Perlen der Gründerzeit

Greiz: . |

Die ehemalige Residenzstadt Greiz ist reich an architektonischen Perlen aus der Gründerzeit und des Jugendstils. Zu einer Entdeckungstour durch die Greizer Neustadt, dem Standort zahlreicher Villen aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, hatte der Verein "Weil wir Greiz lieben" eingeladen.

Über 30 Interessenten waren der Einladung gefolgt und wurden auf dem Elsterplatz von Andrè Gottschalk vom Verein "Weil wir Greiz lieben" begrüßt. Für den Rundgang konnte mit Dr. Gottfried Rudolf ein profunder Kenner der Gründerzeit gewonnen werden. Der Architekturexperte ist in Greiz aufgewachsen und beschäftigt sich seit Jahrzehnten publizistisch mit der hiesigen Gebäudesubstanz. Bei seiner Führung durch die Greizer Neustadt wies er auf zahlreiche Details an den Gebäuden hin und sparte nicht mit Informationen zur Historie der Häuser. Wobei nicht nur die Villen im Fokus des Interesses standen. "Zur Gründerzeit gehören auch Mehrfamilienhäuser und große Konturgebäude", unterstrich Dr. Rudolf und verwies auf Beispiele in der Rosa-Luxemburg-Straße und der Südstraße.

Natürlich sind es aber vor allem die Villen, die durch ihre verspielte Architektur begeistern. Einige konnten bereits wieder restauriert werden und erstrahlen in alter Schönheit. Ein Beispiel dafür ist die Carl-Schilbach-Villa im Gartenweg, die heute ein Medizinisches Versorgungszengtrum beherbergt. Hier endete der Rundgang mit einem informativen Diashow-Vortrag, bei dem Gottfried Rudolf betonte, dass Greiz nicht nur die beiden Schlösser und das Sommerpalais als Sehenswürdigkeiten habe, sondern unzählige weiter architektonische "Hingucker", was er mit zahlreichen Bildbeispielen unterstrich. Dabei belegte er, dass in Greiz nicht nur Gebäude im Gründerzeitstil, sondern auch im Reformstil, des Klassizismus und des Jugendstils zu finden sind. Wobei die Stile innerhalb der Gebäude oftmals ineinander übergehen.

Mit interessanten Gesprächen bei Rostern und kühlen Getränken endete diese äußerst interessante Veranstaltung, die als "Greizer Geplauder Nr. 11" in die Vereinschronik von "Weil wir Greiz lieben" eingeht. Andrè Gottschalk dankte Dr. Gottfried Rudolf für dessen Ausführungen und dem Verwaltungsdirektor des MVZ Gunter Spörl für die Bereitstellung der Villa.
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