Eisenacher präsentieren architektonische Höhepunkte
„BaueinHaus“ lautet das Motto des Weltgästeführertags am 21. Februar

Besonders gut gefällt den Gästen, wenn die Führer in Kostüme schlüpfen, weiß Helga Stange (Mitte), die Vorsitzende des Eisenacher Gästeführervereins.
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  • Besonders gut gefällt den Gästen, wenn die Führer in Kostüme schlüpfen, weiß Helga Stange (Mitte), die Vorsitzende des Eisenacher Gästeführervereins.
  • Foto: Verein
  • hochgeladen von Michael Steinfeld

Zugegeben: Eisenach ist nicht als Bauhaus-Stadt bekannt. Wenn sich der Weltgästeführertag am 21. Februar deutschlandweit dem 100-jährigen Gründungs­jubiläum der berühmten Kunstschule widmet, hat Eisenach aber dennoch einige Architektur-Höhepunkte zu bieten.

„Wir werden nicht in Konkurrenz zu Dessau oder Weimar treten. Aber wir haben ein spannendes Programm“, weckt Helga Stange, Vorsitzende des Eisenacher Gästeführervereins, die Lust auf eine besondere Stadt­führung.

Das Jahrestagsmotto „BaueinHaus“ sei ohnehin ein Wortspiel, das viel Raum für Interpretationen lasse. Auch andere Gästeführervereine zeigen von Bauhaus bis zum Brauhaus, wie vielfältig Archi­tektur ist. Schwimm­bäder gehören ebenso dazu wie Arbeitsstätten, Wohnungs­anlagen, Kunst- und Kultur­gebäude. Natur- und Landschaftsführer berichten sogar über manche tierische ­Behausung.

Eisenach ist ein Juwel

Welche Eisenacher Bau­werke auf dem Weg vom Karlsplatz in Richtung Wartburgallee und Bahnhof näher beleuchtet werden, bleibt zunächst ein Geheimnis. Für die Gäste­führer der Wartburgstadt ist der Tag aber ein Höhepunkt im Vereins­leben. Schon vor Monaten wurde die Route ausge­arbeitet. Möglichst viele der 30 Mitglieder wurden aktiviert und die heimischen Museen ins Boot geholt. Wie die anderen 76  Vereine in Deutschland – darunter auch die Thüringer Gästeführer in Erfurt, Gera, Jena und Weimar – wollen die Eisenacher an diesem Tag mit der kostenfreien Führung Einblicke in ihre interessante Arbeit gewähren.

Seit 1994 präsentieren sie hier ein breites Angebot an Themen- und Kostümführungen, das immer wieder ausgebaut und erneuert wird. Gerade erst sei eine Führung auf den Spuren jüdischen Lebens hinzugekommen. Jeder Führer habe dabei seine Stärken und eigenen Interessen. „Die Gäste merken schon, ob man mit Leib und Seele dahinter steht“, weiß Stange.

„Eisenach ist ein kleiner Schatz, ein Juwel“, schwärmt sie. Ob nun Martin Luther, Johann Sebastian Bach, die heilige ­Elisabeth, die Automobilhistorie oder die Gründerzeitvillen der Südstadt: „Wir müssen gar nicht mit Herzögen aufwarten. Wir können aus dem Vollen schöpfen mit richtig großer Weltgeschichte“, sagt die Lokalpatriotin stolz. „Es macht wirklich Spaß, dies den Gästen und Einheimischen zu vermitteln.“

Termin:
Am 23. Februar feiern Gästeführer weltweit ihren Jahrestag. In Deutschland sind 7000 Gästeführer in 230 Städten und Regionen organisiert. Ihr Motto lautet diesmal „BaueinHaus“. In Eisenach startet dazu eine kostenfreie Stadtführung um 13.30 Uhr am Karlsplatz. Infos unter eisenacher-­gaestefuehrer.de.

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