Anzeige

Rot - Blutrot - Schattenrot
Krimi-Pfarrer Felix Leibrock macht's wieder mörderisch spannend

Kurze Verschnaufpause zu Hause in Weimar. Gerade ist Felix Leibrocks dritter Kriminalroman erschienen. Noch längst nicht sein letzter, wenn es nach ihm und seinen Fans geht.
Kurze Verschnaufpause zu Hause in Weimar. Gerade ist Felix Leibrocks dritter Kriminalroman erschienen. Noch längst nicht sein letzter, wenn es nach ihm und seinen Fans geht. (Foto: Helke Floeckner)
Anzeige

Der "Krimi-Pfarrer" Felix Leibrock verbindet in seinem dritten Weimar-Krimi düstere Vergangenheit mit einem spannenden Fall in der Gegenwart

Rot ist die Farbe der Liebe. Und die des Blutes. Vermischt sich dieses Blutrot mit den richtigen Zutaten, wird es zum packenden, intensiven "Schattenrot". Der Titel erscheint fast logisch. Felix Leibrock hatte ihn lange schon im Kopf für seinen neuen Weimar-Krimi, den dritten inzwischen. Genau wie die Zutaten, aus dem Vorgestern und Heute vermengt: Da verschwindet die 17-jährige Unternehmerstochter Anna plötzlich von der Bildfläche. Anna, die Unerschrockene, die Kämpferin für die Tiere, die sich immer mehr auch für Wölfe interessiert. Eine Entführung? Mord?

Parallel dazu nimmt Felix Leibrock seine Leser mit in die Vergangenheit. Eine sehr düstere, lange Zeit totgeschwiegene. Damals, als es das Speziallager 2 in Buchenwald gab. Von 1945 bis 1950 waren dort viele Menschen eingesperrt, vor allem warf man ihnen vor, zu den sogenannten "Werwölfen", einer Nazi-Untergrundbewegung, gehört zu haben. Viele von ihnen überlebten die unmenschlichen Bedingungen nicht, andere ließen die bösen Erinnerungen nie wieder los.

"Dieses ganze schlimme Geschehen hat mich sehr interessiert", erzählt Felix Leibrock. Selbst ihm, dem erfahrenen einstigen Pfarrer, dem Seelsorger und großen Menschenfreund, fällt es schwer, etwas über die Zeit zu erfahren, andere zum Reden zu bringen. Er schafft es, hält so auch verpackt in einer Kriminalgeschichte Erinnerungen wach. "Das ist auch ein Teil unserer Geschichte, die sollte man nicht verschweigen."
 

Schatten reichen bis heute

Die langen, blutroten Schatten reichen bis in die Gegenwart. Felix Leibrock, der Krimi-Pfarrer, wie ihn viele nennen, verknüpft auch in diesem neuen Kriminalroman mühelos das Damals mit dem Heute. Und es gelingt ihm kriminell gut, selbst Schlimmes, Atemraubendes in eine trotz allem unterhaltsame, spannende Geschichte zu verpacken. So lieben es seine Leser, so kennen sie es schon aus den Vorgängern "Todesblau" und "Eisesgrün". Auch die Ermittler, Mandy und Sascha, fühlen sich längst an wie gute Bekannte. Genau wie Weimar - selbstverständlich - Schauplatz des kriminellen Geschehens ist. Gut, ein wenig pendelt die Geschichte auch nach München. Genau wie ihr Schreiber. Felix Leibrock, der in Weimar jahrelang als Pfarrer und Kulturdirektor gearbeitet hat, ist bekennender Weimarer, aber die Woche über in München, als Geschäftsführer im Evangelischen Bildungswerk und als Polizeiseelsorger. Nun hat er dort auch noch den "Circus der Herzen" gegründet, in dem Studenten und Flüchtlinge gemeinsam vor Menschen auftreten, denen es nicht gut geht.
  Fast meint man, ein Tag im Leben des Felix Leibrock, der so ganz nebenbei noch eine Unmenge an Vorträgen, Seminaren und Lesungen absolviert, habe 48 Stunden, mindestens. Er lächelt dazu und hat eine ganz einfache Formel für all das: Leidenschaft. Für alles, was er tut. Sie lässt sich nachlesen, Zeile für Zeile.
  
 

Lesungen:

6. Oktober, 20 Uhr Erfurt, Flughafen (Erfurter Herbstlese); 13. Oktober, 20 Uhr Jena, Hotel Schwarzer Bär; 2. Dezember, 16 Uhr Weimar, Weltbild im Atrium, Signierstunde
  

Das Buch:

   Felix Leibrock "Schattenrot", erschienen bei Knaur Taschenbuch.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige