Feuerwehr-Schalmeienkapelle Bernsgrün klingt gut seit 1923 - Teil 1

  Drei Tage Ausnahmezustand in Bernsgrün
Bernsgrün feierte ihre „Helden“ – 90 Jahre Feuerwehr-Schalmeienkapelle

„Hoch soll´n sie leben“, „Happy Birthday“, „Oh wie ist das schön“, „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ – immer wieder sangen dies die fast 1000 begeisterten Zuhörer aus nah und fern am Samstagabend im rappelvollen Festzelt auf dem Bernsgrüner Sportplatzgelände. Das Fest zum 90-jährigen Jubiläum der Feuerwehr-Schalmeienkapelle Bernsgrün erlebte mit einem knapp sechsstündigen gigantischen Schalmeienmusikspektakel ihren absoluten Höhepunkt. Es war der blanke Wahnsinn. Die Liebhaber und Fans der Schalmeienmusik feierten die Bernsgrüner Geburtstagskinder um ihren musikalischen Leiter Matthias Dübler und ihre eingeladenen Schalmeienkapellen stürmisch und euphorisch zugleich. Als Gratulanten waren der Schalmeienmusikzug Auma, die Schalmeienkapelle (SMK) Kleinreinsdorf, die Schalmeienmusikanten 1929 Neugernsdorf, die SMK Thierbach und der 1. Vogtländische Schalmeienzug Auerbach angereist. Alle Musiker verbinden die Leidenschaft und das Herzblut, die Liebe, die Gemeinschaft, der Zusammenhalt, der Spaß und die Freude am gemeinsamen Musizieren bei ihrem zeitintensiven Hobby. Gratulationsständchen, absolute Stimmungshits, Popmusik vom Feinsten und Rock´n Roll wurde stimmgewaltig und brillant präsentiert. Die sächsischen Nachbarn aus Thierbach hatten außerdem für die Bernsgrüner die Thüringenhymne, das Rennsteiglied, im musikalischen Gepäck mitgebracht. Alle Kapellen zeigten ihr Können, Talent, gaben ihr Bestes, brachten das Festzelt zum Beben und erhielten dafür verdientermaßen viel Beifall und immer wieder Zugaberufe. Ein Höhepunkt folgte dem nächsten, souverän moderiert vom Bernsgrüner Tino Hempel, dem Trainer der Greizer Ringermannschaft, der das Festzelt einmal mehr in eine Kulturarena umwandelte und die Bernsgrüner Schalmeien als Helden und älteste und maskulinste Kapelle lobte. Klaus Röhler, 1. Vorstand des Bernsgrüner Musikkörpers, und Rudolf Söllner wurden als Dienstälteste mit 55 bzw. 50 Jahren aktiver, vorbildlicher Vereinszugehörigkeit geehrt. Sie wurden mittels Urkunde zu Ehrenmitgliedern der SMK Bernsgrün. Friedbert Müller, dem langjährigen musikalischen Leiter und Manager der Kapelle, und seinem Vater Siegmar Müller, der die Proberäume bisher bereitstellte, wurde gedankt sowie der FFw Bernsgrün für die jahrelange Unterstützung. Dank galt auch den Kindern der evangelischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ Bernsgrün, die zur Ausgestaltung der Festzeltdecke große Notenschlüssel und Noten bastelten. Und nicht zu vergessen sind die unermüdlichen Organisatoren, Helfer, Gönner und Sponsoren, ohne die diese Veranstaltung undenkbar gewesen wäre. Und selbst für die Kapellenmitglieder war es ein Kraftakt, war es Schwerstarbeit, was sie geleistet und auf die Beine gestellt haben. Dies würdigte auch der in Vertretung des Bürgermeisters Dieter Weinlich anwesende Beigeordnete Nils Hammerschmidt, der solche Ortsteile besonders gerne hat, die so engagierte Vereine haben wie in Bernsgrün die Feuerwehr-Schalmeienkapelle. Und weil die Bernsgrüner SMK die einzigste Kapelle ist, die ohne weibliche Unterstützung auftritt, luden sie zum Abschluss neun rassige Mädchen vom Pausaer Faschingsballett ein, die mit einem „Halleluja“-Auftritt überraschten. Auch dem um Mitternacht 30 Jahre jung gewordenen Kapellenmitglied Frank Hallmann wurde noch zum Geburtstag gratuliert. Das große Finale aller Kapellen auf der Bühne war überwältigend und großartig. Wer noch weiter feiern und sein Tanzbein schwingen wollte, konnte das abschließend zur Disko mit DJ Red Face tun.
Bereits am Freitagabend gab es im Bernsgrüner Festzelt mit der Rock´n Roll-Band „Firebirds“ ein musikalisches Highlight, das über 500 Tanzlustige ausgiebig genossen. Zum Familiennachmittag am Samstag kamen die Kinder auf den Hüpfburgen, den Fahrten mit dem Feuerwehrauto, dem Karussell, den Schaustellerbetrieben und der Schalmeienschnupperstunde voll auf ihre Kosten. Sehenswert waren die alten Fahrräder, Mopeds, Motorräder und ein Auto von anno dazumal vom SR2-Klub Bernsgrün. Zur Geschichte der Schalmeien früher und heute informierte eine Ausstellung, und zu Kaffee und hausbackenen Kuchen spielten wie gewohnt die Bernsgrüner Schalmeien, die mittlerweile 140 Lieder zu ihren Musikreservoir zählt, traditionsreich auf. Und auch am Sonntag früh zum Sternenmarsch durch den Ort war mit den SMK aus Langenwetzendorf, Hirschberg und Gastgeber Bernsgrün Schalmeienfeeling angesagt, was wiederum viele Zuschauer verfolgten. Stimmungsvoll beendeten im Festzelt die drei Kapellen und die Original Rosenbachtaler Blasmusikanten den zünftigen Frühschoppen. Drei unvergessliche Tage gingen zu Ende bis es heißt auf Wiedersehen in hoffentlich
10 Jahren zum 100. Geburtstag der Feuerwehr-Schalmeienkapelle Bernsgrün.
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