Thüringer Kinderhospizdienst - Ambulante Betreuung
Eine ehrenamtliche Familienbegleiterin erzählt über ihre Arbeit

Katharina Nöthlich aus Floh-Seligenthal

Ehrenamtlerin Katharina Nöthlich aus Floh-Seligenthal berichtet über ihre Tätigkeit als ehrenamtliche Familienbegleiterin, für die sie 2011 eine Schulung absolviert hat. Bereits seit 2012 ist sie im Einsatz bei einer betroffenen Familie für den ambulanten Thüringer Kinderhospizdienst unterwegs.

Von Katharina Nöthlich

Was muss man so mitbringen als Familienbegleiter? Wie werde ich Familienbegleiter? Wie finde ich die richtige Familie? Das alles sind Fragen, die am Anfang meines Weges standen. Ich bin Mutter zweier Jungs, berufstätig und habe den typischen Alltag, der dazu gehört. Und Dankbarkeit – dafür, dass ich das habe. Jeder in meiner Familie hat das Glück, sich frei entfalten zu können und zu entwickeln, im Prinzip ohne jede Einschränkung durch gesundheitliche Probleme. Meinen Kindern steht die Welt offen. Daher war es mir eine Herzensangelegenheit, als ich vor vielen Jahren vom Bau des Stationären Kinder- und Jugendhospizes in Tambach-Dietharz hörte, dort meine Möglichkeiten zu nutzen und ehrenamtlich tätig zu sein.

Ein Anruf bei der dortigen Hausleitung brachte mir Klarheit, was ich tun könnte und mir wurde die Ausbildung zum Familienbegleiter ans Herz gelegt. Brauche ich die? Reichen nicht gesunder Menschenverstand und Empathie? Das sind zwar schon mal gute Voraussetzungen – aber egal wie gut man darin ist, die Ausbildung ist goldwert. Ich habe gelernt, mit den verschiedenen Situationen noch besser umzugehen: Wie kommuniziere ich richtig? Wie verstehe ich meinen Gegenüber richtig? Was ist Trauer eigentlich für mich – wie gehe ich damit um? Was gibt es überhaupt alles für Krankheiten, die Kinder betreffen, was bedeutet Pflege in dem Zusammenhang, was gibt es Rechtliches zu beachten? All das und noch mehr wurde mir beantwortet. Schließlich gab mir das Praktikum im Haus in Tambach-Dietharz den nötigen Einblick, in all das, was ich gelernt habe. Ich konnte für mich herausfinden, ob diese Arbeit etwas für mich ist.

Mit all dem Wissen in Kopf und Herz wurde mir eine Familie vorgestellt, die Bedarf an Unterstützung hat. Das erste Kennenlernen ist spannend. Stimmt die Chemie? Mit den Eltern, den Geschwistern und vor allem dem betroffenen Kind, zumal diese die ehrlichsten Menschen sind. In meinem Fall tat es das von Anfang an. Und meine Aufgaben? Ich betreue das Kind, wenn Eltern und Geschwisterkinder gemeinsame Unternehmungen machen. Die Mutter zeigte mir alles und gab mir wertvolle Tipps im Umgang. Die ersten Male schauten wir gemeinsam, wie es klappt und dann haben D. und ich uns tolle Nachmittage und Abende gemacht. Wir haben gemeinsam gespielt, gegessen und schließlich den Tag gemeinsam beendet, indem ich ihn ins Bett brachte. Aber das war in meinem Fall nicht alles. Auch mit einem Geschwisterkind entwickelte sich ein sehr guter Kontakt. Unternehmungen in denen sie die volle Aufmerksamkeit erhielt waren eine Bereicherung. Aber auch das Vermitteln von Kontakten und Netzwerken, die der Familie helfen können gehören zu meiner Arbeit. Dank der guten Vernetzung unseres „Ambulanten Dienstes“ bieten sich viele Möglichkeiten. Einfach nur das Zuhören, wenn es mal wieder Probleme gibt und damit diese Zeit zu schenken, ist für meine Familie wichtig.

Mir ist all das möglich durch ein gutes Zeitmanagement und eine gute Planung. Ebenso dadurch, dass eine stetige Weiterbildung angeboten wird. Als Familienbegleiter ist man eingebettet den ambulanten Thüringer Kinderhospizdienst. Bei allen jeder Sorge und jedem Problem wird mir geholfen, ob nun bei den regelmäßigen Treffen der Ehrenamtlichen oder bei Einzelgesprächen. Meine ehrenamtliche Tätigkeit gibt mir mehr als ich dafür investiere. Sie ist mir eine Herzensangelegenheit.

Ist all das auch etwas für Sie? Zögern Sie nicht und melde sich bei uns, egal ob telefonisch, per Mail oder persönlich. Wir freuen uns auf deine Geschichte, die das Ehrenamt mit dir schreibt!

Koordination Thüringer Kinderhospizdienst Harzstraße 58; 99734 Nordhausen/Harz, Tel.: +49 (0) 3631 . 460 8910; Fax: +49 (0) 3631 . 460 8911

Regionalbüro Schmalkalden; Stumpfelsgasse 4, 98574 Schmalkalden
Tel.: +49 (0) 3683 . 466 5810; Fax.: +49 (0) 3631 . 460 8911 + Mobil: +49 (0) 151 . 613 14307
Email: j.schmidt@thueringer-kinderhospizdienst.de

Autor:

Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz aus Nordhausen

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