Historische Fahrzeuge in neuem Glanz

Faszination Oldtimer – „Benzingespräche“ nach der 2. Rallye des OCZ zur Ostthüringer Oldtimermeisterschaft.
 
Clubchef Michael Glock an seinem Porsche 356 C aus dem Jahr 1964.
Zeulenroda-Triebes: OCZ-Club | Der OCZ pflegt das Auto von einst als Kulturgut des 20. Jahrhunderts

Der Oldtimerclub Zeulenroda-Triebes - kurz: OCZ - gehört zu den jüngsten eingetragenen Vereinen unserer Region. Gegründet am 17. Februar 2007 von 21 Oldtimerfreunden, zählt der Club heute mit 40 Mitgliedern fast doppelt so viele Mitstreiter wie zu Beginn. "Sie müssen selbst kein Oldtimer-Fahrzeug haben, um bei uns mitzuwirken", sagt der 1. Vorstand, Michael Glock. Entsprechend der "Eigentumsverhältnisse" sei auch der Mitgliedbeitrag gestaffelt.

Doch selbstverständlich nennen die meisten Clubmitglieder mindestens einen Oldtimer ihr Eigen. Und da werden keine Unterschiede gemacht zwischen Typ oder Herkunft. "Egal ob Motorrad oder Pkw, Traktor, Nutzfahrzeug oder Armeeauto - bei uns sind alle historischen Kraftfahrzeuge aus Ost und West vertreten", betont der Clubchef. Deshalb ist der Fahrzeugbestand des OCZ so vielfältig wie in kaum einem anderen Oldtimerverein. Da gibt es den Fortschritt ZT 300-Traktor aus DDR-Produktion, natürlich den 601er Trabi und den 311er Wartburg genauso wie den Barkas B1000 Krankenwagen und den Opel Olympia-Krankenwagen. Die Aufzählung ließe sich beliebig fortführen und das Spektrum reicht tatsächlich vom IFA F 9 und Framo bis hin zu den Klassikern von BMW, Ford, Mercedes, Porsche und Ferrari. Zum Clubbestand gehören aber auch Exoten wie beispielsweise eine Dampfwalze von Deutz und eine 56er Seagrave Pumper 900B Feuerwehr. Da nimmt sich der Simson Habicht daneben eher bescheiden aus, auch wenn es die "Star-de-luxe"-Ausführung ist. "Diese Vielfalt ist es, die den Reiz unseres Clubs ausmacht", schwärmt Michael Glock. Der OCZ habe sich der Pflege und dem Wiederaufbau der historischen Fahrzeuge verschrieben. Schließlich ist das Auto ein "Kulturgut des 20. Jahrhunderts", das es zu erhalten gilt.

Neben der Oldtimerpflege engagieren sich die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins mindestens genauso beim Ausbau und der Modernisierung ihres Clubgebäudes am Puschkinpark. "Die Halle stand mehrere Jahre leer und war dem Verfall preisgegeben. Der OCZ hat sie vor zwei Jahren gekauft, dazu mussten wir einen Kredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren aufnehmen", informiert der Clubchef. Nach und nach wird das Areal in ein schmuckes Oldtimer-Zentrum umgestaltet. Die Außenanlage ist umgebaut. Auch der Innenausbau geht voran. Erst kürzlich wurde die Halle mit einem neuen Innenanstrich versehen, damit die hier ausgestellten Clubfahrzeuge noch besser zur Geltung kommen. Als nächstes steht die Fußbodenerneuerung an. Danach dürfte die Fahrzeugpräsentation in dem Clubgebäude nahezu ideal sein!

Die ausgestellten Fahrzeuge können Neugierige an jedem ersten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr in Augenschein nehmen. Denn dann ist das "OCZ-Café" geöffnet, in dem Besucher in direktem Sichtbereich der Oldtimer Kaffee und Kuchen genießen können. Hier tagt auch der OCZ-Stammtisch, an jedem ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr. Interessenten sind hier stets willkommen. "Gern nehmen wir neue Oldtimerfreunde in unsere Reihen auf", lädt Michael Glock ein. Und die müssen, wie schon erwähnt, nicht einmal einen eigenen Oldtimer haben.

INFO: Alles weitere zum Oldtimerclub Zeulenroda: www.ocz-online.de
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