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Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

Wachen bei Mondschein
Wachen bei Mondschein
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Nächtliche Schlafpause
Alles, was ich über den Schlaf erfahren kann, will ich wissen. Ich las und hörte über gesundes, erholsames Schlafen, Schlafdauer, Einschlafen, Durchschlafen, Schlafphasen, Schlafmöbel, Temperatur im Schlafzimmer und Schlafstörungen. Nein, ich leide nicht an Schlafstörungen; denn ich schlafe schnell ein, auch wieder ein nach einer Schlafunterbrechung. Ich schlafe sieben bis acht Stunden von den 24 des Tages; denn ich bin meinen Mittagsschlaf gewöhnt, er tut meinen Augen gut. Weniger Schlaf bekomme ich höchstens in Vollmondnächten. Dann werde ich aber durch den Anblick des Erdtrabanten entschädigt.
Schlafforscher haben entdeckt, dass unsere Vorfahren andere Schlafgewohnheiten hatten. Da diese nicht vom Fernsehen verfälscht wurden, legten sie sich schlafen, wenn ihr Körper nach Schlaf verlangte, standen auf und gingen ihren Lieblingsbeschäftigungen nach, wenn sie darauf Lust verspürten, allein oder auch gemeinsam.
Ich hätte längst darauf kommen können, hätte ich besser auf unsere Sprache gelauscht. Geflügelte Worte, Sprichwörter und Volksweisheiten verraten es. Diese erzählen von früher, geben Allgemeingültiges preis, vor allen Dingen: Sie sagen die Wahrheit, schöne, uns genehme Wahrheit.
„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da.“
„Schlaf ist der größte Dieb, er raubt das halbe Leben.“
„Ein gut Schlafen ist so gut wie ein gut Essen.“
„ewiger Schlaf“, „Schlaf der Gerechten“.
„Ich denke einen langen Schlaf zu tun.“
„Den Seinen gibt`s der Herr im Schlaf.“
„Rühre nimmer an den Schlaf der Welt!“
„Schlafrock“, „Revolutionäre im Schlafrock und Pantoffeln“.
Da mir der Schlaf heilig ist, meiner und auch der anderer, fülle ich neuerdings meine nächtlichen Schlafpausen mit dem Leeren meines E-Mail-Centers. Das kann ich nämlich öffnen, wann ich will, es enthält zwischen zehn bis dreißig Botschaften. Seit meinem Beitritt ins Mitmachportal des AA ist das so. Am Tag habe ich wenig Zeit. Abends treffen die Mails oft schneller ein, als ich sie beantworten kann, weil mein Laptop in den Hauptmailzeiten langsamer arbeitet. Ich lass mir mein Arbeitstempo nicht vom Maschinchen diktieren. Deshalb schreibe ich, wenn andere schlafen, nachts oder in den frühen Morgenstunden.
Heute begrüßte mich ein BR mit Morgenmusik und dem Spruch: „Morgenstund hat Gold im Mund.“ Wie wahr!

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