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Ohne Uhr pünktlich

voll erblühte Winde ( von 8-10 Uhr)
voll erblühte Winde ( von 8-10 Uhr)
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Braucht man eine Uhr?
Da jedes Lebewesen, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, seine eigene innere Uhr hat, benötigt man diese technische Erfindung eigentlich nicht. Allerdings kommen wir Menschen nur ohne Chronometer zurecht, wenn wir unseren biologischen Rhythmus kennen und täglich nach ihm leben. Ich halte mich seit Jahrzehnten daran, weiß zu jeder Tages- und Nachtzeit, wie spät es ist. Vieles verrät mir mein Körper, anderes meine Umwelt. Man muss wache Sinne haben, um die verschiedenen Tageskonzerte der Vögel zu erkennen, Geräusche zeitlich richtig einordnen, an den Blüten die Tageszeit ablesen zu können.
Wann eine Blüte sich öffnet, in voller Pracht prangt, sich langsam wieder schließt, um endlich zu verblühen, das kann man beobachten. Daran kann ich die Uhrzeit ablesen. In meinem Blumenuhr-Beet blühen z. Z. zwei Arten, deren Rhythmus mir die Tages- bzw. Nachtzeit verrät, eine stattliche Nachtkerze und eine wild wuchernde, vielfarbig blühende Prachtwinde. Am liebsten betrachte ich beide des Morgens um acht Uhr. Zu dieser Zeit hat der Nachtblüher seine hellgelben Trichterblüten noch weit geöffnet, die Wucherblume ist voll erblüht. Ich kann die gelben, roten, blauen, weißen, hellblauen und violetten Blüten gut zählen. Tapfer kämpft sich die DUNKELÄUGIGE SUSANNE zum Licht, sagt mir mit ihren Blüten in warmen Gelb: „Ich bin auch noch da.“

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