Ringen, 1. Bundesliga
Saison beginnt in Greiz mit einem Paukenschlag

Der Chef auf der Greizer Ringermatte, Martin Obst, wird vor Kampfbeginn für seine Silbermedaille bei den Europameisterschaften geehrt.
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  • Der Chef auf der Greizer Ringermatte, Martin Obst, wird vor Kampfbeginn für seine Silbermedaille bei den Europameisterschaften geehrt.
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Am Samstag, 8. September, startet der RSV Rotation Greiz mit einem Heimkampf gegen den TSV Westendorf in die Saison.

Von Erhard Schmelzer

Nach dem Rückzug der Boxer aus Nordhausen starten nur noch 15 thüringische Sportvereine in der Bundesliga. Nach 15-jähriger Pause und vier erkämpften Meisterschaften in fünf Jahren in der zweiten Liga sind die Ringer des RSV Rotation Greiz wieder mit dabei, wenn es in der höchsten deutschen Leistungsklasse um Punkte geht.

Saisonstart der Greizer ist am Sonnabend, den 8. September 2018, auf heimischer Matte in Greiz-Aubachtal in der Sporthalle An der Eisbahn. Nach dem Vorkampf der zweiten Mannschaft gegen die Reserve des alten Rivalen RV Thalheim, der um 17.30 Uhr beginnt, kommt es ab 19.30 Uhr zum spannenden Erstligaduell gegen den bayerischen Rivalen vom TSV Westendorf.

Die aufstrebende Mannschaft aus dem bayerischen Schwaben hat als Aufsteiger bereits vor einem Jahr in der Staffel Südost gekämpft und auf Anhieb den fünften Platz belegt. Der Kampfausgang ist völlig offen, ein bis zum letzten Kampf offener Vergleich ist zu erwarten. Der Greizer Vorstand rechnet mit einer Rekordzuschauerkulisse in der neuen Halle und hat mehrere Maßnahmen zur Optimierung der Veranstaltung vorbereitet. So wird in diesem Jahr beim Verkauf der Verpflegung mit Wertbons gearbeitet, die an einer speziellen Kasse zu erwerben sind. Dadurch soll die Verkaufszeit verkürzt werden, da die Rückgabe von Wechselgeld entfällt. Natürlich arbeitet der Verein auch in dieser Saison wieder mit seinen Hauptpartnern, der Vereinsbrauerei Greiz und der Fleischerei Malz, zusammen, deren Produkte sich bei Einheimischen und Gästen seit Jahrzehnten größter Beliebtheit erfreuen.

Der TSV Westendorf ist ein sehr junger, aber leistungsstarker Ringerverein. Erst 1969 gegründet, kämpfte der Verein 1998 erstmals in der 2. Bundesliga. Nach zwei Abstiegen etablierte sich die Mannschaft in der zweithöchsten deutschen Leistungsklasse. Als die Greizer 2013 mit dem Staffelsieg in der 2. Bundesliga Nord ihren Siegeszug begannen, hieß der Staffelsieger in der Gruppe Süd erstmals Westendorf. Seitdem hat sich die Mannschaft, gestützt auf eine hervorragende Jugendarbeit, Schritt für Schritt gefestigt. 2014 erkämpfte Westendorf sogar den deutschen Mannschaftsmeistertitel im Jugendbereich. Trotz einer jahrzehntelangen hervorragenden Jugendarbeit ist es eine einmalige Leistung des Vereins, dass alle 20 deutschen Bundesliga-Kadersportler des Vereins das Ringen in Westendorf erlernt haben. Vorbild der Jugend ist der 22-jährige Christopher Kraemer, der sich im Kampf um die Nummer Eins in Deutschland und um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Oktober in Ungarn in der Gewichtsklasse 60 kg des griechisch-römischen Stils einen packenden Kampf mit dem Saarländer Etienne Kinsinger liefert. Ein Trainingslager der Nationalmannschaft mit zahlreichen leistungsstarken internationalen Gästen in Saarbrücken war für Kraemer die letzte intensive Einheit vor dem Ligastart in Greiz: „Nach einer kurzen Regenerationsphase konzentriere ich mich nun voll auf den Saisonstart der Mannschaftskämpfe.“

Aber auch im Freistilbereich haben die Eigengewächse einiges zu bieten. Der dreimalige Jugendmeister Niklas Stechele, der in der 57 kg-Klasse erwartet wird, wurde 2017, damals noch bei den Kadetten Dritter bei der EM und Fünfter bei der WM. Den fünf ausländischen Ringern im Kader, wie zum Beispiel dem derzeit besten Österreicher Daniel Gastl oder dem ukrainischen Auswahlringer mit georgischen Wurzeln Murazi Mchedlidze, kommt natürlich auch in Westendorf große Bedeutung zu. Trotzdem ist sich Abteilungsleiter Thomas Stechele sicher: „In der Aufstellung werden sechs oder sieben Sportler stehen, die in Westendorf das Ringen erlernt haben.“

Die Greizer wissen, dass ihnen ein heißer Kampfabend bevorsteht. Der Kader des RSV Rotation Greiz wurde der Herausforderung Bundesliga entsprechend umgebaut, wie Trainer Tino Hempel optimistisch vorausschaut: „Zwar haben sechs Sportler den Verein verlassen, doch dies wird mehr als aufgewogen durch elf in der Mehrzahl hochkarätige Neuzugänge, zu denen auch die Rückkehrer vom Ligakonkurrenten Pausa, Vladimir Codreanu und Daniel Sartakov, gehören.“

Fast alle Neuzugänge konnten in den letzten Monaten bei internationalen Meisterschaften und stark besetzten Turnieren überzeugen. Und der Chef auf der Greizer Ringermatte, Martin Obst, wird vor Kampfbeginn für seine Silbermedaille bei den Europameisterschaften geehrt.

In der alten Ringerhochburg Greiz wird auch in der Saison 2018 Spitzenringkampf zu sehen sein. Ein Erlebnis für die ganze Familie.

Alle Ansetzungen des RSV und der Mannschaftskader: Hier klicken!Hier klicken!

Der Chef auf der Greizer Ringermatte, Martin Obst, wird vor Kampfbeginn für seine Silbermedaille bei den Europameisterschaften geehrt.
Die Greizer Ringerfans können sich auf eine spannende Saison freuen.
Autor:

Lokalredaktion Thüringer Vogtland aus Zeulenroda-Triebes

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