Mein Museum: automobile welt eisenach (awe)

Zwei absolute Raritäten:
der offene Dixi R 8 (1910), in dem einst ein Chauffeur den Herzog fuhr, und ­dahinter die Dixi-Limousine R 9 (1912) eines Plantagenbesitzers. Sie wird bewusst im ursprünglichen Zustand gezeigt.
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  • Zwei absolute Raritäten:
    der offene Dixi R 8 (1910), in dem einst ein Chauffeur den Herzog fuhr, und ­dahinter die Dixi-Limousine R 9 (1912) eines Plantagenbesitzers. Sie wird bewusst im ursprünglichen Zustand gezeigt.
  • hochgeladen von Sibylle Klepzig

Dixi, BMW, Wartburg & mehr: Die „automobile welt eisenach“ veranschaulicht 119 Jahre Autobau-Tradition • Eine Empfehlung von Matthias Doht


Was gibt‘s Musehenswertes?

Seit 1898 werden in ­Eisenach ununterbrochen Autos gebaut. Sieben Mal ­änderten sich die Unternehmen und Produkte. Das Museum „automobile welt eisenach“ (awe) veran­schaulicht die gesamte Entwicklung – von den ersten Wartburg-Motorwagen über die Marken Dixi, BMW, EMW, IFA und Wartburg bis hin zur heutigen Opel-Produktion. (Hier ein geschichtlicher Abriss.)

Woran führt kein Weg vorbei?

Besondere Strahlkraft hat der 328er BMW, Baujahr 1938. Der schicke Roadster gehört zu den Legenden der Automobil­geschichte. Was viele nicht wissen: BMW begann seine Autoproduktion 1928 in Eise­nach. Bis 1942 wurden alle BMW-Fahrzeuge hier gebaut.

Das muss gesagt werden:

Es ist kein bloßes Auto-, sondern ein Automobilbaumuseum, das Wert auf den historischen ­Kontext legt. Die ­Fahrzeuge sind in einer Umgebung inszeniert, die Rückschlüsse auf die jeweilige Zeit zulässt. Informiert wird über die Rennerfolge der Eisenacher „Silberpfeile“ ebenso wie über die Stagnation im Sozialismus. Bilder der Zerstörung erinnern an den Rüstungsbau für den Zweiten Weltkrieg.

Museum zum Anfassen:
Kein Auto steht hinter Glas oder einer Absperrung. Der Besucher kann ringsherum gehen und entdeckt dabei manch Utensil im Fahrzeug, das zum Baujahr passt.

Ihr liebstes Stück?

Eigentlich sind es zwei: die beiden großen Dixis. Das sind echte Zeitzeugen. Weltweit existiert nur noch ein drittes ­Exemplar dieses Typs – in Australien. Der offene Wagen, Baujahr 1910 (­großes Foto), gehörte einst dem Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Die geschlossene Limousine (1912) fuhr ein Plantagenbesitzer in Uruguay. Sie fand über einen neuseeländischen Oldtimerhändler zurück nach Deutschland.

Außer der Reihe:

Von April bis September blickt eine Ausstellung auf „25 Jahre Opel-Werk ­Eisenach“ zurück, in denen zehn verschiedene Opel-Modelle gebaut wurden.

Museums-Führung:

Dank kurzer Texte (deutsch / englisch) ist die Ausstellung selbsterklärend. Für Gruppen, auch für Kinder und Jugend­liche, werden Führungen nach Absprache angeboten.

Museums-Extra:
Rund 200 Gäste finden im Heinrich-Erhardt-Saal (benannt nach dem Firmengründer) Platz, den man mieten kann.

Daten:
Museum "automobile welt eisenach", Friedrich-Naumann-Straße 10,
Telefon: 03691-77212, E-Mail: museum@awe-stiftung.de
Öffnungszeiten: April bis Oktober Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr
Montag geschlossen, an allen gesetzlichen Feiertagen geöffnet

Alle Museen der Serie finden Sie hier als übersichtliche Karte.

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