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Beiträge zur Rubrik Leute

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Von Krankenhausserien hält Narkosearzt Robert Henker wenig: „Bei 'In aller Freundschaft’ werden nur Fachwörter aneinandergereiht.“

Wie ist das Leben als Narkosearzt, Herr Henker?

Wie der Arbeitstag von Robert Henker war, merkt seine Verlobte gleich, wenn sie nach Hause kommt. Dann sitzt der 32-Jährige am Klavier - und seine Stimmung ist unüberhörbar. Diese halbe Stunde nimmt sich der Assistenzarzt des Erfurter Helios-Klinikums jeden Tag, um die Arbeit und ihre Probleme im Operationssaal oder auf der Intensivstation zurückzulassen. Oft steckt ihm dann ein 16-Stunden- Tag in den Knochen. „Als Anästhesist bin ich der Anwalt des Patienten", sagt Henker. Er ist die...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 2.514× gelesen
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Mahlsteine gibt es nicht mehr. Moderne Mühlen mahlen mit Walzenstühlen. Christian Schmidt kontrolliert, ob das Getreide gleichmäßig in den Mahlspalt fließt.

Wie ist das Leben als Müller, Herr Schmidt?

Der uralte Mühlstein am Eingang der Industriemühle ist leicht zu übersehen. Klein und unscheinbar wirkt er im Umfeld der riesigen Stahlbetonsilos. Er erinnert an Zeiten, in denen eine Mühle noch auf Wind- oder Wasserkraft angewiesen war und der Müller den lieben langen Tag Säcke schulterte. Heute heißt der Müller „Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft". Statt zu schleppen, sitzt er eher am Rechner, um die Prozesse der Mühle an den Monitoren zu kontrollieren....

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 1.286× gelesen
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Konzentriert im Triebwagen-Führerstand: Lokführer Sven Engelhardt.
2 Bilder

Wie ist das Leben als Lokführer, Herr Engelhardt?

Nasses Laub und Nebel - im Grunde hat ein Lokführer mit den gleichen Herbsttücken zu kämpfen wie jeder Autofahrer. Nur in einer anderen Dimension. "Bremse ich eine E-Lok, die vier Wagen zieht, dann schieben immerhin 250 Tonnen nach", gibt Sven Engelhardt zu bedenken. Seit 21 Jahren führt er Triebwagen, Diesel- und E-Loks und hat ein sicheres Gefühl für die eisernen Kolosse entwickelt. Ihn fasziniert die Technik. Und die Abwechslung. Von Erfurt aus fährt er Reisende mit der Regionalbahn nach...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 2.445× gelesen
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Das Auge isst mit: Sten Fischer dekoriert die Teller in seinem Restaurant Alt-Weimar.

Wie ist das Leben als Koch, Herr Fischer?

„Eine Restaurantküche funktioniert wie ein riesiges Uhrwerk." Ein bildlicher Vergleich, den Sten Fischer sogleich ausmalt: „Die Lebensmittel müssen auf den Punkt bereitstehen. Jeder arbeitet an seiner Stelle, leistet einen Teil, bis das Essen am Pass angerichtet werden kann." Nur wenn alle Rädchen reibungslos ineinander greifen, sind zeitliche Abläufe exakt einzuhalten. „In großen Küchen ist das eine körperliche und logistische Meisterleistung", weiß Sten Fischer aus eigener Erfahrung. Der...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 1.338× gelesen
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Wie hier an der Drehscheibe arbeitet der Jenaer Kermiker Ragnvald Leonhardt nur noch selten.

Wie ist das Leben als Keramiker, Herr Leonhardt?

Eine Tasse Kaffee kann Ragnvald Leonhardt nicht anbieten. „Unsere Kunden sind eher Teetrinker", entschuldigt sich der Jenaer Keramiker. Kein Wunder: Sein Verkaufsschlager sind Gefäße aus Raku - jene traditionelle Brenntechnik, mit der Trinkschalen für japanische Teezeremonien hergestellt werden. Mit einer langen Zange wird die Rakukeramik bei fast 1000 Grad aus dem heißglühenden Holzofen geholt und erleidet im Freien einen „Kälteschock", der ihre Glasur in Sekunden erstarren lässt. „Hier sehen...

  • Jena
  • 28.12.10
  • 955× gelesen
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Wie Sherlock Holmes löst der Erfurter Privatdetektiv Andreas Helmis knifflige Fälle.

Wie ist das Leben als Privatdetektiv, Herr Helmis?

Er raucht keine Pfeife, trägt keinen Deerstalker-Hut und ist auch nicht mit einer Lupe auf Spurensuche. Und dennoch: Ein bisschen Sherlock Holmes steckt auch in Andreas Helmis. Sonst würde das Konterfei des englischen Privatdetektivs nicht ein Firmenschild der Erfurter Detektei schmücken. "Gute Krimis sind sehr nahe an der Realität", freut sich der 55-Jährige in einem film- und romanreifen Beruf zu arbeiten. Und tatsächlich bestätigen sich einige Klischees: zum Beispiel die eifersüchtige...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 1.311× gelesen
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Die Fotografin Arlene Knipper-Berg (links) bei der Arbeit in ihrem Jenaer Studio.

Wie ist das Leben als Fotografin, Frau Knipper-Berg?

Sie sucht und findet jede Schokoladenseite. „Alle Menschen sind fotogen", behauptet die Jenaer Fotografin Arlene Knipper-Berg. Und nennt auch gleich das erste Talent, das sie als Fotografin benötigt: Menschenkenntnis. Damit ausgestattet, kann sie ihre Kunden so sehen, wie sie gesehen werden wollen. Apropos Foto-Gen: Das Talent hat sie von der Mutter geerbt, ebenfalls eine Fotografin. Doch im Familienbetrieb wollte Arlene Knipper-Berg nicht arbeiten und eröffnete nach der Meisterprüfung in...

  • Jena
  • 28.12.10
  • 1.048× gelesen
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Im Winter ist Hauptsaison für den Holzeinschlag der Laubbäume. Revierleiter Hans-Jürgen Schmeißer markiert und kontrolliert.

Wie ist das Leben als Förster, Herr Schmeißer?

Allem Frost und Schnee zum Trotz: Im Wald ist Erntezeit. "Wir haben viele Laubbäume im Revier", erklärt Hans- Jürgen Schmeißer. Und Buche und Co. werden nun einmal im Winter geschlagen, wenn kein Saft im Stamm und kein Laub in der Krone ist. Er zeichnet die Bäume aus, koordiniert und kontrolliert. Der 53-Jährige ist in Rothesütte im Südharz Revierleiter - den Begriff Förster gibt es nur noch im volkstümlichen Sprachgebrauch. Mit grünem Filzhut und Wagemut rangiert er seinen Geländewagen...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 1.869× gelesen
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Bus, nein danke. Wer jetzt mit der Ausbildung beginnt, kann im Sommer sein Bike fahren.

Wie ist das Leben als Fahrlehrerin, Frau Wöbber?

„Nur durch die Gegend lasse ich mich nicht fahren. Denn Fahrlehrerin zu sein, ist ein sehr verantwortungsvoller Beruf", stellt Marlis Wöbber gleich klar. Die Ilmenauerin weiß, wovon sie spricht, denn mit ihren 16 Berufsjahren verfügt sie über viel Erfahrung in diesem Metier. Ihre Berufswahl war eher Zufall. Durch die Mitarbeit im Büro einer Fahrschule fühlte sich die junge Frau nicht genug gefordert. Sie wollte mehr, schaffte alle Voraussetzungen und begann die Qualifikation zur...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 585× gelesen
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Schuhe sind ihr Element: Fachverkäuferin Sandra Skrybzack aus Weimar. Foto: Th. Gräser

Wie ist das Leben als Fachverkäuferin, Frau Skrybzack?

Von Thomas Gräser Sandra Skrybzack ist eine Frohnatur. „Mein Beruf macht mir unheimlich Spaß", sagt die Schuhfachverkäuferin aus Weimar. „Man muss dem Kunden gut zuhören können. Ich muss sofort seine Fußform erkennen und auf ihn eingehen. Ich muss ihn praktisch die passenden Schuhe auf die Füße schneidern", sagt Sandra Skrybzack. „Ich wollte unbedingt etwas mit Menschen zu tun haben." Doch ihr erster Berufswunsch Friseurin klappte nicht. Dafür war ihre Bewerbung für die Ausbildung zur...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 352× gelesen
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Spielerisch lernen: Erzieherin Simone Schlichtung mit Kindern in der Puppenecke.
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Wie ist das Leben als Erzieherin, Frau Schlichting?

Von Sibylle Reinhardt / Lieben die Kleinen auch nichts mehr als Spielen: Die Arbeit im Kindergarten ist keine Spielerei. Simone Schlichting betreut die Jüngsten in der DRK-Kindertagesstätte „Sonnenschein" in Leinefelde. Zwölf Ein- bis Zweijährige gehören momentan zur "Mäuschengruppe". Jeder Arbeitstag verlangt Konzentration, Kreativität und pädagogisches Geschick. „Kinder sind etwas Wunderbares", sagt die Erzieherin. Ein anderer Beruf kam für die 40-Jährige, die selbst drei Töchter hat, nie...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 2.367× gelesen
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Auch das lernt ein Drogist: Sebastian Blank schminkt eine Kundin. Foto: Gräser

Wie ist das Leben als Drogist, Herr Blank?

„Ich freue mich, wenn der Kunde unsere Filiale zufrieden verlässt. Das ist ein guter Tag für mich", sagt Drogist Sebastian Blank. Der 24-Jährige erlernte seinen Beruf im dm-Drogerie Markt in Weimar und ist mit viel Herzblut dabei. Selbst zum Fototermin in der Erfurter Filiale an der Bahnhofstraße gilt der Blickkontakt zuerst den Kunden und dann erst dem Objektiv. Immer wieder werden zwischendurch Kundenfragen freundlich beantwortet. Sebastian Blank hat ein umfassendes Produktwissen. Das ist...

  • Erfurt
  • 28.12.10
  • 1.006× gelesen
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Optiker Michael Meißner schätzt vor allem die Vielseitigkeit an seinem Beruf.

Wie ist das Leben als Augenoptiker, Herr Meißner?

Bei vielen Menschen lässt im Laufe des Lebens die Sehkraft nach. „Leider merken es viele erst, wenn das Stoppschild zu spät erkannt wird oder sich beim Zeitungslesen erste Probleme zeigen", weiß Michael Meißner, staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister, aus Erfahrung. Mehr als 60 Prozent der deutschen Erwachsenen haben eine Fehlsichtigkeit. Die Aufgabe des Augenoptikers ist es, die geeignete Sehhilfe zu finden. Mit einem rechnergestützten Sehtest ermittelt er die...

  • Erfurt
  • 27.12.10
  • 741× gelesen
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Die Erfurter Architekten Sebastian Einicke (links) und Torsten Hanel.

Wie ist das Leben als Architekt, Herr Einicke?

Architekt Sebastian Einicke plant keine Häuser. Ja, überhaupt gar keine Gebäude. Nicht einmal Luftschlösser. Ihm und seinem Partner Torsten Hanel flattern stattdessen die ungebauten Häuser seiner Kollegen auf den Tisch. Und die beiden Erfurter Jungunternehmer von „visualcore" zaubern dann aus den Bauplänen eine dreidimensionale Realität, setzen sie mit Bildern, Panoramen und Animationen in Szene. Wer will, kann sich dank des Duos im zukünftigen Zimmer schon einmal im Kreis drehen - allerdings...

  • Erfurt
  • 27.12.10
  • 1.333× gelesen

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