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Glücklich in Oßmannstedt. Christoph Martin Wieland starb vor 200 Jahren am 20. Januar 1813 – Kleines Museum erinnert an den klassischen Dichter

Wo: Wielandgut, Wielandstraße 16, 99510 Oßmannstedt auf Karte anzeigen
Büste von Christoph Martin Wieland auf der Freifläche des Wielandguts
Büste von Christoph Martin Wieland auf der Freifläche des Wielandguts
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Text: Simone Schulter

Eine weiße Mütze trägt Christoph Martin Wieland. Der Schnee der letzten Tage hat auch das Gutshaus sanft eingehüllt. Leer ist das Nymphenbad. Der sonst Wasser speiende Fisch blickt stumm in den kleinen Park.

Auf dem Wielandgut in Ossmannstedt ist winterliche Ruhe eingekehrt, die nur am Wochenende von Museumsbesuchern durchbrochen wird. Wochentags kündet derzeit nur die Büste mit der weißen Schneehaube vom berühmten Gutsbesitzer Christoph Martin Wieland, der hier von 1789 bis 1803 mit seiner Familie lebte und nahe dem Gutshaus seine letzte Ruhestätte fand.

Wieland gehörte zum klassischen Vierergespann, neben Goethe, Schiller und Herder. Er war Erzieher von Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, aber vor allem als Dichter, Übersetzer und Herausgeber aktiv.

In Ossmannstedt bei Weimar verlebte er glückliche, produktive Jahre. Auf seinem Gut empfing er Johann Wolfgang Goethe, Johann Gottfried Herder, aber auch Heinrich von Kleist und Jean Paul als Gäste.

Im kleinen Museum im Gutshaus werden Möbel und weitere Exponate aus Wielands Besitz. Ein guter Anlass böte sich heute für einen kleinen Abstecher nach Ossmannstedt, um dem Wegbereiter der deutschen Klassik zu ehren. Christoph Martin Wieland ist heute von 200 Jahren verstorben.

Öffnungszeiten:

2.1. - 27.3.: Sa./So., 10 bis 16 Uhr
28.3. - 15.10.: Di. bis So., 10 bis 18 Uhr
16.10. - 31.12.: Sa./So., 10 bis 16 Uhr

Gedenken an Wieland:

- 20. Januar, 10 Uhr, Kranzniederlegung am Wieland-Denkmal in Weimar
- vom 26. Januar bis 7. April, Ausstellung der Klassik Stiftung: “… unser unendlich kleines Rom. Christoph M. Wieland in Weimar“ im Wittumspalais
- vom 15. August bis 15. November, Ausstellung im Goethe- und Schiller-Archiv: „Wieland – dem unsterblichen Sänger. Des Dichters Grab, Tod und Erinnerung. Anlässlich von Wielands 200. Todestag“

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