Engagiertes Züchtertreffen in Hain

Mit 18 Jahren die älteste Rotviehkuh Thüringens, besonders schön gekennzeichnet durch den weißen Stirnfleck
Sichtlich erschrocken waren die soeben eingetroffenen Zuchtfreunde für Rotes Höhenvieh auf dem Hof von Klaus Hofmann in Hain, die nach der Begrüßung gerade beim Frühstück saßen, als mit Knall und Rauch der Bauerngeneral Georg Kresse aufkreuzte und auf traditioneller Art und Weise seinen Obolus verlangte und bekam.
Klaus Hofmann konnte zum 1. Züchtertreffen auf seinem Hof Martina Richter vom Landwirtschaftsamt, Rotviehzüchter aus Thüringen und Bayern sowie Zuchtleiter Wolfram Knorr begrüßen.
Seit Anfang der 1990iger Jahre setzen sich mehrere Züchter für den Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten, alten Rasse ein. Gründeten die Interessengemeinschaft Rotes Höhenvieh und seit ihrer ersten Zusammenkunft im thüringischen Partschefeld, trifft man sich regelmäßig zu Zuchtberatung, Herdbuchführung und Zuchtviehhandel.
Die Erhaltung und Förderung der Rasse Rotes Höhenvieh, Anlaufpunkte für Thüringer Züchter, Halter und Interessenten zu schaffen, Erhalt der Vielfalt der Haustierrassen sind einige Ziele der Interessengemeinschaft.
Nach einem interessanten Vortrag von Wolfram Knorr über das Rotvieh, das Mitte der 1980iger Jahre fast gänzlich verschwunden war, es gab nur noch wenige reinrassige Tiere und einige Portionen Sperma des Rotviehbullen Uwe zu DDR-Zeit, konnte der Grundstein für die heutige Züchtung des Rotviehs, welche nun unter dem einheitlichen Namen Rotes Höhenvieh in Deutschland züchterisch geführt und begonnen werden.
Auf der Weide von Züchter Klaus Hofmann wurde den Gästen die älteste Rotviehkuh Thüringens und der beeindruckende Rotviehbulle, der 2006 bei den Grünen Tagen Reservesieger, 2009 Bundesreservesieger und 2010 als Siegerbulle während der Grünen Tage gekrönt wurde.
Das Rote Höhenvieh wird heute zum größten Teil in Mutterkuhhaltung bewirtschaftet, nur wenige Tiere werden gemolken und stehen in Milchkontrolle.
Nach dem ergiebigen Erfahrungsaustausch und der Vorstellung des Flyers über das Rotvieh in Thüringen ging es hinüber nach Kühdorf zum Rostbratwürste essen, verbunden mit dem Besuch des dortigen Bauernmuseum. Mit einer fröhlichen Kahnfahrt auf der Weißen Elster wurde die Rotviehherde Züchter Voigt in Augenschein genommen.
Mit einem abschließenden Aufenthalt bei Kaffee und Kuchen in der gaststätte „Elsterblick“ ging der Züchtertag zu Ende.
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