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Mein Museum: Im Reich der Zwerge mitten in Thüringen unterwegs

Wo: Gartenzwergmuseum, Gräfenroda auf Karte anzeigen
Die ursprünglichen Gartenzwerge waren alle Bergmänner und standen für das Symbol des Fleißes. Erst später kamen weitere ­Berufsgruppen dazu.
Die ursprünglichen Gartenzwerge waren alle Bergmänner und standen für das Symbol des Fleißes. Erst später kamen weitere ­Berufsgruppen dazu.
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Gartenzwerge gibt es in einer großen Vielfalt. Doch kaum einer kennt deren Geschichte, die untrennbar mit Thüringen verbunden ist. Reinhard Griebel ist Urenkel vom Firmengründer Philipp Griebel aus Gräfenroda, der hier die ersten Gartenwerge produzierte. Sehr gern öffnet Reinhard Griebel die Türen zu seinem Zwergenreich - dem Gräfenrodaer Gartenzwergmuseum.

Was gibt‘s Musehenswertes?
Mit einer roten Mütze und einem grauen Bart kam der Gartenzwerg, der damals noch Gnom genannt wurde, 1874 in Gräfenroda zur Welt. Er wurde aus Ton gefertigt und war eine Nachbildung von Bergmännern mit Hacke, Schaufel oder Schubkarre. Im Museum gibt es die Geschichte der Gartenzwerge zu erleben sowie viele weitere, meist alte, Terrakotta-Figuren zu sehen. Es sind etwa 400 ausgesuchte Exponate.

Woran führt kein Weg vorbei?
In der Ortsmitte von ­Gräfenroda befindet sich das Gartenzwergmuseum. Es ist untergebracht in den alten Fertigungsräumen der Firma Philipp Griebel.

Außer der Reihe:
Jedes Jahr im August findet ein großes Zwergenfest statt.

Museum zum Anfassen:
Im Museum sind die Terra­kotta-Figuren alle sehr zerbrechlich und dürfen deshalb nicht berührt werden. Aber am Ende des Rundganges ­besteht die Möglichkeit, ­einen Einblick in die Fertigung zu bekommen und hier einen Zwergen-Rohling in der Hand zu halten.

Ihr liebstes Stück?
Es ist kein Gartenzwerg, sondern ein Fuchs auf einem Kaninchenbau, der nachweislich von meinem Urgroßvater Philipp Griebel vor mehr als 100 Jahren gefertigt wurde. Vor der Zwergenproduktion wurden Tierköpfe, Tiere und Märchenfiguren hergestellt.

Museums-Rundgang:
Ein Rundgang mit Vorführung in der Fertigung dauert etwa eine Stunde. Gruppen sollten sich vorher anmelden.

Sind Kinder ­museumsreif?
Kinder tauchen gerne in die Welt der Zwerge ein. Für sie gibt es im Museum viel zu entdecken. Neben den unterschiedlichen Gartenzwergen zeigen sich auch viele Märchenfiguren. Wer möchte kann auch einen unbemalten Zwerg erwerben, um ihn zu Hause anzumalen.

Das muss gesagt werden:
Ein vergleichbares Museum zur Geschichte der Gartenzwerge gibt es in Deutschland nicht. Neben der reinen Ausstellung lässt sich auch die Fertigung erleben. Die Terrakotta-Zwerge werden heute noch – genau wie vor über 100 Jahren – in reiner Handarbeit hergestellt. Die Gräfenrodaer Zwerge sind im In - und Ausland sehr beliebt. Im Zwergenstübchen ist eine kleine Auswahl aus der heutigen Produktion zu sehen.

Gartenzwergmuseum
Ohrdrufer Straße 1,
99330 Gräfenroda

Öffnungszeiten: 
März bis Oktober:  Dienstag - Freitag: 10 - 17 Uhr
Samstag 10 - 14 Uhr

03 62 05 /76 470
E-Mail: reinhard.griebel@zwergen-griebel.de

Alle Museen der Serie finden Sie hier als übersichtliche Karte. Warum haben Gartenzwerge eine rote Mütze? Die Franzosen lieben einen ganz besonderen Gräfenrodaer Zwerg

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