Mein Museum: Das GoetheStadtMuseum zeigt Stadtgeschichtliches und die Verbindung des Dichterfürsten zu Ilmenau

Das Amtshaus steht an der Nordseite vom Ilmenauer Marktplatz. In der unteren Etage befindet sich die Tourist-Information, in der ersten Etage das Museum.
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  • Das Amtshaus steht an der Nordseite vom Ilmenauer Marktplatz. In der unteren Etage befindet sich die Tourist-Information, in der ersten Etage das Museum.
  • hochgeladen von Ines Heyer

Johann Wolfgang von Goethe hat mit seinem Wirken in Ilmenau Spuren hinterlassen. Das GoetheStadtMuseum gibt Einblicke in seine Ilmenauer Zeit. Museumsleiterin Kathrin Kunze empfiehlt einen Besuch nicht nur für Goetheliebhaber.

Was gibt‘s Sehenswertes?
Die Ausstellung veranschaulicht Goethes Wirken in Ilmenau – als herzoglicher Beamter in Bergbau- und Steuerangelegenheiten sowie als Dichter und Zeichner. Ein ganz besonderes Ausstellungsstück ist ein historisches Foto von „Wandrers Nachtlied“, das Goethe 1780 an die Holzwand der Jagdaufseherhütte auf dem Kickelhahn, dem Ilmenauer Hausberg, schrieb. Zusätzlich gibt das Museum Einblicke in die kulturhistorische Entwicklung der Stadt.

Woran führt kein Weg vorbei?
Das Museum befindet sich im Amtshaus, dem geschichtlich und architektonisch bedeutsamsten Gebäude der Stadt, errichtet 1756. Im Salon, dem einzigen Raum mit erhaltenen historischen Dielen und Stuckdecke, hat sich Goethe oft aufgehalten.

Außer der Reihe:
Es gibt regelmäßige Sonderausstellungen: 2017 werden Werke von Paul Walther Heyder gezeigt. In einer weiteren Sonderausstellung wird Wilfried Spinner vorgestellt, ein Schweizer Pfarrer in Thüringen.

Museum zum Anfassen:
In einer Tastvitrine können Dinge des Waldes erfühlt werden. Wie eng es früher in einem Bergwerk zuging, lässt sich in dem Stollennachbau erleben.

Ihr liebstes Stück?
Unter einer Glashalbkugel befindet sich eine sehr filigrane, höfische Gesellschaft – ebenfalls gefertigt aus Glas. Das Kunstwerk wurde von Max Grimm 1931 geschaffen, aus Anlass der 100. Wiederkehr des letzten Geburtstages von Goethe auf dem Kickelhahn.

Sind auch Kinder ­museumsreif?
Für Kindergruppen gibt es eine spezielle Führung. ­Unsere Museumspädagogin bietet auf Anfrage auch kleine Mitmachprojekte, wie „Schreiben wie zu Goethes Zeiten“ oder „Schattenrisse selbst gemacht“ an. Im Museum lässt Musiker Wolfgang Fuchs zu verschiedenen Terminen bei „Klassik für Kinder“ sein Instrument erklingen.

Museums-Rundgang:
Es sollten etwa 60 bis 90  ­Minuten eingeplant werden. Das Museum verfügt auch über einen Audioguide in Deutsch und Englisch.

Das muss gesagt werden:
Auf einer Etage werden sehr viele unterschiedliche Themen angesprochen. Im Filmraum oder an der Hörstation kann das Wissen weiter vertieft werden, unter anderem zur Glasherstellung, Goethes Faust oder zum einstigen Ilmenauer Schloss.

Hintergrund:
GoetheStadtMuseum
Markt 1
98 693 Ilmenau
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr sowie an Feiertagen. Museumsführung nach Anmeldung bei Ilmenau-Information, 0 36 77 / 60 03 00
Kontakt:
0 36 77 / 60 02 09
www.ilmenau.de

Alle Museen der Serie finden Sie hier als übersichtliche Karte.

Autor:

Ines Heyer aus Saalfeld

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