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Gesunde Igel gehören in die Freiheit

Bloß keine Milch für Igel.
Bloß keine Milch für Igel. (Foto: Falk Bluemel/pixelio)
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von Marco Schmidt

Jetzt im Herbst sorgen sich viele Tierfreunde vermehrt um Igel, die in Gärten
und in der freien Natur noch auf Futtersuche sind. Gerade in dieser Zeit werden
viele Igel in den Tierheimen abgegeben. „Die Tiere brauchen aber nur in Ausnahmefällen menschliche Hilfe“, erklärt Regina Urbantschik, Leiterin des Tierheims in Ilmenau. Gut gemeinte Hilfe könne oft mehr schaden als sie hilft.
Denn oft würden die Tiere aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen oder falsch versorgt.
Viele Jahre war man schnell bereit, Igel, die nicht schnell genug in den Winterschlaf fielen, in menschliche Obhut zu nehmen. Heute wisse man: Nicht jeder Igel braucht im Herbst unsere Hilfe.
„Für einen gesunden Igel ist es immer besser, im Freien als in Gefangenschaft zu überwintern“, so Urbatschek. Darum dürften auf keinen Fall Igel, die ihr Überwinterungsgewicht erreicht haben oder noch erreichen können,
mitgenommen werden. Wirklich hilfebedürftige Igel seien daran zu erkennen,
dass sie tagsüber unterwegs sind, abgemagert erscheinen und sich apathisch
verhalten. Auch Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke noch draußen herumlaufen, seien meistens geschwächt oder krank. Hilfe
geben in solchen Fällen die örtlichen Tierheime oder Tierschutzvereine.
Gartenbesitzer, die mehr für die Igel tun möchten, können das im Herbst anfallende Laub in den Anlagen oder Beeten liegen lassen. Hier können sich die Tiere ein warmes Nest anlegen und so den Winter über ganz einfach
schlafen. Zufütterung mit Katzen -oder Hundefutter könne unterstützend helfen.
„Den Tieren darf man aber auf keinen Fall Milch geben“, rät die Tierheimchefin.

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