Vom 20. Treffen ehemaliger Boxsportler in Zeulenroda

Jörg Gittner (l.), Stefan Förster und Peter Lederer (r.) mit dem Organisator des Treffens Hans Friedemann (stehend). (Foto: Privat)

DDR-Meister und Platzierte, Boxer der DDR-Nationalmannschaft, ein Ex-Europameister und sogar ein ehemaliger Juniorenweltmeister waren im Oktober zum 20. Treffen der Boxoldies nach Zeulenroda gekommen.

34 Sportfreunde – ehemalige Boxer, Übungsleiter und Ehrenamtliche der damaligen BSG Aufbau Zeulenroda, die sich dem Boxsport schon immer verschrieben haben – gaben sich ein Stelldichein zu ihrem alljährlichen Treffen in der Gaststätte „Deutsche Eiche“. Dieses Treffen ist zu einer schönen Tradition geworden. Organisator Hans Friedemann richtete an die Gäste herzliche Worte zur Begrüßung und eröffnete den Abend. „Gleich zu Beginn haben wir uns in einer Schweigeminute an alle Sportfreunde erinnert, die nicht mehr unter uns weilen“, berichtet Hans Friedemann, „wir werden an sie stets in Ehren gedenken.“

In den Gesprächsrunden gab es anschließend wie immer viel privates und sportliches zu erzählen, wobei der sportliche Aspekt natürlich im Mittelpunkt dieser Feier stand.

Ein besonderer Gast aus Chemnitz war der Ex-Europameister Stefan Förster. Er war an diesem Abend ein begehrter Gesprächspartner. Stefan Förster ist einer der erfolgreichsten Boxsportler der ehemaligen DDR: Langjähriges Nationalmannschaftsmitglied, zweifacher Europameister, WM-Bronze in Belgrad, Olympiateilnehmer 1972 in München und 1976 in Montreal. Nach der Wende war er Trainer im Profi-Boxstall Sauerland.

Mit Jörg Gittner aus Pößneck. war ein weiterer sympathischer Boxathlet nach Zeulenroda gekommen. „Der Junioren-Weltmeister war ein Großer des Boxsportes mit vielen nationalen und internationalen Erfolgen in der ehemaligen DDR und BRD“, weiß Hans Friedemann. Gittner war Mitglied der Nationalmannschaft, 1987 Intercup-Sieger und absolvierte zahlreiche Kämpfe bei Turnieren und Vergleichskämpfen in Italien, Polen, Ungarn, Dänemark und Finnland. Größter Erfolg war der Junioren-Weltmeistertitel 1985 im nordkoreanischen Nambo. Zudem gewann der Pößnecker 1982 die DDR-Meisterschaft und wurde 1983 und 1984 Vizemeister. Nach der Wende ging Jörg Gittner in den Westen und boxte bis 1994 für „Ring frei“ Mühlheim in der Bundesliga. Danach wurde er Profi bei der Dinslakener Box-Promotion. Der heute 49-Jährige bestritt als Amateur und Profi 200 Kämpfe, von denen er 153 gewann.

Ein weiterer Gast des 20. Zeulenrodaer Boxertreffens war Peter Lederer vom ehemaligen Boxclub SC Karl-Marx-Stadt. Der Bronze-Medaillengewinner bei DDR-Meisterschaften und ehemalige Olympiakader war zu seiner aktiven Zeit ein gefürchteter Gegner.

„Auch Boxasse aus Zeulenroda wie Gerhard Schäfer, Gerhard Eistel, Joachim Kapp, Heinz Zeidler, Jochen Fischer, Armin Stojanek, Siggi Sanslinski und Joachim Rosenmüller – um nur einige zu nennen, die Boxgeschichte in Zeulenroda geschrieben – hatten waren unter den Gästen“, zählt Hans Friedemann einige Teilnehmer auf. Nach den Gruppenfoto ging es zum gemütlichen Teil der Veranstaltung über. Zur Überraschung gab es Freibier und ein delikates Schlachtschüsselessen, welches für Stimmung sorgte.

„Alle Teilnehmer waren am Ende des 20. Boxertreffen zufrieden“, so der Organisator, der dem Gaststättenteam um Elvira Wenig herzlich dankt. „Sie haben mit viel Umsicht und Engagement zum Gelingen des Abends beigetragen. Für das 21. Boxertreffen steht schon fest und gilt folgender Slogan: „Im nächsten Jahr, am gleichen Ort, zur gleichen Zeit, sehen wir uns wieder.“
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