Erlebnis Pedelec und E-Bike Test mit Rückblick - Tag der offenen Tür bei ExtraEnergy e.V.

Die 9,25 km lange Alltagsstrecke mit Steigung, Gefälle und Ortsdurchfahrt ist Teil der derzeit weltweit einzigen Referenzstrecke für Pedelec- und E-Bike Tests von ExtraEnergy e.V. Foto: Sandra Winkler (www.ExtraEnergy.org)
 
Die Stadtstrecke ist insgesamt 1,3 km lang. Hier wurden Haltepunkte festgelegt, die Stop- and Go simulieren. Foto: Sandra Winkler (www.ExtraEnergy.org)
Tanna: ExtraEnergy e.V. | Geführte Testfahrten auf der derzeit weltweit einzigen Referenzstrecke für Pedelecs und E-Bikes, Museumsführungen sowie Pedelec Probefahrten rund um das ExtraEnergy Hauptquartier in Tanna bot der Verein am 20. Oktober 2012. Rund 100 Besucher kamen und ließen sich von der Fülle an Erlebnis und Information rund um Pedelecs und E-Bikes begeistern.

Kurz vor Beginn des Herbsttests 2012 konnten die Besucher am Tag der offenen Tür bei ExtraEnergy e.V. erleben, wie es ist, als Testfahrer den Alltags-Teil der ExtraEnergy Teststrecke abzufahren. Die Teststrecke des Fahrtests besteht aus einem 5,25 km langen Tour-Teil und einem 9,25 km langen Alltags-Teil mit Steigung, Gefälle und Ortsdurchfahrt. Egal ob das Fahren auf der Bergstrecke mit durchschnittlich 5 % Steigung, die Stadtstrecke mit Haltepunkten, die Stop and Gos simulieren oder die Anfahrt am Berg mit 12 % bis 15 % Steigung. Die Erlebnis beeindruckte nachhaltig. Besucher Steffen Rose, GF emtas GmbH, schlussfolgert: "Für mich war es neu, wie sich das Pedelec fahren real anfühlt. Falls ich mir mal ein Pedelec kaufen sollte weiß ich jetzt auch, dass ich vorher mehr als nur eine kleine Runde damit fahren sollte."

Rückblick und Zukunft der E-Mobilität
Rund 700 Exponate geben im weltweit ältesten Museum für Leicht-Elektro-Fahrzeuge (LEVs) in Tanna die Geschichte der E-Mobilität wieder. Bestückt wurde das Museum nach und nach von Hannes Neupert (1. Vors. ExtraEnergy e.V.), der den Verein vor 20 Jahren gründete.

Ausstellungsstücke aus den 70er Jahren, vom Elektro-Auto über Elektro-Roller bis Elektro-Fahrrad zeugen von der Innovationskraft in Zeiten der Ölkrise.

Die Exponate Hercules Electra, Diamant
Cityblitz und Schachner Solar Bike repräsentieren den Weltmarkt verfügbarer Elektrofahrräder von 1992.

Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. „Allein 2011 wurden weltweit rund 33 Millionen Elektrofahrräder verkauft“, unterstreicht Hannes Neupert die Marktrelevanz des Pedelecs. „Für 2050 erwarte ich, dass rund 250 Millionen Pedelecs jährlich neu hergestellt und weltweit zur Anwendung kommen werden.“

Der boomende Markt birgt jedoch Infrastruktur- und Sicherheitsprobleme. Batterien können überhitzen und zu brennen anfangen, wenn sie mit einem falschen Ladegerät verbunden werden. 2002 startete das EnergyBus Projekt mit der Entwicklung eines Standards, mit dem alle Informationen übermittelt werden können, die in LEVs typischerweise anfallen. Z.B. ob eine neue Komponente mit dem System kompatibel ist oder nicht. Der EnergyBus Standard ist bereits auf dem Weg, IEC (International Electrotechnical Commission) Standard und damit international verbindlich zu werden. So soll zukünftig eine öffentliche Infrastruktur ermöglicht werden, mit der man jedes Fahrzeug an jeder Säule laden kann.

Eine der ersten Fahrradabstellanlagen mit EnergyBus Schnittstelle konnten die Besucher des Tages der offenen Tür bereits im LEV Museum in Tanna besichtigen. Weitere stehen der Öffentlichkeit seit 2012 in der Testregion Tegernsee, Schliersee und Achensee zur Verfügung. Ab 2014 soll ein weiteres Projekt verfügbar sein. Das LadeSchlossKabel, das auf dem EnergyBus Steckverbinder und seiner Kommunikationsschnittstelle basiert.


Text: Angela Budde, Redaktion ExtraEnergy e.V.

ExtraEnergy e.V. | Koskauer Str. 100 | 07922 Tanna | Germany
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