Apfelpapst war heiß begehrt - Der Schönbacher Erntetisch war reich gedeckt

Greiz: Schönbach | Wer kennt schon noch die ganz alten Apfelsorten oder auch die aus dem eigenen Garten? Wie heißen sie, was zeichnet sie aus? Wie können sie veredelt und beschnitten werden? Auf all die Fragen konnte Hobbypomologe Horst Prager aus Wernsdorf, Berga, am Sonntagnachmittag zum Erntedankfest der Cossengrüner, Cunsdorfer und Schönbacher Vereine im Pfarrhof Schönbach kompetent antworten. Er war ein gefragter Mann an seinem Stand, wo er zahlreiche Äpfel mit Name und Hausnummer präsentierte. Die Besucher konnten selbst suchen und erkennen oder den fachmännischen Rat Pragers einholen. Es gab viele Anfragen, intensiver Gespräche, reges Interesse, der Stand war bis zum Ende dicht umringt. Viele hatten zur Bestimmung ihre Äpfel mitgebracht. Nach der äußeren Besichtigung folgte auch oft noch die innere, indem der Apfel aufgeschnitten und Farbe und Geruch des Fruchtfleisches untersucht wurde. „Mein Mann macht das schon seit Jahren. Sein Vater hat das auch schon gemacht. Er hat sich viel Wissen angeeignet und sich sachkundig gemacht in Büchern, im Internet, hat Lehrgänge mit Abschlüssen besucht. Er ist viel beschäftigt und immer auf Märkten, Festen, in Kitas unterwegs“, weiß seine ihm begleitende Ehefrau Renate zu berichten. Der Rentner, der früher in der Landwirtschaft im Feldbau tätig war, gibt sein Wissen und Können auch an Schüler weiter und hält Seminare über die Veredelung von Apfelbäumen und dem Baumschnitt. Gemeinsam mit Schülern legte er eine Streuobstwiese mit 20 Obstbäumen an. In seinem Garten hat er einen 25 Jahre alten Baum mit sage und schreibe 122 alten Apfelsorten. Sein Engagement für seltene Apfelsorten wurde bereits mit dem Umweltpreis des Landkreises Greiz geehrt.
Neben dem Apfelpapst waren noch weitere bunte Herbst- und Ernteangebote, wie Stockbrotbacken und Sackhüpfen für Kinder, der Besuch des Apfelstübchens, der Scheune mit Filmvorführung und des Kirchturmes sowie Marktstände mit Leckereien aus heimischem Obst und Gemüse, Kindersachen und natürlich köstlicher hausbackener Kuchen. Eingeleitet wurde dieses Erntedankfest der Vereine durch den Erntedankgottesdienst in der Schönbacher Kirche. Pfarrer Gunnar Peukert führte aus, dass das Danken sowohl eine Lebenseinstellung als auch eine Lebensaufgabe ist. Seine in Bildern übermittelte Geschichte „Der kleine rote Faden“ beinhaltete, dass manchmal das, was ich gebe unbedeutend und nutzlos erscheint, und doch für den anderen kostbar und ein echter Schatz ist. Abschließender Höhepunkt dieses Gottesdienstes war der gemeinsame Auftritt des Schönbacher Singkreises und der Cossengrüner Freizeitsänger mit dem wunderschönen Herbstlied „Bunt sind schon die Wälder“. Die Erntegaben vor dem festlich geschmückten Altar und die Geldspenden gehen an den Diakonieverein Carolinenfeld e.V. in Greiz-Obergrochlitz.
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