Eis auf stehenden Gewässern trägt erst ab 15 cm Dicke!
DLRG Thüringen warnt vor Eisgefahr

DLRG Einsatzkräfte aus Erfurt bei der Leiterrettung am Erfurter Nordstrand.
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  • DLRG Einsatzkräfte aus Erfurt bei der Leiterrettung am Erfurter Nordstrand.
  • Foto: DLRG Thüringen
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Erfurt. Trotz der auch für die nächsten Tage angesagten, frostigen Temperaturen ist die Eisdecke auf Seen und Flüssen noch zu dünn, um betreten zu werden. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät vor allem Eltern, ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, zu informieren. Harry Sloksnat, der Präsident des DLRG Landesverband Thüringen, empfiehlt, sich bei den zuständigen Ämtern (z.B. Stadt- und Gemeindeverwaltungen) über den Zustand des Eises zu erkundigen.

„Ab einer Eisdicke von 15 Zentimetern können stehende Gewässer gefahrlos betreten werden, fließende erst ab 20 Zentimetern“, sagt Sloksnat.

Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten.

Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, sind gefährlich. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen.
Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Wasserrettungszuges der DLRG Thüringen trainieren auch den winterlichen Ernstfall regelmäßig. Hier werden besondere Herausforderungen an die Retter gestellt. Nur wer gut ausgebildet ist und über das notwendige Equipment verfügt, vermeidet es, selbst zum Opfer zu werden.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist mit rund 1.800.000 Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Auch in Thüringen werden zum Beispiel die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildungen ausschließlich von ehrenamtlichen Ausbildern geleitet. Wenn Sie einen Beitrag zur Arbeit der DLRG im Freistaat leisten möchten, ist Ihre Spende willkommen. Infos unter: https://thueringen.dlrg.de/

DLRG Einsatzkräfte aus Erfurt bei der Leiterrettung am Erfurter Nordstrand.
DLRG Einsatzkräfte aus Erfurt bei der Leiterrettung am Erfurter Nordstrand.
Autor:

Steffen Schulze aus Eisenach

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