Ratgeber im Trauerfall: Grabbeigaben – was geht, und was geht nicht?
Etwas für die letzte Reise mitgeben

Vieles ist in Deutschland als Grabbeigaben nicht zugelassen, weil eine vollständige Verwesung gewährleistet sein muss oder weil Krematorien klare Vorschriften haben. Kinderzeichnungen als letzte liebevolle Geste für den Verstorbenen sind ausdrücklich erlaubt und werden auch immer beliebter.
  • Vieles ist in Deutschland als Grabbeigaben nicht zugelassen, weil eine vollständige Verwesung gewährleistet sein muss oder weil Krematorien klare Vorschriften haben. Kinderzeichnungen als letzte liebevolle Geste für den Verstorbenen sind ausdrücklich erlaubt und werden auch immer beliebter.
  • Foto: www.pixabay.com
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Könige bekommen Gold und Schmuck, Krieger Waffen und Münzen oder etwas Nahrung mit auf den Weg – die Gräber der Geschichte ist reich an faszinierenden Grabbeigaben. Und es ist ja auch verständlich und eine menschliche Geste, dass Hinterbliebene ihren Verstorbenen etwas mit in den Sarg legen wollen, als Ausdruck des Glaubens und der Hoffnung, dass das Leben im Jenseits irgendwie weitergeht.

Doch wie ist das bei uns heute? Kann man einem begeisterten Fußballspieler einen Fußball mit in den Sarg legen, einem Tennisspieler seinen Schläger oder einem passionierten Jäger sein Gewehr?

Das ist sehr schwierig“, formuliert es Stephan Neuser, der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, vorsichtig. „Wir haben in Deutschland sehr viele unterschiedliche Bestattungsgesetze. Ein Grundsatz, der vor allem bei Erdbestattungen gilt, ist, dass die Vergänglichkeit gewährleistet sein muss. Das geht so weit, dass der Verstorbene nicht einmal Kleidung aus synthetischen Stoffen tragen darf. Und ein Gewehr verwest nun mal erst recht nicht. Etwa 67 Prozent der Verstorbenen werden heute aber in Deutschland in einer Feuerbestattung kremiert. Und die Krematorien haben strikte Auflagen, was in die Särgen darf und was nicht. Das Beste ist, einen Bestatter vor Ort zu fragen. Der kann in der Regel genau sagen, ob ganz konkrete Beigaben erlaubt sind oder nicht.“

So ist es zum Beispiel möglich – und wird auch immer öfter genutzt – dass Kinder den Verstorbenen selbstgemalte Bilder mit in den Sarg legen. Auch Blumen oder ein Rosenkranz sind beliebte Grabbeigaben in Deutschland.

Und wenn etwas als Grabbeigabe nicht erlaubt ist, heißt das ja nicht, dass man völlig darauf verzichten muss. „Es gibt immer noch die Möglichkeit, eine Trauerfeier zu organisieren, die mit all den Elementen dekoriert ist, die dem Toten wichtig waren. Zögern Sie bitte nicht, einen Bestatter gezielt danach zu fragen. Die Gestaltung einer Trauerfeier gehört zu seinen Ausbildungsinhalten. Und Mottovorgaben, etwa mit einem Motorrad neben dem Sarg oder einer waidmännischen Dekoration für einen Jäger können durchaus umgesetzt werden. Fragen Sie den Bestatter vor Ort.“

Daniel Dreckmann

Autor:

Daniel Dreckmann aus Zeulenroda-Triebes

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