Feuerwehr Waltersdorf begeht Jubiläum

Wehrleiter Sven Wiedemann zur Begrüßung
 
Befreundete Kameraden anderer Wehren kamen zum Fest
Greiz - Kleinreinsdorf.
Spannung und Spaß zum Kleinreinsdorfer Feuerwehrfest
Bei schönstem Wetter veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr gemeinsam mit dem Feuerwehrverein das 80-jährige Bestehen der FFW in Kleinreinsdorf. Wehrleiter Sven Wiedemann konnte zum Auftakt auch viele Besucher aus den umliegenden Ortschaften begrüßen, darunter Kameraden befreundeter Wehren. In seiner Festrede ging der Wehrleiter auf die Entwicklung der Ortsfeuerwehr ein. Gegründet wurde die Wehr am 11. Juli 1934, damals standen 28 Männer zum uneigennützigen Dienst bereit. Zuvor war die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr wegen zu geringer Anzahl von männlichen Einwohnern nicht möglich, das geht aus einer Aufzeichnung von 1883 hervor. Ausgerüstet mit einer Handdruckspritze mit Anhänger und einem Traktor waren die Anfänge sehr bescheiden. Zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses kam es 1954. Ein bis zwei Einsätze im Jahr waren die Regel, meist zu Bränden und Hochwassereinsätzen. Mit der Anschaffung eines Fort Taunus, Baujahr 1963 erlangte die Wehr eine Modernisierung. Von der Firma Astil, heute Unifrax wurde 1992 von deren Werksfeuerwehr ein B1000 und drei dazugehörige Kameraden übernommen. Zur Bildung einer Jugendwehr kam es 1998. Mit dem Bau eines neuen Gerätehauses wurde 1999 begonnen und die Einweihung erfolgte ein Jahr später. Mit einem neuen Löschfahrzeug TSfW mit 750 l Wasser an Bord und zeitgemäßen Zubehör erhöhte sich ab 2010 die Einsatzbereitschaft zu Bränden, Hochwassereinsätzen, Verkehrsunfällen, Bindung von Ölspuren, Sturmschäden und Nottüröffnungen. Die Wehr verfügt heute über 24 aktive Kameraden, darunter eine Frau. Die Jugendfeuerwehr zählt sieben Mitglieder und sechs Kameraden in der Ehren- und Altersabteilung. „Willkommen sind stets neue Kameraden, die gemeinsam mit uns den aufopferungsvollen Dienst aufnehmen möchten“ sagte zum Ende seiner Ansprache der Wehrleiter und lud alle Interessierten zum Schnuppern ein.
Auf dem Gelände rings um das Feuerwehrgerätehaus drängten sich inzwischen die Teilnehmer zum Bobbycarrennen, um sich in die Startlisten der Altersgruppen und Streckenlängen einzutragen. Mit Startnummer versehen gingen auch Johanna Brummer und Ferdinand Pöhler ins Rennen „wir nehmen bereits zum zweiten mal beim Bobbycars teil, wir rechnen uns gute Chancen aus“. Ausgetragen wurden die Rennläufe auf einer Distanz von 100, 400 und 800 Metern, mit einer Altersbegrenzung bis 9 Jahre, ab 10 Jahre und ab14 Jahre auf handelsüblichen Bobbycars. Mit Ausnahme der Altersgruppe ab 14 Jahren, da können die Bobbycars umgebaut werden. Dazu gehören u.a, neue Achsen mit Leichtlaufrädern und versteifter Lenkung. Die Jury überprüfte die Sicherheitsbestimmungen entlang der Rennstrecke, warf ein Auge bei den Jungen und Mädchen auf festes Schuhwerk und Helmpflicht. Nachdem sich die kleinen Rennfahrer zum ersten Lauf am Start eingefunden hatten, begannen spannende Einzelzeitfahrten mit zwei Wertungsläufen, begleitet von Anfeuerungsrufen der begeisterten Zuschauermenge unter denen die Bürgermeisterin der Großgemeinde Mohlsdorf/Teichwolframsdorf Petra Pampel zu finden war. Auf der 100m Strecke bis 5 Jahre belegte den1. Platz Nuklas Hilbert in 23,0 s, den 2. Platz Adrian Wellner zeitgleich mit Anna Zobler in 25,0 s, den 3. Platz sicherte sich Valentina Hartel in 25,5 s.
Die 100m Strecke 6-9 Jahre fuhr zum Sieg Jannik Sparbrod in 21,0 s, gefolgt von Luca Hoffmann 21,5 s und Sandro Löffler in 22,0 s auf Platz 3.
Die 400m Strecke ab 10 Jahre gewann Moritz Hartel in 53,5 s, auf den 2. Platz fuhr Leon Funke in 1 min 13,5 s. Spaß hatten alle Teilnehmer auf der abschüssigen Ortsstraße, Urkunde und Medaille waren der Lohn fürs Mitmachen.
Über die 800m Strecke kam Christian Hilbert in 58,0 s als schnellster ins Ziel. 2. Platz für Marco Salzbrenner 1 min 03,0 s, mit 1 min 04,0 s belegte Tobias Oertel den 3. Platz.
Mit Fackelzug und Schalmeienmusik wurde der Abendbetrieb am Feuerwehrhaus eingeleitet. Mit Spannung wurde das einstudierte Showprogramm der Kameraden erwartet. Höhepunkt war am späten Abend die Ersteigerung eines Spanferkels, dessen Gewicht geschätzt werden musste. Ganz nah dran lag Thomas Feyand, der das Ferkelgewicht von 20,130 kg mit 20,126 kg am genauestens geschätzt hatte und somit zum Gewinner gekrönt wurde. Für Speisen und Getränke war bestens gesorgt, die Streckensicherung zum Rennen hatten die Kameraden der Ortswehr übernommen.
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 11.09.2014 | 06:45  
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