Serie: Mein Museum
Die Residenz des Herzogs - Ein Schloss mitten in der Stadt

Ein besonderes „Exponat“ stellt die „Schwan-Apotheke“ aus Berka (Werra) aus der Zeit um 1760 dar.
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  • Ein besonderes „Exponat“ stellt die „Schwan-Apotheke“ aus Berka (Werra) aus der Zeit um 1760 dar.
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Bereits seit 1931 nutzt das Thüringer Museum Eisenach das Stadtschloss, um seine Sammlungen auszustellen. Der Tipp kommt von Dr. Annika Johannsen, Abteilungsleiterin der Museen für die Stadt Eisenach.

Was gibt‘s Musehenswertes?
Das Eisenacher Stadtschloss wurde ab 1741/1742 errichtet. Ernst August I., Herzog von Sachsen-Weimar und von Sachsen-Eisenach, hatte das ehemalige Residenzschloss südlich der Georgenkirche abreißen lassen und mit dem Stadtschloss eine neue ­Residenz geschaffen. Sie diente von 1745 bis 1748 als Wohnsitz der herzoglichen Familie. Die ­Fertigstellung unterlag aber mangelnden finanziellen Mitteln. Dies ist heute noch an der zurückhaltenden Ausstattung und der Wiederverwendung von Bauelementen und Fuß­böden aus der alten Residenz erkennbar.
Seit 1931 nutzt das Thüringer Museum Eisenach das Stadtschloss zur Ausstellung seiner Sammlungen, zu der neben Malerei und Graphik des 19. und 20. Jahrhunderts insbesondere eine umfangreiche Sammlung an Porzellan, Fayence und Glas, eine volkskundliche Sammlung sowie Musiki­nstrumente und historische Möbel zählen.

Das muss gesagt werden:
Zurzeit wird die aktuelle Dauer­ausstellung überarbeitet. Künftig sollen vor allem wieder die aktuell nicht ausgestellten Gemälde im frisch sanierten Nordflügel des Stadtschlosses ausgestellt werden.

Woran führt kein Weg vorbei?
Die Sammlungen bieten ­einen breit angelegten und exemplarischen Überblick über die wichtigen thüringischen Produktionsstätten für Porzellan und Fayencen. Sie dokumentiert zudem die alltags­geschichtliche Verwendung. Ein besonderes „Exponat“ stellt auch die „Schwan-Apotheke“ aus Berka (Werra) aus der Zeit um 1760 dar, mit der die Einrichtung einer historischen Apotheke erlebbar wird.

Porträts oder Spiegel?

Außer der Reihe:
Noch bis Mitte Februar und dann wieder im Mai ist „Kunst im Marstall. Einblicke in die Gemälde- und in die Grafiksammlung des Thüringer Museums Eisenach“ zu besichtigen. Vom 10. März bis zum 28. April ist „Bersch: ­Passion. Ein Bild ist nicht genug“ zu sehen.

Ihr liebstes Stück?
Mit dem Rokokosaal ist der historische Festsaal der herzoglichen Residenz erhalten ­geblieben und konnte im Zuge der Sanierung des Nordflügels restauriert werden. Ernst August I. als Auftrag­geber verstarb vor der Fertigstellung. Die Ausschmückung des Saals zeigt vorrangig Porträts der herzoglichen Familie, die nach älteren Vorlagen ­direkt für diesen Saal geschaffen wurden. Ursprünglich waren aber wohl Spiegel geplant, die den Raum größer erscheinen lassen sollten.

Museumsrundgang:

Der selbständige Museums­rundgang dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Künftig werden regelmäßig Führungen durch das Stadtschloss und die Sammlungen des Thüringer Museums Eisenach angeboten.

Zur Sache
Stadtschloss, Thüringer Museum Eisenach
Markt 24,
99 817 Eisenach

Öffnungszeiten:

Von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10  bis 17  Uhr

Kontakt:
Telefon  0 36 91 / 6 70 - 4 50,
museum@eisenach.de

Buchtipp:
Mein ­Museum“, 13,95  Euro. ­Online ­kaufen: www.klartext-­verlag.de oder im Buchhandel; per E-Mail: info@­klartext-verlag.de

Alle Museen der Serie finden Sie hier als übersichtliche Karte und hier auf unserer Themenseite.

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