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Diese Karte verlangt eine besonders zarte Hand!

Außer Spesen nix gewesen. Vorsicht beim Entfernen des Streifens auf der Rückseite.
Außer Spesen nix gewesen. Vorsicht beim Entfernen des Streifens auf der Rückseite.
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Hier liest man die Geschichte einer Aufladekarte für App Store, die bestimmt das Doppelte kostete als der Zahlenwert oben rechts verrät und dann doch nicht genutzt werden konnte.
Beim Stöbern im App Store hatte ich wunderbare Apps entdeckt und beschlossen, weil ich meine Kreditkartendaten nicht ins Netz stellen will, eine Aufladekarte zu kaufen. Bei nächster Gelegenheit in einem Supermarkt griff ich zu. Die Kassiererin wusste damit gar nichts anzufangen, bis ich es ihr erklärte. Dann nichts wie heim, ein Geldstück geschnappt und - beinahe schon zärtlich - den Streifen auf der Rückseite abgerubbelt. Leider war meine Verfahrensweise noch nicht zart genug, denn der Code unter dem Streifen war teilweise nicht mehr zu erkennen. Seltsamerweise ließ sich die übrige Schrift von der Karte nicht so leicht entfernen. Eigentlich wollte ich die Karte wegwerfen, doch 15 Euro ohne weiteres in den Sand zu setzen, sah ich auch nicht ein. Also Anruf beim Anbieter. Die Karte verriet nichts und so kontaktierte ich jemanden, von dem ich wusste, dass er die Karten auch vertreibt. Mühselig kämpfte er sich durchs Internet und gab mir schließlich eine 0800er Servicenummer. Dort kämpfte wiederum ich mich durch das multiple System, bis ich an einen Kundenberater von Apple geriet, dem das Problem bereits wohlbekannt war. (Servicenummern sind in der Telefonflat nicht enthalten, kosten also extra). "Haben sie die Karte online gekauft", fragte er mich. "Nein, im Geschäft". Ich sah regelrecht die Sorgenfalten, die auf sein Gesicht traten, denn dieser Sachverhalt war problematisch. Ich wurde also zu einer anderen Beraterin durchgestellt, die sich aber nicht richtig auskannte und mich auf die Website verwies. Dort musste ich wieder zig Nummern eingeben und Sachverhalte schildern, bis es mir zu bunt wurde. Es war einfach alles viel zu umständlich.
Und das Ergebnis der Geschichte: die Karte flog nun doch in den Papierkorb. Auf die Telefonrechnung bin ich gespannt und wundern, wie manche Konzerne Milliarden verdienen, werde ich mich bestimmt nicht mehr.

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