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Nikolaitor wird eingerüstet

Wo: Nikolaitor, Karlsplatz, 99817 Eisenach auf Karte anzeigen
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EISENACH. An Eisenachs einzigem noch erhaltenen Stadttor – dem mittelalterlichen Nikolaitor am Karlsplatz – wird ab Montag, 8. April, ein technisch aufwändiges Baugerüst aufgestellt. Allein der Aufbau des Gerüstes wird – abhängig auch vom Wetter – rund zwei Wochen dauern und soll voraussichtlich am 19. April abgeschlossen sein.

Da beide Durchfahrten des Nikolaitores für den Verkehr in Eisenach von großer Bedeutung sind, wird das Gerüst weitgehend bei fließendem Verkehr aufgestellt. Während der Aufstellarbeiten lassen sich aber zeitweilige Sperrungen der einzelnen Durchfahrten nicht vermeiden. Außerdem soll mit einem Anprallschutz am Tor für zusätzliche Sicherheit gesorgt werden.

Von diesem Gerüst aus werden dann weitere detaillierte Untersuchungen des Nikolaitores vorgenommen, die Grundlage für die noch für 2013 geplante Sanierung und Restaurierung des mittelalterlichen Stadttores sein werden. Untersucht werden vor allem die Bausubstanz, die Statik sowie das Dach und die Deckenkonstruktion. Zudem werden die Natursteinfassade vermessen und die Schäden exakt erfasst.

Das romanische Nikolaitor am Eisenacher Karlsplatz ist das einzig erhaltene von ehemals fünf Stadttoren. Es wurde um 1170 etwa gleichzeitig mit der benachbarten Nikolaikirche erbaut und gilt als das älteste erhaltene Tor Südwestthüringens. Der Turm ist rund 27 Meter hoch. Oberhalb der Toreinfahrt sind zwei Steinbilder zu sehen, die wahrscheinlich Ludwig mit dem Barte, den Begründer der Ludowingerdynastie, und den Thüringer Wappenlöwen darstellen. Im Mittelalter führte die Handelsstraße Via Regia von Frankfurt am Main nach Krakau durch Eisenach. Am Ausgang des Karlsplatzes zur Bahnhofstraße verließ man durch das Nikolaitor die Stadt in Richtung Osten. Bis 1832 wurde das Stadttor jeden Abend geschlossen.

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