Zehnter Sieg in Folge: Greizer Ringer fegen Pausa/Plauen von der Matte

Brian Tewes rollt Werner Schellenbergund gewinnt nach Punkten.
 
Sven Cammin schlägt Nils Buschner durch Schultersieg.
Greiz: Sporthalle an der Eisbahn |

Auch im Vogtlandderby gegen die Wettkampfgemeinschaft Pausa/Plauen lassen die Greizer Ringer nichts anbrennen und fegen die Gäste aus dem sächsischen Vogtland mit 24:4 von der Matte.

Damit bleiben die Greizer in der 2. Ringer-Bundesliga im zehnten Kampf in Folge ungeschlagen!

Die einzelnen Kämpfe der Begegnung RSV Rotation Greiz - WKG Pausa/Plauen:
57 kg/G-r: Sven Cammin - Nils Buschner 4:0 (SS)
61 kg/F: Vladimir Codreanu - Adam Slowinski 4:0 (TÜ)
66 kg/G-r: Brian Tewes - Werner Schellenberg 2:0 (PS)
66 kg/F: Vladimir Gotisan - Moses Stoppira 4:0 (SS)
75 kg/G-r: Toni Stade - Karel Hanak 0:2 (PS)
75 kg/F: Daniel Sartakov - Eryk Maj 3:0 (PS)
86 kg/G-r: Thomas Leffler - Maximilian Schwabe 0:2 (PS)
86 kg/F: Adam Sobieraji - Zalik Sultanov 2:0 (PS)
98 kg/G-r: Lukasz Konera - Felix Kästner 2:0 (PS)
130 kg/F: Sebastian Jezierzanski - Dawid Peplowski 3:0 (PS)

SS - Schultersieg; TÜ - Technische Überlegenheit; PS - Punktsieg

Hier der Kampfbericht von Erhard Schmelzer:

Sven Cammin (57 kg/greco), selbstbewusst nach sieben Siegen in Folge, wurde seiner Favoritenrolle gegen den A-Jugendlichen Nils Buschner, immerhin Vierter der Deutschen Meisterschaft, gerecht. Nach gut einer Minute kam es beim Stande von 14:2 zum Schultersieg für den Greizer (Gesamtstand: 4:0).
Die Angabe der Gewichtsklasse beim Duell zweier polnischer Auswahlringer täuschte. Sowohl Sebastian Jezierzanski (130 kg/frei) als auch der U 23-Meister und Achte der EM, Dawid Peplowski, hätten mit etwas Abtrainieren auch zwei Gewichtsklassen tiefer kämpfen können. Der Greizer, der wegen eines Trainingslagers seines Nationalteams im russischen Machatschkala acht Wochen pausierte, führte nach 45 Sekunden bereits 6:0. Mit blitzschnellen Beinangriffen über die ganze Matte, baute er seinen Vorsprung auf 9:0 aus. Trotz starkem Bemühens gelang dem Gästeringer keine Resultatsverbesserung (7:0).
Wie im Vorjahr trafen Vladimir Codreanu (61 kg/frei) und der polnische Meister 2014, Adam Slowinski, aufeinander. Wieder dominierte der Moldawier, der sich mit Beinangriffen und am Boden mit Aufreißern und Rollen schon in der vierten Minute einen 16:1-Sieg sicherte (11:0).
Lukasz Konera (98 kg/greco) traf auf den acht Kilogramm leichteren Felix Kästner. Trotz seines Gewichtsrückstandes kämpfte der Junior, der in Pausa das Ringen erlernte, zum fünften Mal im Rückrundenteam. Er musste zwar gegen den polnischen Meisterschaftsdritten die vierte Niederlage einstecken, doch diese war beim 3:0 wiederum sehr knapp (13:0).
Brian Tewes (66 kg/greco) ging gegen Werner Schellenberg 4:0 in Führung, doch der Plauener („Mir fehlt das spezielle Mattentraining“) verkürzte geschickt. Durch den Greizer 5:2-Sieg ging es mit einem unerwarteten Mannschaftsergebnis von 15:0 in die Pause.
Der in den letzten Wochen sehr erfolgreiche Dagestaner Zalik Sultanov fand in Adam Sobieraj (86 kg/frei) seinen Meister. Immer wieder entzog sich der Pole mit bewundernswertem Geschick den Angriffen des Gegners um dann mit blitzschnellen Angriffen wie aus dem Lehrbuch selbst zu punkten. Er siegte 5:1 (17:0).
Gegen Vladimir Gotisan (66 kg/frei) haben es auch internationale Spitzenringer schwer. Der Griechisch-Römisch-Spezialist aus Weißwasser, Moses Stoppira, war völlig überfordert und hätte sich nicht beschweren können, hätte der Stendaler Kampfrichter Christoph Krumrey bereits nach acht Sekunden auf Schultersieg entschieden. Nach 27 Sekunden war aber dann alles entschieden (21:0).
Thomas Leffler (86 kg/greco) hatte den stärksten Widersacher erwischt. Der Syrauer Maximilian Schwabe, Vizemeister im 71kg-Limit, erkämpfte beim Team Europacup in Moskau Siege gegen die Auswahlringer aus der Ukraine und der Türkei und musste nur eine Niederlage gegen Russland einstecken. Der Greizer hielt gut mit, wurde aber im angeordneten Bodenkampf gerollt, und gab eine weitere Wertung nach Verwarnung ab. Hatte bisher der Greizer Fanclub die akustische Hoheit, wurde der 3:0-Sieg von den zahlreichen mitgereisten Gästefans enthusiastisch gefeiert (21:2).
Der ehemalige tschechische Auswahlringer Karel Hanack spielte in der zweiten Minute gegen Toni Stade (75 kg/greco) seine Stärken im Bodenkampf aus und ging 4:0 in Führung, bei der es bis zum Abpfiff blieb.
Die Gäste hofften auf den dritten Sieg, als ihr polnischer U 23-Vizemeister Eryk Maj Daniel Sartakov (75 kg/frei) herausforderte. Doch der Greizer stellte Sekunden vor dem Abpfiff den 9:0-Sieg sicher. Höhepunkt war die fünfte Minute, als sich der Greizer von einem Beinangriff des Polen befreite und mit einem Achselwurf sofort vier Punkte einfuhr. Es spricht für die charakterlichen Stärken des gerade dem Juniorenalter Entwachsenen, dass er, als Lobeshymnen auf ihn einprasselten, als erstes davon sprach, dass sein Widerpart eine Klasse aufgerückt war.
Die Greizer Fans feierten begeistert den 24:4-„Derbysieg“, aber auch die Gästeanhänger hatten einen interessanten Kampf in vorbildlich fairer Atmosphäre und erstmals auch in ansprechender Umgebung erlebt.
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