Heilfasten, Basenfasten und Intervallfasten sind die gängigsten Arten
Fasten tut gut – abnehmen kann man dadurch aber kaum

Kräutertees tun gut. Bei Kälte sowieso und auch, wenn man fastet. Im Handel findet man ein reichhaltiges Angebot unterschiedlichster, köstlicher Tees.
  • Kräutertees tun gut. Bei Kälte sowieso und auch, wenn man fastet. Im Handel findet man ein reichhaltiges Angebot unterschiedlichster, köstlicher Tees.
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  • hochgeladen von Daniel Dreckmann

Wer fastet, verzichtet freiwillig völlig oder teilweise auf Nahrung. Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bereiten, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE).

Fasten eignet sich aber nicht als Diät und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme, betonen die Experten der DGE. Es sei denn, der Fastende ändert gleichzeitig seinen Lebensstil. Je nach Fastenart kann sogar eine ausgewogene Nährstoffzufuhr gefährdet sein.

Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten auf Fasten gänzlich verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten, wie Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten.

Alle anderen können – im Zweifelsfall immer in Rücksprache mit einem Arzt – versuchen, ob Fasten ihnen hilft. Weit verbreitet sind hierzulande das Heil-, Basen- und Intervallfasten.

Heilfasten hat eine jahrtausendalte Tradition und zielt darauf ab, Körper, Geist und Seele zu reinigen. Es wird sowohl zur Gesundheitsprävention als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet.

Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Eine Heilfastenkur dauert üblicherweise 7 bis 10 Tage. Zudem sollten ein Vorbereitungstag mit ca. 1 000 kcal/Tag inklusive Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin sowie nach dem Fasten drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens eingeplant werden.

Während der Fastentage wird dem Körper nur eine sehr geringe Energiemenge von maximal 500 kcal/Tag in Form flüssiger Nahrung zugeführt. Vorteilhafte Effekte des Heilfastens sind bei bestimmten Krankheiten, beispielsweise für das Metabolische Syndrom, chronische Entzündungen oder psychosomatische Krankheiten, wissenschaftlich belegt. Gesunde Menschen können diese Fastenart als Einstieg in eine Gewichtsabnahme nutzen; zum dauerhaften Abnehmen ist sie aber ungeeignet.

DurchBasenfasten soll der Körper entsäuert werden – eine Methode, die häufig in der Alternativmedizin angewendet wird. Basenfastende dürfen nur Lebensmittel verzehren, die als basisch gelten, wie Gemüse, Obst sowie einige Nüsse und hochwertiges Lein-, Oliven- oder Rapsöl.

Als Getränke stehen Quellwasser sowie verdünnte Kräutertees zur Verfügung. Wissenschaftliche Beweise für die Wirkung dieser Fastenmethode fehlen jedoch: Weder die Existenz von Schlacken im Körper ist nachgewiesen noch die Annahme, dass säurebildende Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stören. Weil lebenswichtige Nährstoffe auf Dauer in zu geringen Mengen zugeführt werden könnten, rät die DGE von langfristigem Basenfasten ab.

Intervallfasten bedeutet tage- oder stundenweise auf Nahrung zu verzichten. Es gibt unterschiedliche Konzepte mit zwei aufeinander folgenden Fastentagen bzw. zwei festgelegten Fastentagen pro Woche oder alternierendes Fasten. Empfehlungen, welche Lebensmittel an den restlichen Tagen ausgewählt werden sollten, sucht der Fastende meist vergeblich.

Intervallfasten soll als Dauerkost angewendet werden und in der Regel will der Fastende damit langfristig Gewicht reduzieren. Dem Intervallfasten werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben.

Wissenschaftliche Studien zu Langzeitfolgen des Intervallfastens liegen nicht vor. Bisherige Daten deuten auf eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewichtsabnahme hin.

Die DGE hält Intervallfasten für nicht sinnvoll, um sein Gewicht langfristig zu regulieren, da konkrete Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl fehlen. Eine Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl findet dadurch in der Regel nicht statt.

Weitere Tipps, Informationen und ein umfangreiches Literaturverzeichnis zum Thema finden Interessierte unter: www.dge.de

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