Thüringen zu Fuß - W wie Weg: Der Sulzriedenweg

Frühling: Im Hainich sieht und riecht man allerorten Bärlauch.
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  • Frühling: Im Hainich sieht und riecht man allerorten Bärlauch.
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Wer Lust auf Bärlauch und Märzenbecher hat, sollte den Sulzriedenweg zum Wandern testen. Der Wandertipp kommt von Jens Wilhelm, Revierleiter im Nationalpark Hainich.

WEG-Name: Sulzrieden heißt „salziger Sumpf“ und geht vermutlich auf eine der wenigen slawischen Siedlungen in Westthüringen zurück. Die Siedlung wurde 1197 erstmals in einer Urkunde erwähnt.

WEG-Länge: Der Sulzriedenweg ist 6,5 Kilometer lang. Der Erlebnispfad Silberborn teilt sich eine Teilstrecke, sodass Wanderer ihn ebenfalls komplett zurücklegen. Für mehrere zum Teil anspruchsvolle Gefäll- und Steigungsflächen mit über 200 Metern Höhenunterschied und einen steilen Abstieg am Burgberg benötigt man rund drei Stunden.

Start am alten Gerichtsplatz

WEG-Start und -Ziel: Ausgangspunkt für den Rundwanderweg ist der Wanderparkplatz Mallinde. Sie diente im Mittelalter als Gerichtsplatz und liegt etwa einen Kilometer von Berka vor dem Hainich am Westrand des Nationalparks entfernt.

WEG-Markierung: Das Symboltier dieses Rundwegs ist die Eule. Sie steht für Waldohreule, Waldkauz & Co. im Hainich. Abends ist entlang des Weges öfter der heisere Schrei eines Käuzchens zu hören.

WEG-Einschränkungen: Der Weg ist grundsätzlich ganzjährig begehbar, bei Nässe zum Teil aber aber etwas rutschig.

WEG-Beschaffenheit: Es geht überwiegend über befestigte Wege, teils geschottert. Die Strecke ist nicht für Menschen mit Einschränkungen geeignet.

WEG-Pausen: Zur Hälfte des Weges, an seinem höchsten Punkt, findet man eine überdachte Sitzgruppe für eine Brotzeit zur Stärkung. Diverse Bänke und den einen oder anderen gefallenen Baumstamm kann man ebenfalls gut für eine kurze Rast zum Verschnaufen nutzen.

WEG-Aussichten:
Der Blick fällt am Beginn des Langen Tales in die Offenlandschaft, auf Weideflächen mit einer reichhaltigen Blütenflora besonders im Frühjahr und Sommer und auf bunt gefärbte Waldränder im Herbst. Einblicke von oben in die tief eingeschnittenen Waldtäler erhalten Wanderer am Westrand des Hainichs.

Der Seidelbast lockt den Wanderer stark duftend bereits im zeitigen Frühjahr

Interessant am WEGesrand: Reichhaltige Bestände an Frühblühern insbesondere Märzenbecher und Bärlauch wachsen im Langen Tal. Auf der Wiese und auch im Randbereich des Waldes blühen im Frühsommer in beeindruckender Vielzahl Orchideen - purpurfarben das Stattliche Knabenkraut und das Weiße Waldvöglein. Die Blüten des Seidelbasts locken den Wanderer stark duftend bereits im zeitigen Frühjahr. Im Sommer reifen dann rot die beerenartigen Steinfrüchte. Vorbei geht es ebenfalls am „Hübschmann“-Gedenkstein, an der Sage von den Burgberg-Riesen, an der Silberbornline, an jungen Waldbeständen beim Abstieg am Burgberg, an freiliegendem Muschelkalk und an zwei Truppenübungsplätzen.

WEG-Kreuzungen: Über den sogenannten Gänserasen gibt es eine Anbindung an den Welterbepfad und Wandermöglichkeit zum Craulaer Kreuz.

WEG-Termin: Gruppen können bei der Nationalparkverwaltung nach Führungen fragen.

WEG im Internet:www.nationalpark-hainich.de

Autor:

Michael Steinfeld aus Erfurt

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