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Aufstieg in die Vergangenheit

Bei der Bahn geht´s meistens schnell
Bei der Bahn geht´s meistens schnell
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Hoch, höher, am höchsten und wieder hinab
Das alte Küchenbüffet hatte sich unser ältester Enkel erbeten. Es war leer geräumt, entstaubt, vermessen und auf Zweiteiligkeit untersucht worden. Noch war mein Mann nicht zu überzeugen, dass es auseinandernehmbar sei. Keiner konnte sich erinnern, wie es auf den Schuppen gekommen war. Immer noch hielt mein Großer den Hinabtransport für problematisch. Dieses Herumrätseln brachte Unruhe. Mein Blutdruck war ständig erhöht.
Am Freitag bereiteten wir Kartoffelsalat und Pfirsichtorte. Am Samstag kaufte ich beim Fleischer Wiener Würstchen, Bratwurst und Gehacktes, während mein Mann die überlange Dachdeckerleiter meines Großvaters, wegen der wir uns am Abend gestritten hatten, auf meinen Wunsch zersägte. Nun mussten die Schranktransporteure um die Ecke und die Treppe herunterkommen. Meine Blutdruckwerte zeigten bedauerlichen Hochstand. Doch dann ging alles schnell und reibungslos.
Enkelmann parkte den PKW auf dem gegenüberliegenden Fußweg. Seine Freundin lenkte den Lieferwagen in den Hof. Die zwei jungen Männer legten die zwei Schrankteile hinein, verpackten sie mit Decken, zurrten sie fest. Zu fünft nahmen wir am Esstisch Platz. Allen schmeckte es. Als auch der Schokoladenpudding verspeist, das Fleischwarenpaket fürs Abendbrot nach dem Malern verpackt war, brachen die drei Möbelabholer für ihre nächste Aktion, eine abzuholende Couch, Richtung Gera auf.
In ruhiger Zweisamkeit räumten wir den Esstisch ab, die Küche auf. Bevor wir uns zum Mittagsschlaf nach oben begaben, kontrollierte ich meinen entgleisten Bluthochdruck. Er war beruhigend nach unten gegangen.

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