Pansdorfer Sommerfest mit keinem Draht zu Petrus

Sensenlehrer Klaus Hofmann bei der Arbeit
  Kaum zu glauben was der Feuerwehrverein Pansdorf e.V. und die 60 Seelen zählende Dorfgemeinde in den vergangenen Tagen auf die Beine gestellt hatte, davon ist selbst Ortsteilbürgermeister Alexander Schulze begeistert.. Auf rund 428 m über dem Meeresspiegel liegt der Ortsteil mit weit reichender Fernsicht, wo rund die Hälfte der Einwohner dem Feuerwehrverein angehört. Bereits vor dem Ortseingang war das Tuckern der liebevoll gepflegten Bulldogen und Traktoren zu hören, darunter auch die auf Hochglanz polierte Lanz-Bulldog aus Dörtendorf, die sich für de 6. Traktorenschau am Dorfanger aufgestellt hatten. Die Wettervorhersage stimmte, kurz nach der Eröffnung des Familientages zum Sommerfest ergoss sich erneut ein Gewitterregen über dem Festgelände. Das bedeutete aber keinerlei Abbruch, denn die meisten Besucher strömten kurzerhand ins Festzelt, wo Alleinunterhalter Steffen Hahmann für Hochstimmung sorgte. Mit seinem Akkordeon ging er direkt ins Publikum, mit der Musikauswahl hatte er den Nerv der Besucher getroffen, die bei Kaffee und Kuchen mit sangen und schunkelten.
Abgelöst durch die „Neugernsdorfer Schalmeienmusikanten“, ging das musikalische Programm weiter, die Musikanten mit ihren Tänzerinnen ließen nichts anbrennen und brachten das Festzelt zum kochen. Es war ein Schalmeienkonzert der besonderen Art, das die Mitglieder der Kapelle auf die Beine gestellt hatten. In vielen Einsätzen haben sie in diesem Jahr ihr musikalisches Können unter Beweis gestellt. Mit ihren Friesengespann kamen Eberhard und Matthias Lang, bereit zu Kutschfahrten überwiegend für die jüngsten Besucher zu Fahrten rings um den Ort. Die zwei Pferde der Rasse Friesen waren hervorragend gestylt, doch das Wetter ließ vorerst keine Kutschfahrt zu.
Kinderschminken und Glücksrad nahmen kurzerhand einen Ortswechsel vor und richteten sich im Gerätehaus der Feuerwehr für ihre Aktivitäten aus. Ines Rauchfuß aus Pansdorf hatte sich Verstärkung mitgebracht, um den Ansturm der Kinder zu bewältigen. Beliebt waren Glitzer Tatoos, eines hatte sich auch Isa Paul aus Erbengrün aufmalen lassen. Schöne Gewinne gab es beim Glücksrad zu gewinnen, die Preise wurden von regionalen Unternehmen gesponsert und ein Teil hin zu gekauft. Auf der Hüpfburg war ebenfalls Hochbetrieb.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Vorführungen von dem ausgebildeten Sensenlehrer Klaus Hofmann aus Hain, der den Besuchern zeigte, wie eine Sense richtig gedengelt wird. Mit Dengelbock, Amboss und Dengelhammer bestückt, war der Meister stets von interessierten Zuschauern umringt. „Die Sensenbäume kommen aus der Schweiz, die Sensen werden in Österreich geschmiedet“ verriet Hofmann, der auch dem Deutschen Sensenverein angehört. Die Nachfrage von Kursen sei groß, besonders bei jungen Leuten, vielen Frauen und Kindern ab 10 Jahre. Die Männer halten sich da etwas zurück, weil sie denken, den richtigen Umgang mit der Sense zu beherrschen. Irrtum wie der Meister aus Erfahrung weiß. Es bestand die Möglichkeiten Sensenbäume und weiteres Zubehör direkt vom Pferdewagen käuflich zu erwerben.
Bereits am Freitagabend startete das diesjährige Festwochenende traditionell mit der Disco von DJ Mathias Baumert. Trotz des Regenwetters war das Zelt krachend voll und es wurde bis in den frühen Morgen das Tanzbein geschwungen. Am Samstagabend lockte die Liveband „Die Gaudizocker“ , eine bayrische Festzeltband wieder zahlreiche junge und jung gebliebene Gäste nach Pansdorf. Hinter der Band „Die Gaudizocker“ stecken 3 gestandene Musiker aus Oberfranken. Matt, Benny und Jürgen begeisterten ihr Publikum ab dem ersten Ton mit guter, stimmungsvoller Musik aus allen Stilrichtungen! Ob zünftig, ruhig, poppig oder auch rockig, verleihen sie jedem Event eine einzigartige Note und schaffen es ihr Publikum in den Festzelten auf die Tische zu bringen, so auch im Pansdorfer Festzelt und in ihren Bann zu ziehen.
Die für ihr Fest und ihre Gastfreundschaft bekannten Pansdorfer wurden für ihre Mühen an allen drei Tagen mit vielen Gästen aus nah und fern belohnt . Selbstverständlich war allen Tagen bestens für das leibliche Wohl gesorgt und der Eintritt frei.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 07.08.2014 | 03:22  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 07.08.2014 | 22:07  
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