Thüringenweites Modellprojekt kommt bei den Beteiligten gut an
Gesundes Mittagessen macht Schule

Ein Projekt, das Kinder begeistert: Die Qualität des Schulessens soll verbessert werden. Jetzt müssen nur noch mehr Schulen mitmachen.
  • Ein Projekt, das Kinder begeistert: Die Qualität des Schulessens soll verbessert werden. Jetzt müssen nur noch mehr Schulen mitmachen.
  • Foto: DGE-Sektion Thüringen
  • hochgeladen von Daniel Dreckmann

Seit Mitte letzten Jahres gibt es das thüringenweite Modellprojekt des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz (TMMJV) zur Verbesserung des Mittagessens an Thüringer Schulen.

Ziel des Projektes ist es, eine Verbesserung der Schulverpflegung nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zu erreichen. Dadurch werden nicht nur das Bewusstsein für Auswahl und Qualität der Lebensmittel sowie die Esskultur geprägt, sondern vor allem die Kinder ausgewogen und vollwertig ernährt.

Schulessen lässt derzeit vielfach zu Wünschen übrig

Dass bei der Schulverpflegung in Thüringen häufig noch Verbesserungsbedarf besteht, zeigt die aktuelle Erhebung zur Beurteilung der Verpflegungssituation an Schulen der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Thüringen. Es werden zu oft Fleischgerichte – häufig mit hohem Salz- und Fettanteil – dafür zu wenig Produkte aus Vollkorn, Seefisch und Gemüse angeboten.

Auch der Geschmack des Mittagessens entspricht oft nicht den Erwartungen der jungen Gaumen. Nicht zuletzt wegen der viel zu langen Warmhaltezeiten von über drei Stunden, die sich negativ auf die Konsistenz des Essens auswirkt. Das Mittagessen sollte nicht nur als Mittel zum Zweck der Nahrungsaufnahme begriffen werden, sondern den Kindern auch Zeit geben in entspannter Atmosphäre neue Kraft zu tanken, zur Ruhe zu kommen und soziale Kontakte zu pflegen.

Schulen, die teilnehmen, werden unterstützt

Das Modellprojekt ermöglicht Schulträgern je nach Bedarf einer Schule, Fördermittel für das Mittagessen, für Küchengeräte zur Verkürzung der Warmhaltezeiten oder zur atmosphärischen Verbesserung der Schulspeiseräume zu beantragen.

Neun Schulen aus den Landkreisen Eichsfeld, Nordhausen, Unstrut-Heinrich-Kreis, Schmalkalden-Meiningen, Saalfeld-Rudolstadt, Gotha sowie den Städten Eisenach, Jena und Erfurt nehmen bereits am Projekt teil.

Noch mehr Teilnehmer wären wünschenswert

„In enger Zusammenarbeit mit den Caterern sind wir auf einem guten Weg, die Gesundheit der Thüringer Kinder über das Mittagsangebot zu verbessern.“, so Frau Dr. Manja Dittrich, Leiterin des Projektes bei der Thüringer Sektion der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Um flächendeckend Leuchttürme eines gesunden Mittagessens zu schaffen, sollten sich auch Schulträger aus den übrigen Landkreisen und kreisfreien Städten am Projekt beteiligen. Ebenso ist geplant, die Förderung in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Schulen können Fördergelder beantragen

Schulträger, Schulen, Caterer, Eltern und Kinder können sich mit Fragen zum Projekt und bei Interesse teilzunehmen an die DGE-Sektion Thüringen wenden oder einen Antrag auf Förderung bei der GFAW (Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH) stellen. 

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der DGE Sektion Thüringen unter:
dge@uni-jena.de oder
Tel.: 03641 / 94 97 47

DGE / str

Autor:

Daniel Dreckmann aus Zeulenroda-Triebes

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