Werdauer Waldbahn mit Streckenerweiterung bis zum Bahnhof Seelingstädt

Langenbernsdorf
Mit einem umfangreichen Pfingstfahrtenprogramm startete der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. die Werdauer Waldbahnsaison vom 14. bis 16. Mai im Eisenbahnjubiläumsjahr 2016. An allen drei Tagen nutzten viele Gäste, die aus dem sächsichen und thüringichen Umfeld kamen, die Möglichkeit, erstmalig mit dem Schienentrabi von Seelingstädt bis nach Werdau-West und zurück zu fahren. Aus Werdau stellte der Gleis- und Signalbaubetrieb von Uwe Dietrich das Schienenfahrzeug mit Beiwagen zur Verfügung, fuhr täglich viermal auf dem Streckenabschnitt. Weit aus anstrengender gestaltete sich für die Vereinsmitglieder die Fahrt mit der historischen Handhebeldraisine, die per Muskelkraft die Fahrgäste in beiden Richtungen von Trünzig über Teichwolframsdorf nach Langenbernsdorf beförderten. Die historische Handhebeldraisine pendelte mit 8 fahrplan-mäßigen Fahrten täglich die Ausflugfsverkehre zwischen Langenbernsdorf und Teichwolframsdorf. Das historische Gefährt vom Thüringer Eisenbahnverein Weimar gehört zur Werdauer Waldbahn und wird von den Mitgliedern des Eisenbahnförderverein „Friedrich List“ betreut und gepflegt. So erhielt die Draísine im vergangenen Jahr eine neue Beplankung im Fußbodenbereich und den Seitenaufbauten. Unzählige Stunden waren von Nöten, damit als Besonderheit zum Pfingstfahrtenprogramm erstmals die Befahrung des Streckenabschnitts Trünzig bis zum Bahnhof Seelingstädt mit öffentlichen Sonderfahrten seit der Einstellung des Zugverkehrs Ende Mai 1999 möglich wurde. Die Genehmigung zum Fahrbetrieb gilt nur für ausgewählte Fahrtage. Der gesamte Streckenabschnitt wurde von Vereinsmitgliedern und befreundeten Gruppen von Wildwuchs frei geschnitten. Für den reibungslosen Verkehrsablauf wurden zwei Weichen im Bereich des Bahnhofes Teichwolframsdorf für die manuelle Steuerung der Weichen aufgearbeitet. Im Bahnhofsgelände kreuzten sich Draisine und Schienenexpress. „Die Gesamtstrecke zwischen Werdau/West und Seelingstädt beträgt ca.15 Kilometer“ freute sich Geschäftsführer Renè Ackermann über die Streckenerweiterung. Für eine Fahrt mit dem Schienenexpress waren 55 Minuten Fahrzeit mit Halt an allen Unterwegsstationen so auch in Trünzig und Chursdorf vorgesehen.
Die Abfahrtzeiten für die historische Handhebeldraisine in Langenbernsdorf Richtung Teichwolframsdorf veränderten sich wetterbedingt, hatten aber auf den Zuspruch keinen Einfluss. Vereinsmitglied Thomas Karl regelte mit Trillerpfeife und Kelle am Bahnhof Langenbernsdorf die Freie Fahrt für die Schienenfahrzeuge.
Ende August 2016 begeht die Eisenbahnstrecke ihren 140. Geburtstag mit einem Streckenfest und so ist es zu begrüßen, dass diese als Verkehrsweg und Kulturgut wichtige Bahnverbindung zukunftsweisend vor dem Abriss bisher bewahrt werden konnte.
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