn den AV Germania Markneukirchen.

Stimmen zum Kampf:
Thomas Schäfer, Inhaber und Geschäftsführer vom RSV-Sponsor Vereinsbrauerei, unlängst ausgezeichnet als Unternehmer des Jahres: „Die Ringkampfveranstaltungen in Greiz sind immer einen Besuch wert. Heute wurde ich außerdem noch von der Greizer Bierhymne der Hammermichelbuben überrascht.“

Björn Lehnert, Trainer Gelenau: „Wir konnten uns in Greiz nicht mehr ausrechnen. Für uns war es eine Generalprobe für den Kampf nächste Woche gegen Artern, den wir unbedingt gewinnen wollen. Unser Jüngster, Erik Löser, hat einen sehr guten Kampf gemacht.“

Swen Lieberamm, Trainer RSV: „Unsere Mannschaft hat ihre Aufgabe erfüllt. Brian Tewes hat die richtigen Lehren aus seiner Niederlage in Gelenau gezogen und den Gegner überrascht.“
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