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Buntes
Rot, gelb, grün, weiß, gestreift - Tomaten sind ein spannendes Thema, weiß Nico Bischof aus Ichtershausen

Möchte man da nicht sofort zubeißen? Diese und weitere Tomatensorten gibt es in der Gärtnerei des Fördervereins Neues Kloster Ichtershausen.
Möchte man da nicht sofort zubeißen? Diese und weitere Tomatensorten gibt es in der Gärtnerei des Fördervereins Neues Kloster Ichtershausen. (Foto: Jana Scheiding)
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In Ichtershausen bei Arnstadt hängen die Tomatenpflanzen volleraromatischer Früchte. Bis zum Saisonende im September wird es eng. Der Förderverein Neues Kloster sucht noch Abnehmer.  

Für Nico Bischof sind längst nicht alle Tomaten gleich. "Es gibt welche, die man als vierten Aggregatszustand von Wasser bezeichnen könnte. Und dann gibt es noch die mit Geschmack." Der Schweizer kennt sich aus. In seinem Greußener Genuss-Atelier veranstaltet er Tomatenkurse und gibt dort sein theoretisches Wissen weiter. Seine praktischen Erfahrungen lässt er über 600 Tomatenpflanzen in Ichtershausen angedeihen und lernt dort auch manches dazu.

Der Förderverein Neues Kloster Ichtershausen betreibt seine  Gärtnerei auf dem Gelände der ehemaligen Pflanzenaufzuchtstation der LPG, die zu DDR-Zeiten Großproduzent von Gemüse war. "Damals gab es hier beheizte Gewächshäuser, die können wir heute nicht mehr betreiben", erzählt Harry Anschütz, der sich auch leidenschaftlich für den Verein engagiert. Dieser gilt als Förderprojekt. "Unter anderem können Verurteilte bei uns ihre Sozialstunden
ableisten", erklärt Anschütz, der mit seinen zehn Mitstreitern einige  Integrationsprogramme unterstützt.

Die Menschen müssen sich an bunte Tomaten erst gewöhnen

Auf den 3,5 Hektar hat schon mancher seinen grünen Daumen entdeckt. Vorwiegend Gemüse baut der Verein an. Tomaten haben Priorität.
In den Gewächshäusern leuchtet es  grün, rot, orange, gelb, weiß, gestreift. "Die Menschen müssen sich an bunte Tomaten erst  gewöhnen", weiß Nico
Bischof, der immer wieder feststellt, dass viele alles misstrauisch beäugen,
was Tomate heißt und nicht rot oder gelb ist. Über 60 Sorten züchtet der
Verein. "Harzfeuer" und "Black Cherry" sind darunter. Zum Reinbeißen verführen auch die "Gelbe Schatulle" und fleischige Ananastomaten, die Nico Bischof für Salate empfiehlt.  Die längliche rote "San Marzano" war lange Zeit vergessen, weil sie nicht gut zu vermarkten war. Bei Privatgärtnern sei die kürzlich wiederentdeckte Sorte aber sehr beliebt. Nico Bischof sieht in ihr die klassische Soßentomate."Tomaten sind ein spannendes Thema", findet Bischof, der lange Zeit in Frankreich einen Weinberg betrieb. Ähnlich
wie beim Wein ergebe sich das Tomatenaroma aus dem Zusammenspiel von Süße und Säure. "Auf diesen wichtigsten Komponenten baut die Sterneküche auf."

Da versteht es sich beinahe von selbst, dass der Verein auch ein Augenmerk auf aromatische alte Sorten hat, die es zu erhalten gilt. Ende September, Anfang Oktober endet die Tomatensaison - je nachdem, ob die Tomatenpflanzen frei stehen oder geschützt in Gewächshäusern untergebracht sind.  Zurzeit hängen die Pflanzen voller Früchte. Mit der Ernte könnte es bis Ende September eng werden. Wer Lust hat, sein Wissen über Tomaten zu erweitern, lässt sich von Nico Bischof durch die Reihen
führen und die schönsten Früchte aussuchen.   
  
Kontakt:
Klostergut-Gärtnerei
0159/07087960
Facebook: Klostergut Ichtershausen

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