Förderverein mit Bürgermeister zum Rundgang

Am Haus Nr. 2 beginnt der Rundgang
 
Der Aufstieg zum Oberen Schloss . . .
Zu einem Informationsbesuch traf sich der Förderverein Oberes Schloss mit dem Greizer Bürgermeister Gerd Grüner, um sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und Ausgrabungen auf dem Schlossgelände ein Bild zu verschaffen.
Der Rundgang begann am Haus Nr. 2, das nach gründlicher Sanierung bauseitig übergeben wurde. Die offizielle Übergabe versprach der Rathaus-Chef findet etwas später statt. Gegenwärtig bewältigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit einem enormen Kraftakt den Umzug des Regionalarchivs in die Räumlichkeiten im Haus Nr. 2.
In Transportbehälter verpackt, werden die historischen Überlieferungen per Transporter zum Oberen Schloss gefahren, dort zum Teil mit Muskelkraft bis in die zweite Ebene geschafft. Sämtliche Transportkartons sind gekennzeichnet, der Inhalt muss korrekt wieder in die großen Regale einsortiert werden.
Wenn alles fertig eingeräumt ist, können interessierte Besucher Einsicht in Unterlagen im Leseraum iin der ersten Etage nehmen.
"Dort wo noch leere Flächen sind, werden überall noch Regale aufgestellt" denn es kommen noch die Unterlagen vom Liegenschaftsamt hinzu und weitere, informierte Gerd Grüner die Anwesenden.
Im Erdgeschoss entsteht ein Schauarchiv, mit Einblick vom geplanten Cafe einsehbar, als besonderes Higlight. Die Fußböden werden mit Holzpflaster versehen. Leider ist der Pächter für das Cafe abgesprungen, die Stadt sucht hierfür qualifizierte Fachkräfte, die das Cafe mit Terasse unter der Zenta-Eiche bewirtschaften.
Mit der Einlagerung zig Tonnen an historischen Papier, war es unabdingbar, die Statik des Hauses zu verstärken, dazu wurden 105 Tonnen Stahl verbaut, informierte Architekt Jürgen Jahn.
Die Außenansicht wurde nach alten Unterlagen restauriert. Das Gebäude wurde 1745 erbaut.
Das Haus Nr. 6 mit sanierter Freitreppe und einem Übergang (Rundbogen) als früherer Fluchtweg zum Turmgarten und sicherlich auch als normaler Zugang genutzt. Die Außenfassade zum Schlosshof und Stadt, wurde farblich gestaltet und hebt sich deutlich von den noch vorhandenen grauen Gebäuden ab. Im Inneren entsteht ein großer Veranstaltungsraum, mit Toiletten und weiteren sanierten Räumen. Die Decken der Räume erhielten eine neue Holzbalkenkonstruktion.
Zum Ende der Info-Tour stand eine Besichtigung des Grabungsfeldes im Turmgarten des Oberen Schlosses auf dem Programm, zu dem Bürgermeister Gerd Grüner seine Gäste zu einem Rundgang eingeladen hatte.
Über einen unscheinbaren Seiteneingang neben der Naturbühne im oberen Schlosshof ging der Weg durch das Torhaus Nr. 3 zum Turmgarten. Der gewohnte Zugang ist wegen den Bauarbeiten aus Sicherheitsgründen verschlossen.
Viel Erdaushub wird zum Teil über eine Rutsche zu einem Radlader befördert und abtransportiert. Eine gewisse Menge Erde verbleibt zum verfüllen der Grabungsfelder, die nach eingehender Untersuchung der Archäologen wieder zu geschüttet werden. Mit einer Ausnahme, verriet der Bürgermeister, die freigelegten in Fels gehauene Stufen werden zu gegebener Zeit als Zugang zum Turmgarten genutzt.
Vom Schlosshof wird eine Außentreppe die Besucher bis zur erhöhten Eingangstüre im Turmhaus Nr. 3 bringen, von da aus geht der Weg in das Innere des Gebäudes und man gelangt nochmals über eine Treppe bis zum Fuße der freigelegten Stufen. Auf den Fotos erkennt man die zugemauerte Tür unterhalb und seitlich der Stufen.
Das wird eine tolle Geschichte, wenn diese Etappe der Baumaßnahmen abgeschlossen ist, waren sich die Mitglieder des Fördervereins einig.
Wie aufwendig und schwierig die Sanierungsarbeiten auf dem Oberen Schloss zu bewältigen sind, zeigte der Rathaus-Chef mit Blick auf das Gebälkim angrenzenden Gebäude Turmhaus Nr. 3.
Die angebaute Fachwerkkonstruktion hat sich im Laufe der Jahre um rund 12 bis 13 cm abgesenkt. Der Anbau wurde als Zugang zu den einzelnen Zimmern im Gebäude auf zwei Etagen genutzt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, der sich für die Architekten als schwierig erweisen wird.
Den besonderen Kick hielt sich Gerd Grüner bis zum Ende der Führung auf, einen Blick auf den freigelegten zweiten Brunnen auf dem Oberen Schloss werfen zu können. Für die Öffentlichkeit noch kein Zugang, der Brunnenraum wurde rund zwischen drei bis vier Meter tief ausgeschachtet, es besteht Absturzgefahr.
Zu sehen bekommt man den gemauerten Rand des Brunnens, der gegenwärtig noch fast bis zum Rand verfüllt ist. Sollte der Brunnen freigelegt werden, könnten evtl. noch einige interessante Dinge aus vergangenen Zeiten ans Tageslicht gelangen.
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