Tag des offenen Denkmals 2019
Der Denkmalerhaltungsverein Eisenach lädt auf die Göpelskuppe ein

Das 33 Meter hohe Burschenschaftsdenkmal, das den in den antinapoleonischen Freiheitskriegen gefallenen Studenten gewidmet ist, wurde am 22. Mai 1902 feierlich eröffnet.
  • Das 33 Meter hohe Burschenschaftsdenkmal, das den in den antinapoleonischen Freiheitskriegen gefallenen Studenten gewidmet ist, wurde am 22. Mai 1902 feierlich eröffnet.
  • Foto: Wolfgang Rewicki
  • hochgeladen von Wolfgang Rewicki

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 8. September, steht Jahr für Jahr unter einem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz jeweils vorgeschlagenen Motto. In diesem Jahr heißt dieses „Modern(e)“: Umbrüche in Kunst und Architektur“. Tausende Denkmale öffnen am Tag des offenen Denkmals, der stets am zweiten Septembersonntag stattfindet, ihre Pforten für Besucher.

Auch das Eisenacher Burschenschaftsdenkmal auf der Göpelskuppe lädt am 8. September zum kostenfreien Besuch ein. Anlässlich des besonderen Tages hat der Denkmalerhaltungsverein Eisenach e.V. die Öffnungszeiten des Denkmal um drei Stunden erweitert. Es bleibt an diesem Tag von 10 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. 

Seit bereits über einhundert Jahren ist das Burschenschaftsdenkmal ein beliebtes Ausflugsziel für die Eisenacher und alle Besucher der Stadt. Es bieten sich dem Wanderer von dort ein berauschender Panoramablick auf den Thüringer Wald, auf die nahen Hörselberge sowie auf Eisenach. Vom Burschenschaftsdenkmal aus existiert auch der wohl schönste Ausblick hinüber zur Wartburg, der Stätte des allerersten Wartburgfestes am 18. Oktober 1817.

Die Dauerausstellung im Inneren des Burschenschaftsdenkmals befasst sich mit der Geschichte der Deutschen Burschenschaft. Auf neun Farbtafeln erleben die Besucher das Wollen der Urburschenschaft in Jena und können die Entwicklung der burschenschaftlichen Bewegung entlang der deutschen Geschichte eng verfolgen. Die Wartburgbeschlüsse von 1817 werden thematisiert und ihr direkter Einfluss auf die Verfassung der Paulskirche, der Weimarer Republik und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erläutert. Ein ergänzender Videovortrag beschreibt die Geschichte des Burschenschaftsdenkmals. In einem zweiten Abschnitt wird die im Jahre 2006 durchgeführte Rekonstruktion des Deckengemäldes behandelt. Die Ausstellung macht einen Teil deutscher Geschichte, der allzu oft in Vergessenheit zu geraten scheint, für den Besucher wieder erlebbar und zeigt den traditionsreichen Kampf um die demokratischen Grundrechte in Deutschland auf.

Insofern steht auch dieses Denkmal auf der Göpelskuppe für jenen Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht. "Denk mal" - dieser Aufforderung wird sich gerade hier niemand entziehen können.

Autor:

Wolfgang Rewicki aus Eisenach

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