Nach 50 Jahren Generationswechsel beim Greizer Fanfarenzug

Deutlich verjüngt rüstet sich der Greizer Fanfarenzug zur Fanfaronade 2015 in Strausberg.
 
v.l. Fabian Buder geehrt für die Nachwuchsarbeit und Enrico Geipel für 40-jährige aktive Mitgliedschaft im Greizer Fanfarenzug.
Greiz - Oberes Schloss.
Der Greizer Fanfarenzug hatte am 13. September gemeinsam mit weiteren zehn Vereinen sein 50. Jubiläum im Schlossgarten mit einem imposanten Musikfest gefeiert. Die Vereins interne Feier fand am vergangenen Samstag in den Fürstensälen auf dem Oberen Schloss statt. Hierzu hatte der Verein kontaktfreudige ehemalige Mitglieder, regionale Sponsoren und Vertreter aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Mit einem Fanfarensignal lenkte Vereinsvorsitzender Michael Lippert die Aufmerksamkeit auf sich und präsentierte in lockerer Folge eine Dia-Show mit viel Hintergrundwissen zur Geschichte und Entwicklung des Greizer Fanfarenzuges mit all seinen Höhen und Tiefen vom Gründungsjahr 1964 bis 2014. Angefangen von den Weltfestspielen 1972 hatte der Greizer Fanfarenzug an allen großen sportlichen Höhepunkten in der damaligen DDR teilgenommen. Bilder von den Sportfesten in Leipzig, den Kinder- und Jugendspartakiaden, einem Videobeitrag vom Deutschen Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig und weiteren Höhepunkten zu dem noch straff im Gleichschritt zum Radetzkymarsch marschiert wurde. „Nach der Wende schieden berufsbedingt Mitglieder aus, übrig blieb eine kleiner Teil an Stammspielern, diese wagten den Neuanfang“ betonte Michael Lippert in seinem Vortrag. Zuerst begeisterten wir all unsere eigenen Kinder zum musizieren, suchten Schulen auf und bildeten dort Übungsgruppen. So gelang es dem Verein durch eine gute Kinder- und Jugendarbeit das heutige Niveau mit vierzig aktiven Mitgliedern zu erreichen. Der Versuch mit Rosenheim 1992 eine Partnerschaft aufzubauen scheiterte. Während die Einladung zur Teilnahme an der jährlichen Saisoneröffnung am 1. Mai 2010 in Potsdam ein voller Erfolg wurde. Mit einer neu einstudierten Choreografie gelang der Sprung weg vom jahrzehntelangen Standard mit klassischen Marschtrommeln. Das wurde bereits auch zum ersten Spielleutetreffen 2007 in Greiz mit ersten Veränderungen der Musikrichtung und Schrittfolge sichtbar. Während der Fanfaronade 2013 in Potsdam schafften die Musikzüge, darunter auch der GFZ, mit der längsten Bläsergruppe den Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde. Lippert beendete seinen Vortrag mit den Worten „Durch eine gute Vorbereitung auf die Fanfaronade 2015 in Strausberg, werden wir alles daran setzen unsere gesteckten Ziel zu realisieren“.
Die Gäste kamen nicht mit leeren Händen, Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) gratulierte und sagte Dank für die Zusammenarbeit die auch künftig so bleiben möge, übergab eine finanzielle Zuwendung für die Vereinskasse. Der Fanfarenzug sei bei Veranstaltungen in Greiz stets an vorderster Stelle dabei, habe nach langem Suchen einen festen Standort gefunden und bot sogar die im Entstehen neue Zweifeldersporthalle zum Training an. Der Vorsitzende des Kreissportbundes Uwe Jahn ehrte verdienstvolle Spielleute mit der Ehrennadel des LSB, der Kurt-Rödel-Ehrenplakette, für regionale Sponsorentätigkeit die Ehrenurkunde im Ledereinband mit Rahmen und der Vereinsjubiläumsplakette des LSB. Hierbei wurde er von neuen Landtagsabgeordneten Christian Tischner (CDU) unterstützt.
Ines Wartenberg (SPD) überbrachte Grüße der Landrätin und lobte den Fleiß und die Einsatzbereitschaft des Vereins bei den Stadtfesten.
Der Verein selbst ehrte verdienstvolle und langjährige Mitglieder, darunter Enrico Geipel für vierzigjährige Mitgliedschaft und Fabian Buder, der im Verein die Jugendarbeit organisiert und den jetzigen Stabführer beerben soll. Zum Abschluss des offiziellen Teils übergab der Vorsitzende des Fördervereins Bernd Jahn, den analog zum Stadttaler geprägten ersten Fanfarentaler, der in Gold und Silber nach einer Idee von Thomas Burmeister geprägt wurde. „Damit wir hierfür die Vereinskasse nicht belasten mussten, suchten und fanden wir bei Michael Czerwenka, bei mir, Harald Lorbeer, Thomas Burmeister und Renè Kramer Geldgeber“ damit wir allen Anwesenden zum Jubiläumsfest einmal Dank sagen konnten“ freut sich der Vorsitzende des Fördervereins, der mittlerweile 55 Mitglieder zählt und am 4.11.2000 seine unterstützende Tätigkeit aufnahm. Im Namen des Fanfarenzuges und des Fördervereins bedankte sich „Lippi“ bei Eltern und Ehepartnern für das notwendige Verständnis für die Tätigkeit im Verein, bei den Sponsoren für finanzielle und materielle Unterstützung.
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2 Kommentare
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Dieter Pemsel aus Weimar | 29.10.2014 | 18:10  
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Hannelore Grünler aus Artern | 03.11.2014 | 20:26  
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