„Landlust“ – klein, aber oho - Bünaer Verein zeugt von Heimatliebe und Naturfreude

Zeulenroda-Triebes: Büna | Im kleinen 64 Einwohner zählenden Ort Büna (Ortsteil Arnsgrün, Bernsgrün, Pöllwitz) gibt es seit einem Jahr den Verein „Landlust“, der inzwischen 40 Mitglieder zählt. Der Name „Landlust“, nach Abstimmung aus weiteren Namensvorschlägen gewählt, ist ein Volltreffer. Besser könnte man nicht nur den beschaulichen, idyllisch gelegenen Ort bezeichnen, sondern auch dessen Mitglieder, die sich die Heimatkunde, die Heimatpflege und die Erhaltung des Brauchtums auf die Fahne geschrieben haben. Mit Sandro Morgner, 1. Vorstand, Andreas Flach, 2. Vorstand, und Birgit Kölbel, Kassenwart, steht ein starkes Team an der Vereinsspitze. Ein Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten im ersten Jahr des Bestehens kann sich sehen lassen. Dabei war das Maibaumaufstellen in diesem Jahr für die Bünaer ein besonderes Erlebnis. Im Maibaumwettbewerb der Stadt Zeulenroda-Triebes konnten sie mit 442 Höhenmetern den dritthöchsten Standort nachweisen. Der Baum wird in Büna seit jeher ohne Technik, sondern mit starken Männern und mittels Holzscheren hoch gehievt und in ein tiefes ausgehobenes Erdloch gestellt und mit Holzkeilen festgemacht. Die Kinder schmücken mit Freude die Birke. Auch ist es Brauch, den Maibaum in dem Areal aufzustellen, wo der letzte Grundstücksbesitzerwechsel erfolgte. Wenn es keinen Wechsel gab, findet der Baum seinen Platz auf dem Gemeindegrundstück. Neben den Feierlichkeiten beim Maibaumstellen, dem vereinsinternen Sommerfest, der Kirmes, der Maibaumversteigerung, dem Aufstellen des Lichterbogens zur Adventszeit in Ortsmitte halten die Männer und Frauen auch bei Freud und Leid in der Nachbarschaft fest zusammen. Findet eine Hochzeit statt, wird eine Girlande um die Eingangstür gebunden. Verstirbt ein Nachbar, wird die alte Tradition des Grabaushebens beibehalten. Friedhold Kölbel sorgt für eine fortlaufende Erstellung der Ortschronik, und André Flach und Sebastian Grünitz sponserten den Springbrunnen im Dorfteich und trugen so zur weiteren Verschönerung des Ortsbildes bei. Mittwochsabend geht es für sieben Frauen zum Walking durch die heimatlichen Gefilde in und durch die Fluren von Büna. Zu ihren Veranstaltungen finden sich die Vereinsmitglieder im ehemaligen „Hirtenhaus“ neben der Feuerwehrgarage zusammen. Da es dort allerdings noch keinerlei sanitäre Anlagen gibt, bedarf es noch gemeinsamer Anstrengungen von Stadt und Verein, diesen Zustand zu ändern. Denn die Räumlichkeiten werden vom Verein gebraucht und genutzt. Immerhin sind fast zwei Drittel aller Bünaer aktiv in der „Landlust“ dabei.

Foto: Frauenpower beim abendlichen Walking: von links: Andrea Flach, Heike Waldenberg, Petra Frotscher
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 24.09.2014 | 22:33  
12.760
Renate Jung aus Erfurt | 25.09.2014 | 12:14  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige