Großer Bahnhof im kleinen Dobia - Landfrauen feiern ihr 20-jähriges Jubiläum

  Zeulenroda-Triebes: Dobia | Feste soll man feiern, wie sie fallen, sagt ein altes Sprichwort. Und am Mittwochnachmittag gab es im Landhaus Dobia allen Grund zum Feiern. Der Ortslandfrauenverein des kleinen Ortes im Ortsteil Arnsgrün-Bernsgrün-Pöllwitz der Stadt Zeulenroda-Triebes beging sein 20-jähriges Bestehen. Die Frauen feierten zünftig bei bester Stimmung und Unterhaltung gemeinsam mit ihren Gästen Angelika Geilert, Landes- und Kreisvorsitzende der Landfrauen, Heinz Klügel, 1. Beigeordneter der Landrätin und Bürgermeister Dieter Weinlich. Ein mehrfaches Hoch auf die Dobiaer Landrauen erklang, viele Glückwünsche und Danksagungen wurden ausgesprochen. Ingeburg Schaub, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins, erhielt aus den Händen ihrer Tochter Angelika Geilert vom Land die Urkunde zum 20-Jährigen. Elfriede Lorentz wurde für ihre 20-jährige Vorstandstätigkeit als Kassiererin, die sie mit großer Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit, mit Ideen und persönlichen Engagement ausgeführt hat, mit dem „Thüringer Ehrenamtszertifikat“ geehrt. Renate Fröbisch wurde als neue Landfrau in den Ortsverein aufgenommen. Alle Landfrauen erhielten zum Jubiläum einen Blumengruß mit dem Sticker „20 Jahre Landfrauen Dobia“.
Landfrauenbeauftragte Annerose Thume würdigte in ihrem Rückblick die Arbeit der am 17.11.1994 gegründeten Ortslandfrauengruppe, die gegenwärtig 15 Frauen aus Dobia, Leiningen, Gablau und Eubenberg zählt. Neben Ingeburg Schaub und Elfriede Lorentz, die die Geschicke von Anfang an mit gelenkt und geleitet haben, galt der Dank an die langjährige Vorsitzende Erna Rabe, die in diesem Jahr verstorben ist. In einer Schweigeminute gedachten die Frauen ihrer und weiteren verstorbenen Mitgliedern. „Landfrauen stellen was dar und bringen für den Ort und die Familien etwas. Ihre Veranstaltungen dienen dem Ziel, sich weiter zu bilden, Neues auf kulturellem, sozialem und rechtlichem Gebiet zu lernen, Brauchtum, Tradition und Geselligkeit zu pflegen. Das ist wichtig. So vielseitig das Leben ist, so vielseitig ist auch das Leben unserer Landfrauen“, weiß Thume. Auch Angelika Geilert ist sich sicher, „wo Landfrauen sind, wird für Frauen auf dem Lande viel getan. Unsere Frauen sind breit aufgestellt und mischen sich ein. Sie sind der größte Bildungsträger, der nichts kostet, da alles im Ehrenamt geschieht“. Geilerts besonderer Dank galt dem vorbildlichen Engagement von Annerose Thume, die nicht nur den Kreis-, sondern auch den Landesverband mit 3000 Mitgliedern in 160 thüringenweiten Ortsgruppen mit voranbringt. „Landfrauen sind eine Macht im Dorf. Sie kümmern sich um vieles und können mitgestalten und verändern“, berichtet Heinz Klügel aus Erfahrung. Er lobte in diesem Zusammenhang auch die Stadt Zeulenroda-Triebes, die die kleinen Orte nicht vernachlässigt. Auch Bürgermeister Dieter Weinlich freut sich über den aktiven Beitrag der Dobiaer Landfrauen beim Zusammenhalt und der Mitgestaltung im Ort. „Ein gesundes Vereins- und Dorfleben sind eine Stütze im ländlichen Raum, die aufrechterhalten werden muss“. Dafür soll auch künftig in jeder Ortschaft ein Zentrum erhalten bleiben.
Für das anschließende Kulturprogramm zeichnete Landhauswirtin Kathrin Grünler verantwortlich. Sie stellt nicht nur die liebevoll geschmückten Räumlichkeiten den Landfrauen zur Verfügung, sichert die gastronomische Versorgung bestens ab, sondern unterstützt auch aktiv und mit großer Einsatzbereitschaft die monatlichen Treffen. „Für meine Omis bin ich immer da“ lautet dabei ihre Devise. Und ihre Frauen wissen dies dankbar zu schätzen. An diesem Jubiläumsnachmittag war Alleinunterhalter Willibald Lindner aus Cossengrün zu Gast, der mit Keyboard, Akkordeon und Stimmungsliedern zum Schunkeln und Mitsingen einlud. Die Lachmuskeln aller aufs Äußerste strapazierte die „Frieser Lodenfra“(alias Marlies Hermann). Als Frau mit vielen Gesichtern sorgte sie als Bäuerin, Schülerin und Lady verkleidet für Humor und Gesang, indem sie über Männer, Schule, Fernsehen und Diäten aus dem Nähkästchen sehr zur Freude aller gekonnt plauderte.
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Renate Jung aus Erfurt | 01.12.2014 | 00:57  
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