So viel Theater muss sein: Ansgar Haag, Intendant des Eisenacher Landestheaters, stellt klar: Der Spielplan ist nicht gefährdet

Landestheater Eisenach

Von Wolfgang Rewicki

EISENACH. Turbulent ist es schon derzeit. Viel Theater ums Theater in Eisenach und
um dessen Zukunft. Und das ja bekanntlich auch nicht zum ersten Mal.

Es ist eine gern geübte Annahme einiger Politiker, zu meinen, öffentliche Haushalte
durch Einsparungen im Kulturbereich sanieren zu können. Das ist um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, um welche prozentualen Anteile am Volumen
des Gesamthaushaltes es sich da jeweils handelt.

Die oft gestellte Frage, ob Berlin drei Opernhäuser benötige, kann nur so beantwortet werden: Ja. Und am besten wären vier! Auf Thüringen angewendet kann das nur heißen: Jedes Theater, jedes Orchester, jedes Schauspiel- und jedes Ballettensemble wird gebraucht. Soviel Theater muss sein.

Ansgar Haag, der Intendant des Eisenacher Landestheaters, äußerte sich gegenüber
dem Allgemeinen Anzeiger zur momentanen Situation seines Hauses.

Herr Haag, wie ist es denn um den aktuellen Spielplan des Landestheaters Eisenach bestellt?
Der wird am 19. April der Presse vorgestellt. Und ich betone: Er ist finanziell abgesichert.

Befindet sich das Theater in akuter Gefahr?
Ganz klares Nein. Zumindest nicht bis Jahresende.

Was können Sie uns zur Zugehörigkeit des Landestheaters in der Kulturstiftung
Meiningen-Eisenach sagen?
Ich kann Ihnen sagen, dass die Zugehörigkeit nicht auf 2012 befristet, sondern sozusagen auf ewig angelegt ist.

Wie wird denn das Eisenacher Haus finanziert?
Anders als beim Meininger Theater, das zu 80 Prozent vom Land und zu jeweils 10 Prozent von Stadt und Landkreis finanziert wird, wird das Theater Eisenach als Stadttheater in einem Verhältnis 50:37,5:12,5 finanziert. Das heißt: das Land zahlt 50, die Stadt 37,5 und der Landkreis 12,5 Prozent.

Autor:

Wolfgang Rewicki aus Eisenach

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