Bernsgrüner Landfrauen auf Kneipentour durch Pausa - Landfrauen vergeben Note 1 an Lehrerin

Zeulenroda-Triebes: Bernsgrün | Auf eine Reise in die Vergangenheit nahm Ingrid Steppan am Mittwochnachmittag des 7. Oktober die Bernsgrüner Landfrauen mit. In Wort und Bild stellte die an der Oberschule Pausa unterrichtende Lehrerin ehemalige Gaststätten aus Pausa vor. „Die Kneipentour wurde vor drei Jahren zur 750-Jahrfeier von Pausa nach einer von mir gegebenen Idee durch Schüler der jetzigen 10. Klasse erarbeitet. Leider können diese Schüler das heute nicht selbst vorstellen, da sie zurzeit an einem neuen Projekt arbeiten“, berichtet Steppan. So begab sie sich mit den Landfrauen auf die Spuren von 24 historischen Pausaer Gaststätten, die es im letzten Jahrhundert gegeben hat. Die Schüler hatten von 1914 an im Pausaer Archiv nach den Gaststätten gesucht, die jeweiligen Häuser und Besitzer zugeordnet und für jede Gaststätte eine Mappe angelegt. „Von der Gaststätte „Gambrinus“ haben wir leider kein einziges Foto gefunden. Es wäre schön, wenn diesbezüglich jemand noch für unsere Unterlagen fündig würde“, wünscht sich Steppan. Viele ältere Bernsgrünerinnen wussten, was es im sächsischen Nachbarstädtchen Pausa früher alles gab. Erinnerungen wurden wach und rege ausgetauscht. Ingrid Steppan vermittelte lustige Geschichten und Begebenheiten, Klatsch und Tratsch über und aus den Gaststätten, sehr zur Freude aller Anwesenden auch in Mundart vorgetragen. Denn „wer früher was erfahren wollte, musste ins Wirtshaus. Die Gaststätten waren ein Treffpunkt, auch um Strom und Feuerung zu sparen“, so die Lehrerin. Die Landfrauen erfuhren, dass alle Pausaer Wirte einen Gastwirtsverein bildeten, in Pausa selbst Bier gebraut und in den Gaststätten verkauft wurde und zur Kirmes als Höhepunkt des Jahres alle Gaststätten offen waren. „Und bei jedem Rundgang, den wir jetzt durch Pausa unternehmen, erfahren wir immer wieder was Neues von den Teilnehmern“, weiß Steppan. Für die Landfrauen waren Ingrid Steppans Ausführungen wissenswert, interessant und amüsant zugleich. Am Ende vergaben sie die Note 1 an die Lehrerin.
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Renate Jung aus Erfurt | 10.10.2015 | 14:27  
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