„Wenn´s brennt, piept das“ - Feuerwehrverein Bernsgrün übergibt Rauchmelder an Kita

  Zeulenroda-Triebes: Bernsgrün | Spannender und aufregender konnte die neue Woche für die 45 Kinder der evangelischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ Bernsgrün wohl kaum beginnen. Mit Stadtbrandmeister Steffen Jubold, Bernsgrüns Wehrführer Sven Weiland und Alfred Bergau, Vorsitzender des Feuerwehrvereins Bernsgrün, erwarteten sie am Montagmorgen interessanten Besuch. Und die Feuerwehrvertreter hatten dafür einen guten Grund. Sie übergaben nun offiziell
12 Rauchmelder mit 10 Jahre haltbaren Lithiumbatterien an die dreigruppige Einrichtung. Die Melder wurden bereits durch fünf Feuerwehrkameraden an einem Wochenende in allen Räumen installiert. Sven Weiland montierte zwei Rauchmelder wieder von der Decke ab und erläuterte deren Funktion und Wirkungsweise . „Wenn´s brennt, piept das“, wusste schon Annemarie. „Und wenn der Rauchmelder piept, rennt ihr alle ganz schnell zu eurer Erzieherin und verlasst gemeinsam die Kita. Denn wenn es brennt, gibt es Rauch, und der ist für euch gefährlich“, erklärt der Wehrführer. Wichtig sei, bei der Erzieherin zu bleiben und sich nicht im Gruppenraum zu verstecken. „Die Feuerwehr muss euch sonst im Raum suchen, aber durch den Rauch seid ihr nicht zu sehen“, so Weiland. Er wies auch darauf hin, dass ganz unten am Boden die Luft am saubersten ist und die Feuerwehrleute auch ganz flach am Boden die Räume betreten, denn auch für die Kameraden sei der Rauch gefährlich.
Die Feuerwehrmänner mussten nicht nur auf viele Fragen von den Kindern Rede und Antwort stehen, sondern erfuhren auch, dass sich viele schon Feuerwehrwissen angeeignet haben. So lobte der Wehrführer auch diejenigen, die zu Hause schon Rauchmelder in der Wohnung haben. Und während des Frage- und Antwortspiels ertönte plötzlich der Piepton eines Rauchmelders im Objekt. Blitzschnell sprangen die Mädchen und Jungen von ihren Stühlen hoch, eilten zu ihrer Erzieherin und gingen in ihre Gruppenräume, um sie dann gemeinsam ins Freie zu verlassen. Diese Probe haben alle prima gemeistert. Danach stellte Sven Weiland allen noch die Anzugsordnung eines Feuerwehrmannes vor. Die Kinder probierten begeistert die Helme mit Taschenlampe und Visier und die für sie übergroßen Jacken und Handschuhe. Sie staunten, wie schwer die Sachen sind. „Die Feuerwehrleute sind eure Freunde. Ihr braucht keine Angst vor ihnen zu haben, wenn ihr sie in voller Ausrüstung mit Atemschutzmaske seht“, macht der Wehrführer den Kindern klar. Mit dem Lied „Feuerwehr komm schnell herbei“ bedankten sich die Kleinen bei den Großen für das anschauliche und informative theoretische und praktische Angebot. „Ich fand´s toll“, meinte Lukes am Ende.
Sehr zufrieden über diesen gelungenen Vormittag zeigten sich neben den Kindern und Erzieherinnen auch die Feuerwehrvertreter. „Die Stadt Zeulenroda-Triebes begrüßt diese von den Bernsgrünern durchgeführte Aktion, da von den Gesetzgebern der Einbau von Rauchmeldern in den Kindertagesstätten leider noch nicht vorgeschrieben ist. Viele Menschen sterben jedes Jahr durch Rauchvergiftung. In Thüringen gilt die Rauchmelderpflicht seit dem 5. Januar 2008“, so der Stadtbrandmeister Steffen Jubold. Und der Feuerwehrvereinsvorsitzende Alfred Bergau ergänzt: „Wir haben uns im Verein die aktive Brandschutzerziehung auf die Fahne geschrieben. Kinder sind unsere Zukunft. Wir wollen sie schützen und gleichzeitig ihr Interesse für die wichtige und notwendige Arbeit in der Feuerwehr wecken. Unser Vorstand und alle Mitglieder haben deshalb einstimmig die Anschaffung dieser Rauchmelder für die Bernsgrüner Kindereinrichtung beschlossen. Die Rauchmelder wurden aus dem Erlös zum 90-jährigen Bernsgrüner Feuerwehrjubiläum 2014 gekauft“. Auch der Elternbeirat der Kita begrüßt diese Initiative der Wehr.

Foto 1: Vorn von links: Ben Seifert (aus Bernsgrün), Ben Seifert (aus Arnsgrün) und Annemarie Kunze halten zwei Rauchmelder in den Händen. Dahinter sind Stadtbrandmeister Steffen Jubold (von links), Bernsgrüns Wehrführer Sven Weiland und Alfred Bergau, Vorsitzender des Feuerwehrvereins.
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Renate Jung aus Erfurt | 08.02.2015 | 22:17  
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