Rettungshundeausbildung, um Menschenleben zu retten

Carola Deppler und Dirk Strauß
Zeulenroda-Triebes: Arnsgrün | Lautes Bellen und Rufe nach Max, Crumple oder Josy waren am Samstag auf dem Sportplatzgelände in Arnsgrün zu hören. Der Arbeiter –Samariter- Bund-Rettungshundezug Ostthüringen e.V. (ASB) führte einen Eignungstest für Rettungshunde durch. Acht Hundebesitzer aus Ostthüringen, Chemnitz und einer sogar aus dem Allgäu waren angereist, um ihre Vierbeiner, vom Schäferhund bis zum Riesenschnauzer, prüfen zu lassen, ob sie für den Rettungshundedienst bzw. Besucherhundedienst geeignet sind. Denn die Hunde dürfen keine Angst vor Menschen haben und auch keinerlei Aggressionen zeigen. Im Eignungstest wurde das Verhalten der Hunde in den unterschiedlichsten Situationen geprüft. Zum Test gehörten u. a. das Rufen und Anlocken der Hunde mit Leckerlis und Lieblingsspielzeug, das Verhalten unter mehreren ankommenden Personen sowie das Begehen verschiedener Untergründe und Geräte. Am Ende hatten alle Prüflinge den Eignungstest bestanden.
Neben Dirk Strauß, Leiter des Rettungshundezuges, gehörte auch Carola Deppler als seine Stellvertreterin zu den Prüfenden beim Eignungstest, wobei sie das Geschehen auch in Bildern festhielt. Die mit erst 22 Jahren junge Carola interessierte sich schon 14-jährig, als sie ihren Hund Lucky bekommen hat, für die Rettungshundearbeit. Und als sie in der Presse gelesen hat, dass im März 2010 der Rettungshundezug Ostthüringen durch das Arnsgrüner Ehepaar Jörg und Annett Taut ins Leben gerufen wurde, gab es kein Halten mehr und die Jößnitzerin trat diesem Zug bei, der zurzeit 14 Hunde und 16 Mitglieder, davon 13 Hundeführer, zählt und über vier geprüfte Teams aus Hundeführer und Hund verfügt. Carola Deppler hat mit ihrer Hündin schon drei Rettungshundeprüfungen erfolgreich bestanden, denn nach jeweils 18 Monaten muss eine neue Prüfung abgelegt werden. Trainiert wird wöchentlich drei Mal in den Wäldern von Greiz und Gera. Für die im Studium zur Sozialarbeiterin in Jena befindliche Deppler ist die Rettungshundearbeit mehr als nur ein Hobby. „Für mich ist das eine ernst zu nehmende, verantwortungsvolle Arbeit und vor allem eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der es gilt, Menschenleben zu retten“. So war der Rettungshundezug vor wenigen Tagen erfolgreich bei der Suche nach einem vermissten Mädchen im thüringischen Ilmenau sowie beim Auffinden von Personen im Pöllwitzer Wald beim Bernsgrüner Jugendfeuerwehrdienst dabei. Aber auch in Greiz und Gera fanden schon Einsätze statt. „Wer sich für die Rettungshundearbeit interessiert, ist bei uns herzlich willkommen, auch Helfer, die sich als Versteckpersonen zur Verfügung stellen“, weiß Carola Deppler.
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Renate Jung aus Erfurt | 16.06.2015 | 00:33  
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