Fanfaren zur Hochzeit: Beim Kunigundenfest hat es gefunkt, jetzt wurde geheiratet!

Der Hochzeitskuss - zu den Fanfarenklängen des 1. TFZ sowie Bläsern aus Gera und Ichtershausen, die für Kristina und Marco Tischendorf aufspielen. (Foto: Senkowski)
Kristina und Marco sind seit über zwei Jahrzehnten im 1. Triebeser Fanfarenzug (1. TFZ) aktiv. Nachdem sie sich 15 Jahre nicht beachtet haben, als Jugendliche gingen sie sich sogar eher aus dem Weg, hat es vor fünf Jahren zwischen den beiden gefunkt. Und zwar so gewaltig, dass sie inzwischen zwei Kinder haben und nun in den Hafen der Ehe geschippert sind. Das natürlich mit Pauken und Fanfarenklängen!

Marco Tischendorf kam im September 1988 als Neunjähriger zu den Triebeser Fanfarenbläsern. Moritz, wie er von allen nur genannt wird (die meisten im Verein, selbst Kristina, wussten lange nicht, dass er Marco heißt) entwickelte sich zu einem der aktivsten Vereinsmitglieder. „Von 2004 bis 2006 hat er die meisten Arbeitsstunden am Vereinshaus geleistet“, weiß der Vorsitzende des 1. TFZ, Andreas Senkowski. Da hat man keine Zeit für schöne Frauen! Auch nicht für Kristina, die damals noch Gorke hieß und seit April 1992 beim 1. TFZ dabei ist.

Doch als der Fanfarenzug 2007 zum jährlichen Kunigundenfest in Lauf bei Nürnberg spielte, sprang der Funke zwischen Kristina und Marco über. Gleich im Jahr darauf kam ihr Töchterchen Djulistana zur Welt und 2010 wurde Stammhalter Lenny geboren. Klar, dass nun der Bund der Ehe die logische Folge der Entwicklung war. Moritz und Kristina haben sich in diesem Monat das Ja-Wort gegeben.

„Ihre Eheschließung mit einigen Überraschungen zu begleiten, stand für uns außer Frage“, so Senkowski, „schließlich sind die beiden langjährige Vereinsmitglieder und auch in der Vereinsleitung aktiv!“ Acht Meter hohe Hochzeitsbäume, die größten der Vereinsgeschichte und natürlich beleuchtet, hat der 1. TFZ für „sein“ Brautpaar aufgestellt. Auch die musikalische Begleitung am Polterabend und zur Trauung vor dem Kreuzgewölbe in Langenwolschendorf waren „hochzeitsbegleitende Aktionen, die zwar toll, aber noch nicht die eigentliche Überraschung waren“, berichtet der Vereinschef. Überrascht war die Braut erst, als ihr Andreas Senkowski nach der Trauung in Langenwolschendorf den Stab in die Hand drückte. Kristina wusste nicht, was auf sie zukam. Denn als die Bläser auf ihr Zeichen hin nicht zum Blasen ansetzten, dachte sie, sie hätte etwas falsch gemacht. Doch plötzlich erklangen Fanfarenklänge aus einer ganz anderen Richtung und Mitglieder der befreundeten Fanfarenzüge Gera und Ichtershausen marschierten gemeinsam auf! Schließlich musste das Brautpaar noch ein Solo spielen, in das alle Spielleute gemeinsam mit einstimmten. So viel gemeinsame Musik kann doch nur ein gutes Zeichen für eine lange und glückliche Ehe sein!
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige