Was ist der Unterschied zwischen einem Minikredit und einem Kleinkredit?

Kleinkredit
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Die Begriffe Minikredit und Kleinkredit sind rechtlich nicht geschützt, sodass sie von jedem Geldinstitut und jedem weiteren Kreditgeber verwendet werden dürfen. Ebenso besteht keine verbindliche Definition hinsichtlich der Frage, bis zu welchem Betrag ein Darlehen als Minidarlehen oder Kleindarlehen bezeichnet werden kann. Folglich existieren unterschiedliche Bedeutungsnuancen, die besonders den Kleinkredit betreffen. Hinsichtlich des Begriffs Minikredit hat sich hingegen weitgehend eine enge Definition durchgesetzt.

Der Kleinkredit als umfassender Begriff

Einige Banken bezeichnen jeden Verbraucherkredit, für den sie keine weiteren Sicherheiten mit Ausnahme des regelmäßigen Einkommens ihres Kunden verlangen, als Kleinkredit. Verbreiteter ist die Beschränkung dieses Begriffs auf niedrige Kreditsummen, wobei die Grenze je nach Bank oftmals bei 2000 Euro oder bei 5000 Euro liegt. Bei einigen, aber keineswegs bei allen Geldinstituten hat die Festlegung des entsprechenden Kreditbetrages Auswirkungen auf eine vereinfachte Prüfung der Kreditanträge.

Zum Teil sind Sofortkredite nur als kleine Kredite erhältlich, da die Antragsbearbeitung bei höheren Kreditsummen sorgfältiger erfolgen muss und deshalb länger dauert. Die meisten Banken legen eine Kredituntergrenze von mindestens 1000 Euro fest. Ratenkredite über lediglich 500 Euro lassen sich nur bei einer äußerst geringen Anzahl an Geldinstituten beantragen. Der Vorteil des Kleinkredites gegenüber dem Minikredit besteht in einem zumeist niedrigeren Zinssatz und in der flexiblen Wahl sowohl der Laufzeit als auch der gewünschten Kreditsumme.

Der Minikredit als neues Produkt

Unter einem Minikredit versteht die Kreditwirtschaft Kredite über einen zumeist maximal dreistelligen Betrag. Die Vergabe dieser Darlehen über niedrige Summen erfolgt zu einem kleinen Teil durch klassische Geschäftsbanken. In den meisten Fällen vergeben Spezialanbieter wie Cashper einen Minikredit. Einen wesentlichen Vorteil des Minikredites gegenüber dem traditionellen Kleinkredit stellt die vereinfachte Antragstellung dar.

Häufig verzichten die Kreditgeber bei Minikrediten aufgrund des niedrigen Betrages auf die Vorlage von Gehaltsnachweisen und Kontoauszügen. Zudem vergeben bekannte Anbieter wie Cashper Minikredite nach einer Einzelfallprüfung auch, wenn die Bonitätsauskunft der Schufa einen weichen Negativeintrag enthält. Sobald ein Kreditnehmer seinen ersten Kleinstkredit zurückgewiesen hat, kann er einen weiteren Kredit beantragen. In der Regel erhöht sich die mögliche Kreditsumme bei jedem Folgeantrag, solange bis der Kunde den generell geltenden Höchstbetrag für die Minikreditvergabe erreicht hat.

Die Rückzahlung bei Kleinkrediten und bei Minikrediten

Am deutlichsten zeigt sich der Unterschied zwischen einem Kleinkredit im weiteren Sinn und einem Minikredit bei der Rückzahlung. Während der Kunde bei einem Kleindarlehen mehrere Raten über einen festgelegten Zeitraum entrichtet, zahlt er das Minidarlehen üblicherweise in einer einzigen Rate zurück. Einige Minikredit-Dienstleister ermöglichen abweichend die Kredittilgung in zwei bis drei Raten, wofür sie regelmäßig einen Zinsaufschlag berechnen.

Wozu dienen Kleinkredite und Minikredite?

Als Ratenkredite aufgenommene Kleinkredite dienen zahlreichen Zwecken wie:

• Der Anschaffung langlebiger Gebrauchsgüter wie Haushaltsmaschinen oder Möbel.

• Der Finanzierung eines Ereignisses wie einer Hochzeitsfeier oder einer Urlaubsreise.

• Dem Kontoausgleich und somit der Zinseinsparung gegenüber dem kostspieligen Dispositionskredit

• Der Finanzierung eines Umzugs oder der Schönheitsreparaturen in der Bestandswohnung.

Die Kfz-Finanzierung fällt nicht in die Gruppe der typischen Kleinkredite, da sie mit der Stellung einer zusätzlichen Sicherheit durch die Sicherheitsübereignung des finanzierten Fahrzeugs verbunden ist. Auch die Einkaufsfinanzierung im Handel wird unabhängig von ihrer Höhe zumeist nicht zu den Kleinkrediten gerechnet, da der Kreditnehmer kein Geld zur freien Verfügung ausgezahlt bekommt.

Für die Beantragung eines Minikredites ist ebenfalls kein Verwendungsnachweis erforderlich. Seine Nutzung erfolgt mit wenigen Ausnahmen anstelle der Inanspruchnahme eines Dispositionskredites. Der effektive Jahreszinssatz ist bei Minikrediten höher als bei den meisten Ratenkrediten. Das ist nachvollziehbar, da der Kreditgeber die ihm entstehenden Kosten bei der Antragsprüfung in den effektiven Zinssatz einrechnen muss. Der Grund für die Bevorzugung des Minikredites ist der gegenüber dem Dispositionskredit niedrigere Zinssatz. Aus diesem Grund sind Minikredit-Angebote nur marktfähig, wenn ihre Kosten niedriger als die Zinskosten bei der Nutzung eines Verfügungsrahmens auf dem Girokonto ausfallen.

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