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Apothekenbus in Eisenach zu Besuch

www.apothekenbus.de

Eisenach, 30. August 2013

. In immer mehr ländlichen Regionen droht eine Versorgungslücke. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Apotheken deutschlandweit um rund 700 verringert. Besonders stark betroffen ist der ländliche Raum – auch in Thüringen. Wo Ärzte abwandern, folgen die Apotheken auf dem Fuße. Die Folge: Patienten, die sich in der Apotheke mit Medikamenten versorgen müssen oder sich auch nur über diese informieren wollen, müssen zunehmend weitere Wege gehen.

In anderen Branchen federn mobile Angebote die Folgen solcher Versorgungslücken ab. Mobile Verkaufsstände versorgen Anwohner wieder regelmäßig für einige Stunden vom Dorfplatz aus. Wie das mit Blick auf die Arzneimittelversorgung umgesetzt werden könnte, hat DocMorris am vergangenen Freitag in Eisenach gezeigt: „Wenn die Menschen nicht mehr zur Apotheke kommen können, muss der Apotheker eben zu ihnen kommen“, erläutert Max Müller, Vorstand DocMorris, die Grundidee. Konkret heißt das: ein mit modernster Kommunikationstechnik ausgestatteter Apothekenbus könnte alles Wesentliche, was eine Vor-Ort-Apotheke auch kann: Kunden beraten, Rezepte einlösen, Verordnungen prüfen. Dabei geht es bei dem denkbaren Einsatz von Apothekenbussen um Gegenden, wo es keine Apotheken mehr gibt und so auch keine Verdrängung stattfinden kann.

Ein Beispiel aus Schweden zeigt, dass Apothekenbusse praktikabel sind: Als im September 2011 in der Kleinstadt Berga eine Filiale der staatlichen Apothekenkette Apoteket abbrannte, gab es für die Patienten kurzfristig Ersatz auf Rädern: auf dem Bahnhofsplatz verkauften die Mitarbeiter rezeptfreie Präparate, berieten ihre Kunden und nahmen Rezepte entgegen, die noch am selben Tag eingelöst wurden. Das Konzept ging auf und wurde von den Kunden voll akzeptiert.

In Deutschland sind solche Angebote bisher nicht zulässig – obwohl die Idee auch hierzulande Anklang bei den Bürgern findet. Bei dem vorgestellten Ansatz geht es darum, den Apothekenbus mit entsprechenden Beratungsmöglichkeiten zu verbinden. Die Konzepte des niederländischen Unternehmens werden natürlich auch kontrovers diskutiert. DocMorris-Vorstand Max Müller dazu: „Wir begrüßen es, dass die von uns angestoßene Diskussion weiter Kreise zieht. Die öffentliche Debatte über die Unterversorgung in strukturschwachen Regionen ist dringend notwendig. Denn: Auch ein Wettbewerb der Ideen kann dazu beitragen, Lösungen für eine optimale pharmazeutische Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum aufzuzeigen. Und der Apothekenbus ist natürlich nur eine mögliche Lösung unter vielen.“ Die Zukunft wird zeigen, welches Modell sich letzten Endes durchsetzt.

Autor:

Johanssen + Kretschmar Strategische Kommunikation GmbH Heiko Krteschmar aus Eisenach

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