Schrauber aus Leidenschaft: Die Mitglieder des 1. Schleizer Oldtimerclubs investieren ihre Freizeit in den Aufbau und die Pflege ihrer Schmuckstücke

Mario Schmidt schraubt in jeder freien Minute an einem seiner DKW.
Schleiz: Tegau | Seit 2007 ist der Tegauer Mario Schmidt Vorsitzender des 1. Schleizer Oldtimerclubs. Am 7. März 2012 wurde der 50-Jährige zur Wahlversammlung im Hotel „Zu den Drei Schwänen“ erneut in diesem Amt bestätigt. „Wir wollen nach wie vor alles zur Pflege und Erhaltung unserer Oldtimer und deren Präsentation tun“, umreißt der alte und neue Vorsitzende das Anliegen des Clubs, der 1995 aus der damaligen Oldtimersparte des MSC Schleiz hervorgegangen ist.

Derzeit zählt der 1. Schleizer Oldtimerclub 14 Mitglieder. Alles Schrauber aus Leidenschaft, die unzählige Stunden ihrer Freizeit für den Aufbau und die Pflege historischer Fahrzeuge investieren. Zum „Fuhrpark“ des Clubs gehört „alles, was Räder hat“, wie der Vorsitzende schmunzelnd beschreibt – von Motorrädern wie AWO, EMW und DKW bis hin zum Lkw wie den in den 1950er Jahren in Werdau gebauten H6.

Ihre Schmuckstücke wollen die Clubmitglieder auch in diesem Jahr bei zahlreichen Gelegenheiten präsentieren. Beispielsweise zu den Wertungsrallyes der Ostthüringer Oldtimermeisterschaft 2012. Der Auftakt zu dieser Serie findet am 5. Mai auf dem Schleizer Dreieck statt. Am 10. Juni organisieren Mario Schmidt und seine Mitstreiter den Meisterschaftslauf in Pausa – die 15. Prinz-Heinrich-Oldtimerfahrt.

Neben den Oldtimerfahrten werden die Schleizer Clubmitglieder ihre Fahrzeuge aber auch zu anderen Anlässen präsentieren, so beim Promenadenfest in Ziegenrück oder zur Schwarzburder Kirmes.

Ein weiterer Höhepunkt im Clubleben ist der 28. Oldtimer-Teilemarkt am Sonntag, dem 15. April, von 7 bis 15 Uhr im Plauen-Park. „Das Center-Management stellt uns dafür den Platz kostenlos zur Verfügung“, dankt Mario Schmidt schon mal dem Plauen-Park-Team und lädt ein: „Am 15. April können Händler, Interessenten und Neugierige bei der Suche nach lange gesuchten Ersatzteilen fündig werden.“ Er weiß, wovon er spricht.

Seit seinem 20. Lebensjahr ist Mario Schmidt mit dem „Oldtimer-Virus“ infiziert. Ab 1987 baute er sein erstes Fahrzeug zusammen – einen DKW F7 Cabrio, Baujahr 1937. Den hatte der Fernmeldemechaniker in einzelnen Teilen gekauft und in knapp 4.000 Arbeitsstunden zusammengeschraubt. Zur 750-Jahr-Feier in Tegau rollte die zusammengebaute Limousine 1997 erstmals über die Straßen. Vor zwei Jahren hat Schmidt sein zweites Auto fertig gebaut: Einen DKW der Schwebeklasse, Baujahr 1935. „Von diesem Modell wurden damals nur knapp 7.000 Fahrzeuge hergestellt, heute existieren davon weltweit nur noch zwölf Stück“, schwärmt der Tegauer, der mit dieser Rarität seit 2010 die Oldtimerszene im Vogtland und darüber hinaus bereichert.

TIPP: Die Mitglieder des 1. Schleizer Oldtimerclubs treffen sich jeden ersten Mittwoch im Monat in der Rennstadt um 19.30 Uhr im Hotel „Zu den Drei Schwänen“. Interessenten sind jederzeit willkommen!
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Dieter Pemsel aus Weimar | 09.04.2012 | 13:09  
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