Junge Mode aus Apolda

Katrin Sergejew vor einem ihrer Lieblingsstücke: ein Shirt für werdende Mütter.  Foto: Simone Schulter
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hsen, studierte im sächsischen Schneeberg und in Finnland. Ihr erstes Atelier hat Katrin Sergejew im beschaulichen Kahla eröffnet. Doch seit drei Jahren arbeitet sie in Apolda. In einem alten Fabrikgebäude in der Bukarester Straße konnte sie im Erdgeschoss helle, großzügige Räume beziehen. Hier hat sie ausreichend Platz für ihre Modeideen. „Mittlerweile wohne ich auch in Apolda“, erklärt die Designerin, die in ihren wenigen Berufsjahren schon zahlreiche Preise für ihr Kollektionen gewinnen konnte. „Man kennt Apolda einfach“, nimmt sie Bezug auf die alten Strickertraditionen der Stadt und ihrem neuen Ruf als Mitausrichter des Apolda European Design Award. Zudem liege die Stadt sehr günstig zwischen Jena und Weimar.

In Apolda hat sie auch Partner gefunden, die Teile ihre Kollektionen mitproduzieren. Auf kurzen Wegen könnten so die Details geklärt und kurzfristige Aufträge schnell realisiert werden.

Ihre Liebe zur Mode hat Katrin Sergejew früh entdeckt. „Ich habe nicht darüber nachgedacht, etwas anderes zu machen.“ Diese Leidenschaft hat sie durch viel Ehrgeiz ergänzt. Sie habe immer alles daran gesetzt, das was sie tut, auch wirklich gut zu machen. Und so ist es nur folgerichtig, wie erfolgreich sich ihr Unternehmen – das Designlabel „kaseee design & art“ – entwickelt. Erst in diesem Frühjahr wurde sie mit dem Gründerpreis, ausgelobt von der „Super Illu“ und der KfW-Bankengruppe, in der Kategorie „Pfiffige Gründerin“ ausgezeichnet.

Leder und Strick dominieren ihre Mode. Gern setzt sie auf asymmetische Formen. „Das finde ich spannender“, erklärt sie.
Ihre Kollektionen leben von Beständigkeit und Veränderung. Manche Stücke werden immer wieder angeboten und lassen sich gut mit Neuem kombinieren und ergänzen. „Händler, die meine Mode anbieten, wissen es zu schätzen, dass sie den Mantel von vor zwei Jahren noch immer bei mir kaufen können“, ist sie sich sicher. Als „zeitlos“ beschreibt sie ihren Stil, für den sich immer mehr Abnehmer interessieren.

Befragt nach ihren Zielen, gibt sich die junge Designerin bescheiden. „Es wäre toll, wenn erst einmal alles so bleibt, wie es ist.“ Doch Pläne hat sie trotzdem. Der Aufbau eines eigenen Onlineshops sei bereits in Planung. Und das Händlernetz würde sie gern noch etwas ausbauen.

Hintergrund
Mehr Informationen unter www.kaseee.de
Der Labelname Kaseee setzt sich aus Ka für Katrin sowie S und drei Mal e aus Sergejew zusammen.

Katrin Sergejew vor einem ihrer Lieblingsstücke: ein Shirt für werdende Mütter.  Foto: Simone Schulter
Beim Zuschnitt. Foto: Schulter
Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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